Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772399
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Poussin , 
Chmde. 
- Poussin , 
Caspar. 
Tassaer-t, P., ein Eacchana]. 
Valle, 5., einige Landschaften. 
MValIef, G., die Anbetung der Könige. 
Veriui, 6., Nlencur überbringt den Bacchus den Nymphen 
 zur Erziehung. 
Voe-t, A.; die heil. Familie. Johannes steht und spricht mit 
dem Rinde. 
Vol-pato, G., der berühmte Iiindermord in Florenz.  Das 
Qyfer Noah's, aus dem Pallaste Corsini.  
 
Aiqdiege Blätter reihen wir eine Badirung, welche Weigel dem 
N. Poussin beilegt. ' 
 1) Fünf Kinder, welche am Eingange eines Waldes spielen. 
Das Gemälde besitzt Lord Grusvenur, fol. Es gibt eine ver- 
  kleinerte Copie, 
Poussln, Claude, Bildhauer aus Lothringen, bildete sich in Italien, 
um] Iliess sich dann in Paris nieder, wu er um 1650 in die Akade- 
mie aufgenommen wurde, und noch um 1670 arbeitete. Er führte 
 für die leönigl. Schlösser mehrere Werke aus. S. Tholnnssin hat 
nach ihm gestochen, iür dessen bekanntes Werk über Versailles etc. 
"Pülwsln, Caßpilr, Landschaftsmaler, der Schüler und Schwager 
des Obigen, heisst C. Dughet, ist aber noch mehr unter dem von 
seinem "Meister angenommenen Namen Poussin bekannt. Im All- 
 gemeinen zeigt er auch dieselbe Richtung auf eine bedeutsame Auf- 
fassung der Form, und in seinen früheren Werken schliesst er sich 
i mit ziemlicher Entschiedenheit an die Art und Weise seines Leh- 
rers arnEsipäter jedbelhl wusste er mit) deärselberi zugleich hervorste- 
chende wenthiimliciteiten zu ver in en. .s ist nach Ieiueler 
(Gesch. d-. II. 220) das Leben und Wirken der Luft, der schaf- 
fende, ernährende Athem der Natur,  das, was man leigentlich 
das Leben der Landschaft nennen durfte, was in seinen Werken 
zuerst mit bedeutender Entschiedenheit hervortritt. So mildert sich 
" in den Gemäldem seiner späteren Zeit der strengere Ernst seines 
 Meisters in wohlthuender Weise; eine schönere Wärme erfüllt 
  seine Landschaften, Laub und Gewächse erfreuen sich einer grüs- 
seren Siiftigkcit und Frische; heitere, (luftige Fernen ziehen den 
Blick des Beschauers ins Weite; das Ganze hat, bei aller Griisse 
  derCoihpnsition, die insgemein den Styl des Heroischen beibehält, 
doch einen heiteren, freien Charakter. Seine eirenthiiniliche Rich- 
 tuhg auf "die Darstellung der Luftwirkungen äässert-sich nament- 
  lieh auch ein verschiedenen Stuirnlandschaften, die er ebenso mit 
grosser Meisterschaft zu behandeln wusste und darin er vornehm- 
  lieh einen grossen Ruhm erlangt hat. C. Poussin, sagt Waagen 
(Kunst etc. I. 215) erscheint gerade da am grüssten, wo er uns 
die: Elemente im gewaltigslen Aufruhr zeigt, wie der Sturm über 
 vdas Land einherfiihrt, aus dunklen Wolken Blitze die Liifteidurch- 
zucken und Mensch und Thier ängstlich einen Schlupfwinkel su- 
 wehen. Aber auch, fährt Waagen fort, wenn die Natur in Ruhe 
dargestellt ist,'so erzeugt der bewölktc Himmel mit einzelnen ein- 
fallenden Liehtern, die dunklen Massen der Wälder eine mclany 
cholische "Stimmung, welche mdwiss immer schön und wuhlthiitig, 
öfter'hei der Grossartig eit der inien von der erhabensten Art 
ist. Kein Meister hat es namentlich verstanden, die Mittelgriinde 
aufYeine so bedeutende Weise zu behandeln, und besonders die 
Linien seiner Fernen damit so malerisch zu durchschneiden, wie
        

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