Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1771501
Polygnotus. 
Q1 
Pomardi , 
481 
Werke nusschliesslich auf Holz, Inder auch auf der Wand ausge. 
ifiihrt haben. In Frankreich erschienen daruber zwei Werke, 0;. 
nes von M. Letrunne, das andere von M. Rnoul-Roehette, die 
beide in Widerspruch geriethen. Der letztere behauptet nämlich 
(Peintures antiques inöclites. Paris 1856), es gebe in der blühend- 
sten Periode gar kein Beispiel von historischen Gemälden auf der 
Wand, und so sollte denn auch Polygnot immer auf Tafeln gemalt 
haben. Die Gemälde dieses Meisters aus der Pueliile nimmt Raonl 
neben andern als Beweis für sich, weilniimlich der Bischof Syne- 
siuS, der 502 nach Athen reiste, im 54. und 155. Briefe sagt, 
dass der Proconsul die Tafeln Polygnofs aus jener Halle weggenom- 
men habe. Auch im Tempel des Theseus sollen von Polygnot und 
lVlicon Tafeln gewesen seyn (was indessen aus alten Schriftstellern 
nicht bewiesen werden kann. Neuere, wie Thiersch u. A., glauben 
im Gegentheile, dass jene Gemälde auf Stuclsbewurf ausgeführt ge- 
wesen seycn.) 
Der obigen Meinung widerspricht Letronne, wenn er behauptet, 
(Lettres diun antiquairc a un artistc. Paris 1855), die Alten hätten 
immer auf die Wand gemalt. Beide Schriststeller gehen in ihrer 
Behauptung zu weit, denn die oben genannten Gemälde des Polyg- 
not müssen auf Holz gemalt gewesen seyn, und dass in anderer 
Hinsicht auch Ilaoul-Hochette Unrecht hat, beweisen z. B. die 
Worte des Plinius. der von den Bildern in Thespiii sagt: Pinxit 
(Pausias) et ipse penicello parietes Thespiis, cum refieerentur quon- 
dam a Polygnoto pieti. Hier ist deutlich von Wandgemälden die 
Rede, und so lässt sich wenigstens von Polygnot behaupten, dass 
er bald auf Tafeln, bald auf die Wand gemalt habe. Auch von 
encaustischen Bildern spricht Plinius. Ueber die beiden französi- 
schen Werbe s. die Recension im Iiunstblatte 1837 N0. 56 ff. 
PQIYSIPMIIS a Bildhauer , 
Statue des Phalaris bei. 
dessen Tatian 
erwähnt. 
Er 
eine 
legt ihm 
Polytimos, Edclstcinschneider, ein liünmstler des grieqhischen Alter- 
, thums, wird von Villoison erwähnt, Mem. de PInstxtut de Francg 
II. 112. 
POlZOIIC, SCIPIO, Maler, geboren zu Gaeta 1556. gestorben zu 
Rom 159i. Die Anfangsgründe der Kunst erlernte er zu Neapel 
und hierauf unterrichtete ihn der Florentiner J. del Conte in der 
Malerei- In Rom nxalte er für Ilirchen, grösseren Ruf erwarben 
ihm aber seine Bildnisse. Er malte Gregor X111, Sixtus V., alle 
Cardinäle, und viele Herren und Damen Roms. Auch Don Juan 
dükuätria liess sich von ihm malen. 
Im Jahre 1589 berief ihn der Grossherzog Ferdinand nach Flo. 
renz, um sein und seiner Gemahlin Bildniss zu malen. Seine Ge- 
mälde sind sehr vollendet, Haar und Gewandung mit grosser Leich- 
tigkeit behandelt. Man zählte ihn zu den bestkezrßildnissmalern 
seiner Zeit. 
Pomerance , 
dalle , 
und Roncalli. 
s. Cfrcignani 
Pomüfd, IChBV. de, Kuimstliebhaber, soll nach Basan um 1764 
nach Oudry u. a. Landschaften und Blumen gestochen haben. 
Pßmardi, 8-, Malerund. Radirer, der um 1665 in Italien arbeitete. 
Ära 
81er 
vs 
Künstler  Lex. 
31
        

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