Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1767496
so 
Penni, 
Luca, 
Mehrere verliessen hierauf Rom; so auch Giulio, und Fatture 
glaubte in Mantua bei dem Freunde ebenfalls gut aufgenommen 
zu werden. Allein dieser empfing ihn kalt, wesswegeu F. Penni 
bald darauf nach Neapel sich begab, wo er, wenn er auch nur eine 
geringe Zeit zum Wirken hatte, in vielerHinsicht-das wurde, was 
Pierin für Genua geworden. Er hat auf das dortige Hunststreben 
bedeutend eingewirlit; fürs erste durch seine clort aufgestellte C0- 
pie der Transfiguration, und dann-durch seinen Srhiiler Lio- 
nardoil Pistoja. Il Fattore starb 1528. 
Caylus und le Sueur gaben für das "Cabinet Crozat eine Zeich- 
nung in Hellclunlsel heraus, die Aegyptier vorstellenrl, wie sie im 
rntheu Meere ertrinken. Iiirlsall gab nach ihm eine heil. Familie 
mit St. Anna, wie Johannes dem Binde Früchte reicht, im Hell- 
dunkel heraus, nach einer Zeichnung aus dem Cabinet von Il. 
Meai- Es gibt Abdrücke ohne und mit architektonischem Hin- 
tergrunrle. Die Madonna del passeggio hat P, Auderloni gestochen. 
Penm, "LIICH, genannt Ilomanus, Maler und Bruder destObigen, 
f geboren um 1500,_wird von Orlandi ebenfalls unter llafaefs Schii- 
ler gezählt, was die Geschichte nicht bestätiget; so viel ist aber 
gewiss, dass er sich mit Pierin del Vaga vereiniget, und in Lucca, 
 so wie-an andern Orten gearbeitet habe. Alsdann ging er mit 
 Rosso nach Frankreich, wo er in Fontainebleau malte, endlich 
aber begab sich L. Penni nach England, wo er, ohne selbststän- 
diges Wirken im Grossen, verschwindet. Nur für den König, so 
 wie für einige Privatleute führte er Bilder aus, seine Gemälde sind 
aber im Allgemeinen sehr selten, so wie seine Zeichnungen, deren 
er duclr viele gefertiget haben soll. Mehrere seiner Compositio- 
nen sind gestochen und in Hulzgeschnitten, dass aber er selbst 
diese Künste geübt habe, ist wohl nicht ganz erwiesen, so wie 
 auch nicht alle Blätter nach seiner Zeichnung gelertiget sind, wel- 
 ehe die Buchstaben L. P. und L. P. 8., oder ein aus diesen zu- 
sammengesetztes Monogramm tragen. Es wird überhaupt schwer 
 seyn, hierin ganz genaue Angaben zu liefern, da selbst die auf 
den Blättern befindliche Jahrzahl wenig beiträgt, weil man nicht 
weiss, wann der Iiünstler gestorben ist. Sicher ist es aber unrich- 
tig, wenn wir bei Rost lesen, dass Penni nach A. Tempesta ein_ 
mit 1591 datirtes arabisches Testament in Holz geschnitten habe. 
Damals war der Biinstler sicher schon längst todt. Wir lassen hier 
eine Auswahl solcher Blätter folgen, nach den Stechern. S. auch 
Lorenz Penni. 
Anonym, oder blos mit dem Namen des Malers bezeichnet: 
Venus beweint den Adonis, seltenes Blatt; die Griechen zie- 
hen das Pferd in die Stadt Troja. grosse Composition, beide 
von einem alten llleistei- der Schule von Fontainebleau ra- 
dirt.  Carro di Diana, Diana auf Wolken in ihrem Wa- 
gen von zwei Hunden gezogen, in der Manier des Agost. 
Veneziano.  Eine Schlacht, 1m Geschmaclte von Despo- 
ches gestochen.  Die Dornenkrönung, nach Rosso oder 
L. Penni, angeblich von L._ Cardi, aber richtiger von lt. 
Boivin gestochen.  Die heil. Jungfrau mit dem Iiindc am 
Fusse des Baumes sitzend, dabei Johannes und St. Anna.  
Eine heil. Familie mit einer Landschaft, Lvca P. bezeichnet, 
qu. fol.  Der trunkene Silen, von zwei Satyrn auf einer 
YVeinliufe gehalten, L. Penn R. in.  Eine Iireuzabneh- 
mung.  Amphitrite.  Ein Faun mit einem Satyr. der
        

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