Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1767261
Pellegrini , 
Pellegrino. 
vPellegrini, 
au-n 
Domenico. 
Tihaldi leitete in Mailand auch die Feierlichkeiten, welche bei 
dem Leichenbegängniss der Gemahlin Philipp II. "1531 statt fanden. 
Der Iiiinstler gab selbst die Beschreihunäl derselben heraus , M1- 
laiio 1531, 4. Im Jahre 1586 berief ihn hilipp II. nach Madrid, 
um den Plan zum Escurial zu entwerfen, einem nngchencrn Ge- 
bäude. Der Iiiinstlenx entledigte sich seines Auftrages mit allge- 
meinem Beifalle, und hinterliess auch ausserdem als Maler und 
Bildhauer rührnliche Werke in Spanien. Als ersterer verpflanzte 
er den Styl der römischen Schule in jenem Lande fort. Pater Si- 
guenea handelt in seiner Historia de 1a ordan de S. Geroniino, Ma- 
drid 1600  1, von diesem Künstler ausführlich, und spricht 
auch von den Ehren und Reichthiimern, womit ihn der Iiiiziig iiber- 
häuft hatte. Er machte ihn zum Marehese von Valsolda. Doch 
blieb der läliinstler nur-neun Jahre in Spanien; so gewaltig zog ihn 
die Heitnath an. Er kehrte wieder nach Mailand zurück, und 
starb da 1591, wie Zanotti und Bägllüllß am sichersten angeben, 
während Ticozzi 1600, Masitli u. a. 1606 ihn sterben lassen. Za- 
notti ibeschrieb das Leben des Iiiinstlers in Le pitture cli Pclle- 
grino Tibaldi. Venezia 1756. Diess sind die Malereien im Insti- 
tute, von A. Burati gestochen. 
In der florcntinischen Gallerie ist das Bildniss des Künstlers, 
welches C. Gregori gestochen hat. Ch, Alberti stach 1575 nach 
ihm den jungen Tobias vom Engel begleitet, kl. fol. 
Pellßgrlni, DOmÜUlCO, genannt Tibaldi, Zeichner, Maler, Ar- 
chitekt und Bupferstecher, der jüngere Bruder des Obigeu, wurde 
1511 zu Bologna geboren, und von Pellegrino Tibaldi,.den einige 
Domeniccis Vater nennen, unterrichtet. Die Malerei übte er we- 
nig, so dass ihn einige nur als Baumeister und Stecher nennen. 
Er baute in der Cathedrale zu Bologna eine Capelle, von" Vivelcher 
Clemens VIII. sagte, dass es in Rum keine schönere gebe, und 
 auch das Gebäude der Dogana ist sein Werk, wovon man eben- 
falls rühmte, dass es nicht seines Gleichen habe. Dann baute er 
daselbst die kleine Kirche der Madonna clel Berge auf der Mauer, 
 das Hauptpurtal des Hathhanses und den Pallast lllagnaiui, welchen 
Milizzia des grandiosen Styles und der Schönheit der Dimensio- 
 nen wegen riihxnt. Er sagt, desswegen erscheine das miissige Ge- 
hiiixde gross, und der ltleine Vorhof geräumig. Dann wird Pelle- 
grini ebenfalls zu den vorziigliehsten Stechern seiner Zeit gerßßh- 
net. Er war hierin der Meister des Agostiuo Cüvracci. Im Jahre 
1585 starb er und in St. Annunziata zu Bologna ist seine Bu- 
hestiitte.  
Bnrtsch. P. qr. XVIII. 10 6'. beschreibt neun Blätter; welche si- 
cher von diesein Künstler herrühren, es könnten aber noch meh- 
rercuaumlere existircn, frühere Producte, als jene, da man nicht 
auf einmal zu einer so vulllaulruneliexl Praktik gelangt, wie in sei- 
nen Blättern sich Offüllbüfüli. Bartsch glaubt, dass unier den zahl- 
reichen anonymen Blättern jener Zeit auch einige von unserm liiiust- 
ler seyn dürften. lvhnlvasia sagt auch, Tibaldi habe nur wenige 
Blätter mit seinem Namen bezeichnet, er nennt ahexidie unbezeich- 
neten nicht. Dann bemerkt lllahvaeia, dass Pellegrini erst durch 
ßfgustixu: Carracci als Stecher in Ruf gelaomnäexm sei. Es hatten 
51011 beide Künstler zu diesem Zwecke vcreiuiget, und Agustilno 
11mm für ihn viele Bliitkrrr gestochen, durch deren Absatz dem Ti-A 
bilhli bedeutende pccuniäire Mittel zuflussen. . 
1) Die heilige Jungtrau mit dem liimle in den Armen in einem
        

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