Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1771416
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Polo, 
Diego 
Polycles. 
der für den Escurial, und Bildnisse alter spanischer Könige für 
den König]. Pallast in Madrid. Seine Werke sind nach Palumino 
in Zeichnung und Färbung lobenswerth. Starb 11m 1600 im 40. 
Jahre.  
POlO, DIGgO dl, der jüngere dieses Namens, aus Alt-Castilien ge- 
biirtig, erlernte die Malerei unter Lanchares, verdankte aber siwä- 
 ter noch 'mehr dem Studium der Werke Titian's, die er im Escu- 
rial und in den königl. Palliisten zu Madrid fänd. Besonderen 
Ruf hatte er als Colorist, so wie denn auch in der Anordnung 
seine Bilder schützbar sind. Als eines seiner Hauptbilder erklärte 
man die Taufe des Johannes in Cnrmen Calzado zu Madrid, und 
die Verkündigung Mariii in der Huppel von St. Maria duselbst. 
Diese Werke rühmte selbst Vclasquez.  
Dieser Iiiinstlcr starb zu Madrid 1655 im 56. Jahre. 
F010, BBPDEIPClO di, Blumenmaler, bliihte in der zweiten Hälfte 
des 17. Jahrhunderts. Seine Frucht- und Blumenstücke sind mit 
allem Glnnze und Frische der Natur gemalt, aber nicht zahlreich, 
wesswegei] man sie nur in reichen Sammlungen traf. 
Polonius oder Polonicr, Thomas, Maler, rleggei] Dürer in 
seinem Tugbuche erwähnt. Er soll Rafaehs Schiller und ein guter 
Maler gewesen seyn, dessen Bildniss Diirer in Antwerpen zeich- 
nete. welches jetzt J. Heller in Bamberg besitzt. Polonius nahm 
auch Diircr's Bildniss mit sich nach Italien, so wie die [iupfersti- 
ehe des letzteren. 
 Man weiss nicht, wer dieser Polonius eigentlich gewesen. 
Polster, JTJhaUIl, Bildschnitzler zuNiirnberg, fertigte schöne lsleine 
Figuren von Holz. Starb 1575. 
Polvcrmo, Bßmllüldü , Maler von Neapel, war Solimena's Schii- 
ler, und glücklicher Nachahmer. Der Meister überarbeitete seine 
Werke, und gab sie für seine eigene Arbeit hin. Starb 1751 im 
30. Jahre. 
Pol-ycharmus. Bildhauer, dessen Plinius erwähnt, ohne Vaterland 
und Lebenszeit zu bestimmen" Nach der gewöhnlichen Lesart bei 
Plinius soll er eine sich waschentle Venus und einen stehenden 
Diiclalus (Venerem lavantem sese, Daedalum stantem) gelertiget ha- 
ben. Diese Lesart Slrellßt Slllig (Cat. art. p- 558) an, und glaubt, 
es soll l1eisen:_Vene_rern lavantem se, sccl et aliam stnntem Poly- 
charmus (fecit), cla es lllm nicht möglich sehemt, (lass der liünsller ei- 
nen stehenden Däidalus gefertiget habe. Und so hiittcn wir denn von 
Polyeharmug eine im Bmle lianerncle unfl eine Stehende Aphrodite. 
Bildcr dieser Ar: wiederholen sich. DIE laauernrle Venus (V. la- 
vans se), vielleicht naßll Polycharmuä, ist am schönsten im Mus. 
Plo-Clcmcnt. I. 10. Eine andere ist im französischen Museum, 
Clarac 698. 
POlyCiBS, Bildhauer, Zwei Künstler dieses Namens, wovon der eine 
nach Pliuius Ol. 102  der andere Ol. 160 lebte. Die Nachrichten 
über diese beiden Künstler sind in den alten Schriftstellern sehr 
unbestimmt und ungßnugend, so dass es schwer wird, zu scheiden, 
was jedem angehört. Die Archäologen sind hierüber auchuicht 
gleicher Ansicht, Indem Einige, wie Müller u. a. einen älteren und
        

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