Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766706
P3558, Slmßn de, auch Pns und Passaeus, Zeichner und Hu- 
pferstecher, Crispin des Aelteren Sohn, wurde um 1574 oder 1581, 
nach Einigen zu Utrecht, wahrscheinlicher zu Cöln geboren, und 
von seinem Vater unterrichtet. welchem er in der früheren Zeit 
seines Lebens bei seinen zahlreichen Arbeiten beistaild. Sein Stich 
ist glänzend nnil zierlich, mit sicherer Hund geführt, sei es, dass 
er den Grabstichel oder die Bntlirnadel handhaben musste. Seine 
geätzten Blätter wurden als besonders geistreich und pikant gepries 
sen. Simon de Passe begab sich vor 1613 nach England, und 
stach während eines zehnjährigen Aufenthaltes in London mehrere 
schöne Bildnisse der k. Familie und der vornehmsten Personen, 
besonders nach Hilliaril. Enllieh wurde er nach Cupßllihlgßß be- 
rufen, wo er sich 1026 bereits Serenis. Reg. lVIajest. Sculptor nennt. 
Er wurde damals auch der kvdäinischen Akademie einverleibt.  1m 
Matrikel heisst es: Inscriptus es Simon de Pas Coluniensis, con- 
fess. Luther. De Passe blieb jetzt bis an seinen Tod in Dänemark, 
der nicht lange nach 165,4 erfolgt seyil dürfte. Er stach die Bild. 
nisse der dänischen Iiöuige bis auf Christian IV., und jene von 
anderen Mitgliedern der k. Familie, und ansehnlicher Personen. 
1) Christian IV., König von Dänemark, 1629, trefflich gesto. 
eben, Oval, gr. fol. 
2) Christian II. von Braunschweig, nach P. Mnreelse, "fol. 
3) Jakob 1.„ König von England, fol. 
4) Anna, Königin von England, 1616, fbl. 
s) Maria Philippi 1v. Hisp. . . . sorur, 1622, 4. Schön und 
selten. 
Ö) Ernestus Mansveldi Comes 1625, lil. ful- 
7)  10) Die Bildnisse der Herzoge von Burgund, dritter Dy- 
nastie, Iiniestiicke, [l Blätter, ohne Namen des Malers: 
Johannes Valesins dictus intrepiilus; Philippus Valesius, cog- 
nomine audax; Pliilippns bunus, und Carolus pugnax, kl. 
ful. Diese Bildnisse sind selten. 
Naglefs Hünstler-Lex. Bd. XI.
        

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