Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1771461
Polycletus. 
Polyclorns. 
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derHera verfertigte, sondernivon dem Polyclet aus Argoshder sich 
in Naueydes Schule gebildet hatte._ Eine andere Stätue, welche 
nach Hirt mit Sicherheit diesem" Künstler zuzueignen ist, ist jene 
des Antipater von Milet, eines Zeitgenossen des Tyrannen Diony- 
sius. Dieser Antipater besiegte die Jünglinge im Fausthampfe, 
Dann werden auch noch mehrere Statuen von olympischen Siegern 
genannt, die theiliveise vielleicht ebenfalls diesem Iiünstler ange- 
hören, wie jene des Cyniscus von Mantinea, des Mänaliers Xeno- 
C165. des Tersibchus und des Aristion. Unter den Götterbildern 
scheint ihm die marmorno Statue des Jupiter Melichius zu Argos 
anzugehören; vielleicht auch die Hecate, die man xiach Pausanias 
ebenfalls zu Argus sah, und die Statue des Alcibiades, welche Dio 
Chrysostomus in verstüxnmeltem Zustande noch sah. Pausanias 
nennt auch einen Dreifuss, welchen Polyclet für Lysander aus der 
Beute von Aegos Potanxos als Weihgeschenls für Amyelae fertigte. 
Der liünstler zierte diesen Dreifuss mit der Statue der Amycläischen 
Venus. Einen zweiten Dreifuss fertigte Aristander von Bares, 
Der vierte Künstler dieses Namens war aus Thasos", und lebte zur 
Zeit des macedunischen Königs Perses, und einen fünften finden wir 
bei Bracci tab. Q6. unter den Edelsteinschneiclern, welchen aber 
Stosch mit dem berühmten Bildhauer für Eine Person hält. S. Lei- 
v_ezow über den Raub des Palladium S. 51 ff. Der Stein, ein Sar- 
donix, stellt den Raub des Palladium durch-Diomedes vor. Im 
Ilorentinischen Museum ist ein die Leyer spielender Amor. Gems 
mae antiq. II. 1.  
Die Hauptquellcn, aus welchen dieser Artikel geschöpft ist, sind 
die bereits genannten Werke von Thiersch und O. Müller, Hirfs 
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten, Sch0rn's Studien 
der griechischen Künstler und Sillig's Cat. Artif. Viele Notizen 
finden sich auch in Böttigerß Andeutungen. 
Namen ein Stein 
110.4 THPAIHZ 
POIYCTQIIGS, Edelsteinschneider, dessen 
und Psyche trägt. Man liest darauf: 
POIXCHIIGS? ßildhaucgn. dessen Leibenszeit und Vaterland unbekannt; 
smd. Plxmus zählt xhn unter dlejenigen Künstler, welche Statuen 
von Athleten, Bewaffneten, Jägern und Opfernden fertigten. 
Pßlyrlectes, Bildhauer, der im ersten Jahrhunderte nach Christus 
in Rom lebte. Pliuius nennt ihn in der Reihe (lßrjenigen Künstler, 
welche die Palläste der Kaiser auf dem Pnlfatlum mit Bildsäulen 
der ausgesuchtesten Kunst (probatissimis signlS) angefüllt haben. 
POIYÖOPUS, Bildhauer von Rhodusl, eiii berühmter Künstler, dessen 
wir schon im Artikel des Agesander genannt haben, da er mit die- 
sem Meister und mit Athenedor, dem Sohne des ersteren, ein 
Wunder der Kunst hervorrief, die Gruppe des Luolioon. Plinius 
nennt diese drei Bhodier als Verfertiger jener berühmten Gruppe, 
welche sie nach Plinius „cle consilii sententia" näch gemeinsamen 
Plänen ausführten, und zwar unter der Regierung des Tilus, wel. 
eher den Laolmon in seinem Pallaste auf dem Esquilin aufstellte, 
worauf man die Steile des Plinius: qui est in Titi Imp. domo, 
bezieht. O. Müller nennt diesen Lnokoon ein Wunder der Iiunst 
in Betracht des feinen un_d edlen Geschmacks in der Lösung einer 
so schwierigen Aufgabe, und der tiefen Wissenschaft in der Aus.
        

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