Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1771364
Pollajuolo, 
Antonio 
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mismatiquo, Med. des Papes pl. 3. N0. 5. Ueber {eine zweite auf 
denselben Papst, und eine auf_Sixtus V., beide in Göthtfs Samm- 
lung, vergl. Jen. Allg. Lit. Zelt. 1800. S. VllI. Eine ltfledaiue mit 
dem Brustbilde Sixtus IV., einer nackten weiblichen Figur (Cunstan. 
tia) und gefangenen Türken, hat die Jahrzahl MCCCCLXXXL 
Am Schlusse erwiihnt dann Vasari noch einiger Zeichnungen 1,11 
Stickereien auf drei Dalmatiken, ein Messgen-and und ein Diaku. 
nenkleid, mit Begebenheiten aus dem Leben des heil. Jüllanxxes 
statt der Einfassung und Zierath, von Paolo aus Verona kunstreich 
gestickt. Die gestickten Figurenbilder dieser Paramente sieht man 
jetzt im Heliquienschranls der Sakristei von S. Giovanni zu Florenz 
in Rahmen unter Glas. 
Die Brüder Pollajuoli starben kurz nacheinander im Jahre 1498 
zu Rom, Antonio im 72. Jahre, Pietro 65 Jahre alt. Ihre Ver- 
wandten liessen sie in S. Peter in Vincoli beisetzen, und in zwei 
Runden in Marmor abbilden. Ueber dem Grabmale befindet sich 
ein Frescogemälde von Antonio. 
Hupferstiche. 
A. Pullajuolo ist einer der ältesten Iiupfersteeher und Nielleure 
Italiens, der diese Iiunst von M. Finiguerra entweder erlernt, oder 
wenigstens nach dem Beispiele desselben sich darin versucht hat. 
Vasari nennt nur die Schlacht von lauter nackten Gestalten, mit 
einer Iiette umschlossen, wubeiier das unter dem Namen ,.les gla- 
diateurs" bekannte Blatt im Sinne hat, welches aber keine Kette zeigt. 
Ausserdem sagt Vasari nur noch, dass Pollajuolo noch mehrere 
andere Hupferstiche ausgeführt habe, die alle weit besser seien, 
als jene friiherer Meister. Gori schreibt ihm mit Unrecht einen 
Thcil der Stiche zu, welche die Ausgabe der göttlichen (Jomödie 
des Dante zieren, welche 1481 zu Florenz erschien. Man erkennt diese 
Blätter als Arbeit des Baccio Baldini und Alessandro Butticelli. 
Bartsch P. gr. XIII. p. 205 ff. beschreibt drei liupferstiche von die- 
sem Meister, die alle äusserst selten sind. . 
1) Herkules im Kampfe mit Antiins, den der Alcide mit bei- 
den Armen um die Lenden gefasst hat. Er dreht mit geöffnetem 
Munde den I'iopt' nach links, und die rechte Hand Stammt 
er gegen die Schulter des (Segners. Der Grund ist SCllWafZ, 
bis auf einen Thcil zur Linken. Dieses Blatt ist oben ab- 
gerundet, ohne Namen und Zeichen. Durchmesser der Höhe 
  
2) Die Gladiateren, zehn nackte lllliinner, die nn Walde fech- 
ten. Ohen links eine Äfafel mit: Opvs Antunii Pol- 
laioliFlorentini. H. 14 Z.9L-. BP- 22 Z.  
5) Herkules im Bampfe mit den Riesen, ersterer fast in Mitte 
des Blattes mit dem Schwerte an der Scllß. an dessen Scheide 
der Name Hercules steht. Er kämpft mit dem Beile gegen 
die Riesen, welche mit Bogen, Dolchen und Schwertern be- 
waffnet sind. In der Mitte unten steht: Quumodo. Her- 
cules. Percussit. EtJVicit. Duodecim. Gigantes. 
Dieses Blatt ist ohne Namen, und hat weniger Verdienst als das 
Obige. Im k. k. Cabinet zu Wien ist ein Abdruck ohne alle 
Schrift, n. 1;, z, g  Br. 20 z. 6 L-   
4) Die lVIarter des heil. Lorenz, dieselbe Cßlllposition, Welche 
Marc Anton nach B. Bandinelli gestochen hat, Unten in 
der rechten Ecke ist der Buchstabe P., fNas nach Duchesne 
 (Essai sur les Nielles p. 199) eher _Polla)uolr_i als Peregrini 
bedeuten dürfte. Im Cabinet Malaspma war ein Abdruck von 
diesem Niello, H. 2 Z. 6 L., Br. 5 Z. Ö 130.!
        

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