Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1772070
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Poterlet, 
Pothoven , 
Heinrich- 
Pßterlßt, H-y Maler zu Paris, ein jetzf lebender Künstler, und 
der Sohn eines Malers, hat sich durch Genrebilder einen Namen 
erworben. Ex- trat 1827 zuerst auf dem Salon auf. 
Den älteren Poterlet kennen wir nicht. 
Potglßsser, HÜlUTlCh, auch Pottgiesser geschrieben, Maler 
wwJnCÖln, ein geschickter Künstler, der aber wenig bekannt ist. 
 Er malte Historien und Genrebilder im Charakter des J. Jordaens, 
 mit lseckem Pinsel und kräftiger Färbung. Seine Bilder sind sel- 
ten, wenn sie nicht zuweilen dem Hemlrik Pot beigelegt werden, 
 da Potgiesser selbe ebenfalls mit H. P. oder dem abgeliiirzten Na- 
 men H". Put." bezeichnet haben sull. In der herzoglich Leuchten- 
ßbergßschen Gallerie zu München ist ein trcifliches Bild mit lebens- 
grossen Figuren, den Besuch Alexanders bei Diogenes vorstellend. 
Auch in der Gallerie zu Schleissheim ist ein Bild von ihm. In Ot- 
tens Sammlung zu Ilaisersvverth war ein Gemälde, welches eine 
ldrau mit dem tiiiacle an der Brust vorstellt. und den Mann, der 
 Isich jaininernd die Haare reibt. J. C. Hucli hat dieses Bild gesto- 
chen, unter dem Titel: Tlre gond Mnther. Die Lebenszeit dieses 
Iiiinstlers ist nicht genau bestimmt; Einige lassen ihn um 1690 arbei- 
ten, Andere, wie Brullint, riiclsen ihn bis 1641 hinauf, und verwech- 
seln ihn so oiieubar mit Heinrich Pot. Jedenfalls ist er früher, als 
1709 geboren. 
Püdleuk; Jean y Maler, der in der zweiten Ilälfte des 17. Jahrhun- 
derts in Leyden lebte, und wenig bekannt ist, obgleich er als Iiünst- 
ler Vurziigliches leistete. Im Pesthause zu Leydcn ist von ihm ein 
Gcnlälcle von 1658, welches" die Vorsteher jener Anstalt vorstellt. 
 Van Goul erwähnt dieses Meisters. Andervvärts erscheint ein Jan 
Pottey, der mit Putheuk kaum Eine Person ist. 
Püthlnüs; Bildhauer von Athen, ist durch eine Inschrift bekannt, 
welche der Purtraitstatne cles Nymphudutus in der Palästra zu 
Athen eingegraben war. Boeelsh Corp. inscr. gr. N0. 270, gibt 
(lieselbe: eiuövve 19'115: IToSeZvor . .  TETEAZ Srjmxro. Die beiden 
letzten Worte erklärt man dahin, dass Pothinos sein eigenes 
VVerk geweiht habe, und (lass dieses der Brauch gewesen, bestä- 
Wtiget; Welcher im ßunstblatte 1,827 N0. 85 durch ähnliche Beispiele. 
POIZlIOVOII, Heinrich, Maler, wurde 1725 zu Amsterdam gehorenv 
 und von F. de Bnlslser und Ph. van Dyck unterrichtet. Er malte 
 Genrebilder und Portrnite, und zeichnete sich besonders durch 
letztere ausr Er brachte verschiedene Beiwerlse an, malte Seide, 
Sammt, Spitzen, Teppiche u. a. sehr täuschend, wusste auch das 
Nackte gut darzustellen, und überhaupt die menschliche Figur gut 
zu zeichnen und zu malen. In Waagenat-"s Vaderlandsehe Historie 
sind mehrere Bildnisse nach ihm gestochen, theils nach eigenen 
Gemälden, theils nach Zeichnungen, die er nach Bildern anderer 
Meister machte. Houbraeken hat diese Bildnisse gestochen. Die 
Bildnisse von L. W. van Merken und seiner Gattin N. S. van 
Winter, dann jenes von S. Feitama, sind für deren Werke als 
ldtelkupfer gestochen. Pothoven arbeitete noch 1791. Damals 
malte er das Bildniss des Professors Dav. Ruhnlaenius, welches 
später H. Jonxis gestrichen hat. Auch J. Volkema und Vinlscles 
haben Bildnisse nach ihm gestochen. Ohiges Blatt kannte auch Ba- 
Sau; er nennt aber den Künstler irrig Hubert und einen Irländer.
        

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