Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1771947
Porta , 
-A Porta , 
della. 
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diesen Gegenstand gemalt, jetzt in der florentinischen Gal- 
lerie. 1  
4) Die Akademie der Wissenschaften, oder die Versammlung 
verschiedener Gelehrten, darunter auch einige Frauen, In 
der Mitte hält ein junger Mann den Himmelsglobus. Auf 
einer Tafel steht: Joseph Porta Grafagninus. Schö- 
ner Originalformschnitt, k]. fol. Die Gomposition legt Bartsch 
dem Francesco Salviati bei. Marco di Ravenna hat sie in 
Kupfer gestochen. In FiisslyÄs Supplementen wird dieser 
Stich dem G. Porta beigelegt. 
Fiissly nennt auch noch folgende zwei Blätter, mit dem Namen 
des Künstlers, und das erstere noch mit der Adresse F. Marcolini's 
versehen, bei welchem auch eben erwähnte erste Ausgabe des M. 
Vitruvius erschien.  
5) Der Gedankengarten.  
6) Ein Frauenbildniss. 
7) Papillon will ausser dem Bade der Bathseba noch 12 anderey 
Blätter gesehen haben: Propheten und Sibyllen; Psyche, die" 
den schlafenden Amor belauscht, und den Alchymisten in sei- 
nem Laboratorium. 
P0112), GIEICOIIIO della, Architekt von Porlez im Mailändischen, 
wollte in seiner Jugend ein Bildhauer werden, und begabvsich da- 
her zu Gobbo in die Lehre. In der Werkstätte dieses Meisters he- 
fasste er sich mit dem Modelliren und führte mehrere Basreliefs 
und Ornamente in Stucco aus, endlich aber verliess er den Mei- 
ster Gobbo, und widmete sieh unter Vignolzfs Leitung der Bau- 
kunst. Dieses galt damals für eine gute Empfehlung, da Vignola 
als classisch betrachtet wurde, und Porta sah sich in der Folge 
ebenfalls vorgezogen. Man verehrte ihn in Rom als einen der 
grossten Architekten Italiens, und_ so sind daselbst viele Palläste 
und Kirchen unmittelbar unter seiner Leitung entstanden, oder 
nach seinen Plänen von anderen Künstlern errichtet. Er baute die 
Kirche. al Giesu, diese nach Vignola's Plan,.und dann die Grego- 
rianische Capelle, auf welche Gregor XIII. 80,000 Thaler verwen- 
dete, die aber mit Zierden überladen ist, so wie sich denn della 
Portmiiherhaupt von dem guten Geschmacke in der Architektur 
schon ziemlich entfernt hatte. Für sehr schön hält man die kleine 
Birche der Griechen. Sein Werk ist auch die Iiirche Madonna 
de Monte, St. Catharina, die Capelle Scala del Cielo und die Ca- 
pelle S. Paolo alle tre Fontane. Die Kirche der Florentiner in 
der Strada Giulia rührt nur theilweise von ihin her, und an S. Pie- 
tro in Vincoliä, so wie an der Kirche St. Ludwig der Franzosen 
führte er die l-Iaupgfägaden auf. Ein Hauptunternehmen Giacomo 
della Porta's, in Verbindung mit Dom. Fontana, ist die Vollen- 
dung der Kuppel der St. Peterskirche nach Miche] Angela's Plan, 
Dieser wurde im Ganzen wenig geändert, die Form nur etwas elip- 
tischer gemacht. tIni Jahre 1590 war der Dom vollendet, nachdem 
unter Porta 22 Monate hindurch iverlstäglich 600 Menschen thätig 
gewesen waren. Porta wurde schon 1575 YOII Gregor XIII. zum 
Baumeister des St. Peters ernannt, unter diesem Papste baute er 
aber nur die Gregoriana. Sixtus V. liess das Gewölbe der Pe- 
terskirche sclhliessen. Dann vollendete er nach Buonarottfs Plan 
den Bau des Capitols, an welchem auch Vignola Theil ge- 
nommen hatte. Er baute da die majestätische Stiege, die dahin 
führt, und die Ballustrade , welche die Bildsäulen von Castor und 
Pollux trägt. Dann vollendete er die letzte Etage des Pallastes
        

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