Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772106
Potter , Pan]. 
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aber auf letzteren eingewirkt zu haben, so wie denn auch solche 
öfter für Potter genommen wurden. Man weiss auch, dass der 
junge Potter schon mit vierzehn Jahren den Vater übertroffen habe, 
und dieses mag wohl die Ursache seyn, warum letzterer immer 
nur als mittelinässiger Maler bezeichnet wird, was gerade nicht 
der Fall ist. Allein man muss nur bedenken, dass wohl nicht leicht 
ein zweites Beispiel in der Geschichte der Malerei zu finden ist, 
wo ein Jüngling von 14  15 Jahren sich in der Bunst so sehr 
ausgezeichnet hat, dass seine Werke jenen der berühmtesten Meister 
seiner Art gleichgestellt werden lmiintcn. Dies sind diejenigen, 
bei welchen die Darstellung der Heerden überwiegend gegen die 
Darstellung der menschlichen Figuren hervurtritt. Dazu gehiiren 
zunächst Juli. Heinrich Roos, Rosa di Tivoli, Jan v. d. Meer ]iin. 
und der berühmteste von allen ist Paulus flotter. Aber wenn bei 
den anderen genannten Meistern das Ganze IHSgCIDGIDÖ immer noch 
im Charakter landschaftlicher Darstellung gehalten ist, so ver- 
schwindet bei ihui das eigentliche itlyllßtlmäiiSlgß Element ganz. 
Die Landschaft ist schlicht im nordischen Charaktere, undfihrie 
eine besondere gemüthliche Stimmung auszusprechen. Hierin ist 
er nicht ausgezeichnet; seine Grunde sind flach unrl_sein Baum- 
schlag ängstlich. Auch Menschen und Vieh_sind bei ihm nur gin 
Abbild heimisch ländlicher Zustände, aber die vollkommenste lNa- 
tnrnactiahmung, welche Potter in _der Darstellung der verschiede- 
nexi Gattungen des Vielis, ihrer Bildung, Bewegung, (1)65 H] der 
sclnviei-igsien Stellung u. dgl. erreicht hat, gibt ihm eine eigen. 
thüinliche Stellung unter den liollandisclien Iiunstlern. In seinen 
Werken unterscheidet man aber zwei lPei-ioden. In den Bildern 
der früheren Zeit, die er ohngefiilir bis zu seinem vierundzivan- 
zigsten Jahre gemalt hat, herrscht eine gewisse Trockenheit, eine 
gewisse Härte in den Formen, und der Hauptton ist halt. Spatler 
verband er plastische Bestimmtheit (lßl; Formen mitNWßIChßi 99 l" 
des Inipasto mit grosser Wärme und Ixlarlieit der Farrbung. Diese 
Ai-i; der ßapstellung verschaffte aber damals noch nicht ]enes An- 
sehen, welches ein Historieii- oder Genrßmalßr bßSaSf, 11ml S? 
wollte der Architekt Ballienenrlc im Haag, Wo Polier lallgflf? Zelt 
lebte, einem blosscn Tliiermiilßvi als Welcllell e" llllselilgullullsge" 
betrachtete, seine Tochter nicht zur Ehe geben. EnP ich gqcr 
überwand er dieses Vorurtheil, da er sah, dasss sälbst rlilflz _ T 
riz öfter die Werkstätte des hunstlers besuchte, nun Yolähabäl? Peb 
ten seine Arbeiteiibegelirt wurden. Allein (Fräse nnfäme sicäligleä: 
demguten Potter vielen Ixnmmer, denn seine Niflu n liebcnswä- 
der Untreue schuldig. Potter war dagegen am au" v0 .1 "b" 
digein Charakter, wie sein änlllßtlittllzfgiis 2235;; nglfßgfclflvgilgaä; 
geil Freunde und Ggnneml tillial und begab sich nach Amstzh 
erclrusslichlieiten wegen U?" 5'  9..   
    An diesem lruhen Tode war tlicil- 
dam, wo ei. im 29. Jalirestarh. m E rbeüete be_ 
weise auch die iibermässige fknstreflgl-lllg scllllzehtrelilgn" die er 
slällcllgi Selbst zur Nachtzeit Die elinzlge h diese!) iiiiternahm 
sich erlaubte, War ein Sllllzleläflllgl a er  F lhatte dazu ei 
er m", um Slludieii unil Entwulikiigu ililiiic Isiriliinstliiiieunden kamen: 
gelle Hefte: d"? sllätir lmn deiiilßllc mehrere Blätter radirt, die aber 
anti hat er zur_ riou g  f u Gemälden zu betrachten 
ebentalls als Studien und EUUVUT ß_ z l. { n Samlnlunu 
sind. Die Gemälde P0ttcr's werden in versßzlleieine h h P Pan 
lben wurden Spalte! zu o_ en reisen 
gelllllllcll)  liehäefre tdersitiisende Kuh kaufte der liaiser Alexan- 
giggeltgilillthusslizendeiilummläollooo Fr, Der Prinz Statthalter _bezahlte 
für den jungen Stier, jetzt im Haag, 20,000 ll' D" drel Ochse"
        

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