Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1767561
Perac , 
Etienne 
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enannt: In Roma appresso G. de Scacchi 1621, qu. fol., mit 
dem Bildnisse des Jakob Schletzer, tcutscher nation und der An- 
tiquiteten in Rom Dollmetsch. Ein Nachstich uder ein neuer Ab- 
druck ist von 1775- Dieses Werk ist viel bedeutender, als sein 
Plan der Stadt Boni, den er 157.1 unter Mitwirkung des gelehrten 
Fulvius Ursixius nach der ldce Bafaeka von einem Versuche der 
VViederhei-stellung der alten Stadt nach ihren llauptstrassen und 
Gebäuden bearbeitete, und welchen spiitcrhin Giacumu Laure bei 
de Rossi herausgab. Die topographischen Grundannahmen, auf 
welchen dieser Plan ruht, sind theils falsch, theils unvullstiindi , 
und so ist durch ihn der Alterthumskunde wenig geholfen. Vgl. 
die neueste Beschreibung von Rom, von Bunsen, Gerhard, Platt- 
ner etc. 
Der grössere Theil der unten folgenden Werke war bereits er- 
schienen, als E. du Perac nach Frankreich zuriicltlsehrte, um in 
einen neuen Wirkungskreis einzutreten. Ilcinrich IV. ernannte 
ihn zum k. Architekten, aber jetzt fand er auch Gelegenheit, in 
der Malerei seine liriifte zu versuchen. Er malte im Badezimmer 
des k. Pallastes zu Fontainebleau fünf Darstellungen von Meer- 
göttern, und die Liebesgeschichten des Jupiter und der Calisto. 
Dann stach er auch noch mehrere Blätter in Iiupfer, su wie er 
auch furtfuhr, nach der einmal in Italien gewohnten Weise Zeich- 
nungen auszuführen, die gewöhnlich mit der Feder umrissen, mit 
Bister lavirt und weiss gehöht sind, in Landschaften, historischen 
und architektonischen Darstellungen bestehend. Auf mehreren sei- 
ner Blätter steht: Stephanus Du Perac invenit et inciclit; auf an- 
deren ein lllonogramm oder das läifelchen mit den Buchstaben S. 
P. 17., die auch ausser demselben vorkommen. Auf einigen Land- 
schaften stehen die Initialen S. P.  was St. Perac inciclit bedeu- 
ten muss, da man die Erfindung derselben dem Tilian beilcgt. 
1) Das jüngste Gericht, nach lllichel Angele, gr. fol.  
2) Das Urtheil des Paris, Copie des Blattes von lYIarc Anton 
nach Rafael, malerisch frei radirt, gr. qu. fol. Selten. 
3) Die berühmte Statue des Marforius oder Pihenus, qu. fol. 
4) Marc Aurel zu Pferde, nach der unter Sixtus IV. aufgefun- 
denen Statue im Capitol, gr. ful. 
5) Wagen- und Pferderennen, tlieils nach Grabbildern, theils 
nach anderen Gegenständen , wenigstens ffl- Blätter, qu. fcl. 
6) Ein Stiergefecht, La Feste di testaceiu in Ifoma 155i].  
Ein grosser Iireis von Soldaten, in (lessendVlitte das Gefecht 
gehalten wird. Im lVIittclgi-unde sind rcmische Ruinen, qu. 
roy. fol. Selten. Die Jahrzahl 1554 SCllClnh nicht richtig zu 
seyn, wenn nicht gemeint ist, dass das Gefecht vor der Ge- 
 hurt des Künstlers gehalten wurde.   
7) Das grosse Schilfergefecht, oder die Naumachie in Pmm. 
Et. Perac fec., qu. ful.   
3) Caroussel nu Carneval ä Bome 1565. Mit LafrerPs Adresse, 
gr. fol. Selten. 
g) Landschaft mit Bugenschützen und den Ruinen eines an- 
tiken Gebäudes, kl. qu. fol. 
 10) Ruinen eines Tempels und anderer Gebäude, qu. fol. 
11) Landschaft mit einer Mühle und anderen Gebäuden, qu. 
fol.  
12) Landschfift mit einem antiken Tempel und zwei Yyramiden, 
kl. u. 0 .  
15) Lanidschalt mit der biissenden Magdalena: ornatum mundi
        

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