Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1771063
Poehm , 
Martin. 
Poelenburg , 
Cornelis. 
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sieht bekommen und Tag und Nacht studirt hatte, reifgg der Eng. 
ßChluSS, in dißSßru Fache die möglichste Ausbildung sich zu ver- 
schaffen. Von dieser Zeit an,  nun auch im Dienste seines Für- 
sten, den er häulig auflagtlen begleitete - schnitzte er zahlreiche 
kleine Thicr- und Jagdstücl-ae, die ihrer grossen Naturwahrheit 
wegen in den berühmtesten CalJinettc-n aufbewahrt wurden. Dann 
schnitzte er auch eine menschliche Figur von Lindenholz, Horn 
oder Bein, die in mehreren Exemplaren von 6  7 Zoll Höhe 
vorkommt, verschiedene Vögel, Schmetterlinge von Holz und nach 
der Natur gemalt, verschiedene Insekten etc. Er hatte auch ein 
Werk ausgearbeitet, WßlChßS 4-2 Stellungen des Hirsches enthält. 
Nach dem Tode seines guten Fürsten lebte Poehler  auch 
Pöhlnlann genannt  ganz abgeschieden in Arnstaclt, obgleich er 
einen Ruf ins Ausland und an den Dresdner Hof erhalten hatte. 
Im Jahre 1784 oder 1786 starb er. In McusePs Mus. X. 195  219 
ist ein weitläufiger Aufsatz über diesen Nlann. 
'P08l'lm, Martin, Iiupferstecher, von dessen Existenz Christ-(Mo- 
nogranlmcxl-Lexicon) wissen will. Er erklärt eln altes, aus PM be- 
stehendes Monogramm auf einen solchen Künstler, was der Be- 
stiitigung bedarf. 
POBl, Eghert van der, Maler von Rutterdam, ist, obgleich ein 
Iiünstlex- von Bedeutung, nach seinen Lebensverhältnissen unbe- 
kannt. Er malte ländliche VVohnungen, liiichenstiiche, Marincn 
und Landschaften bei Tag" und Mundbeleuchtxmg, Ansichten von 
Dörfern im Abcndsonnenlicht, und besonders Feuersbriinste. Seine 
VVerke sind indessen nicht alle von gleichem Werthe, da er mench- 
mal in der Zeichnung mit Unachtsamkeit verfuhr. Seine Composi- 
tionen sind aber wohlgefällig, und selbst unbedeutenden Dingen 
wusste er durch glückliche Anordnung eine interessante Seite ab- 
zugewinnen. Grosse Meisterschaft entwickelte er in der Beleuch- 
tung seiner Gegenstände, und er ist hierin oft wahrer im Ton, als 
A. v. Ostade. Seine Färbung ist warm und kräftig. und sein Vor- 
trag frei und geistreich. Am berühmtesten machten ihn seine 
Feuersbrünste, mit allem ängstlichen Getümmel und allen Schreck- 
nissen solcher Vorfälle. Im Jahre 1651i malte er den Brand von 
DelFft, und so war der Künstler bis II] die achtziger Jahre thätig. 
Seine Werke findet man in den ansehnlichsten Cabinetten und 
Gallerien. W. F. Schlottcrbeck stach nach ihm ein brennendes 
XDOPf bei Nacht, während die Soldaten plündern, ein vorzügliches 
Eflektblatt in Aquatinta. Chataigner radirte eine unter dem Namen: 
La ferme bekannte Landschaft, und Niquet vollendete das Blatt. 
P9919 Albert: Hupferstecher, der in der ersten Hälfte des 17- Jahr- 
hunderts arbeitete, aber nach seinen Lebensverhältnissen ebenfalls 
unbekannt ist. Ex- ist mit Obigem, der manchmal auch Albert genannt 
wird, kaum Eine Person, etwas älter. 
1) Die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Schoosse, vor 
ihr links St. Joseph mit einer Fackel, nach A. Elsheimer. 
A. 11'081 fecit, qu. ful. 
Poelenburg, 001719115, Maler, genannt Brusco oder Satyro, wurde 
1586 zu Utrecht geboren, und von A. Bloemnert unterrichtet. Er 
reiste jung nach Italien, wo er A. Elsheilner xiachalxxilte, aber eine: 
grösseren Glückes sich erfreute, als jener Meister. In Rom studirte 
er Rafaefs Werke, was aus seinen Gexuiilden gerade nicht hervor-
        

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