Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1771010
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Jakob. 
Pock, 
Pocoek , 
Nicholas. 
PÜCka JakÜb y Bildhauer von Constanz, der Bruder der beiden vor- 
hergehenden Biinstler, arbeitete ebenfalls in Wien, schon 105g. 
Damals liess der Bischof Graf von Breuner den Elochaltai- des St. 
Stephansdomes fertigen, der in Hinsicht des Stoffes und der kost- 
spieligen Arbeit prächtig zu nennen ist, im Ganzen aber ein Bei- 
spiel verlsehrter Anwendung bleiben wird. Die architektonische Be- 
kleidung aus schwarzem und weisseln Marmor kann den Eindruck, 
als sei sie aus Holz geschnitzt, kaum entgehen, und die eilf Sta- 
tuen von weissem Marmor, zum Theil in colossaler Grösse, erhe- 
ben sich nicht über die Mittelmässiglieit. Vgl. Sandrart I. 523 uni 
von Hormayfs Beschreibung von Wien II. 1 S. 75. Das Tuclesjallr 
des Iiiinstlers ist unsers Wissens nirgends angegeben. In Wien 
könnte man's erfahren, denn Pock wurde bei den Schotten begraben. 
P0019 oder Poch, Johann, Maler aus Tirol, bildete sich auf 
der Akademie der Künste in Mailand zum Historienmaler, und 
hatte da schon 1824 in der historischen Composition Gutes gelei- 
stet. Er malte damals den Judas, der durch einen Iiuss den Herrn 
und Meister verräth. Ein anderes gutes Bild ist jenes der heil. 
Rosa, auf dem glänzenden Grunde reiner Glorie, 1827 genlall. 
Etwas später ist jenes Bild, welches die Herzogin Luisa von Gua- 
stalla vorstellt, wie sie ihre Pfleglinge der heil. Jungfrau weiht. 
Dann malte Pocls auch Geurebilder, so wie Bildnisse. Im Jahre 
1828 wurde er Mitglied der Akademie zu Parma.  
Pocltssperger , Melchlor, aurh Bocksberger geschrieben, 1m- 
ler, der im 16. Jahrhunderte zu München lebte. Die Nachrichten 
über diesen Iiiinstler waren früher so dürftig. dass wir im Artikel 
des Hans Bocksperger über die Existenz desselben einen Zweifel 
aussprechen zu dürfen glaubten. Spätere Forschungen belehrten 
uns indessen eines Besseren, denn wir fanden in früher unbenutz- 
ten Papieren der Münchner Malerzunft wirklich eines Melchior 
Bnclasbergers oder Pochsspergers erwähnt. Einmal heisst es, dass 
M. Bochsberger 1559 sechs Reichsthaler Meistergeld bezahlt habe, 
1560 nahm er (Pockssperger geschrieben) den Christoph Schwarz 
in clie Lehre. und 1569 ist er als Meister des Hans Zollner einge- 
tragen. Nach einer Notiz aus Regensburg dürfte der Künstler in der 
letztem Zeit auch in Regensburg gearbeitet haben, und daselbst 
158g gestorben seyn; allein wir vermuthen eine Verwechslung mit 
Hans Bochsberger. Im Jahre 1574 soll Melchior Pochsberger das 
Rathhaus von aussen, 1575 den Bischotshof und 1537-- d_as VVaag- 
haus gemalt haben. An den beiden ersten_Gebäuden sind noch 
Ueberreste alter Gemälde zu sehen, aber es ist ungewiss, ob von 
Pocksberger. 
POCkSSPGPgBP, s. auch Bocksberger und Melchior Peterle. Unter 
letzterem Artikel ist ein seltenes Holzschnittwerk angezeigt, welches 
wir zur Zeit, als der Druck an die Bocksberger kam, noch nicht 
kannten. 
Poco 
8 
Buono, 
x 
s. Nanni. 
POCOGR, NICIIOIGS, Zeichner und Maler, wurde um 1765 in Eng- 
land ggbgren, und zu London m _der Kunst unterwiesen, wo er 
zu Anfang unsers Jahrhunderts bereits den Huf eines vorzüglichen 
Seemnlers hatte. Er unternahm zu diesem Behufe mehrere Reisen 
zur See, besonders um merkwürdige Siege und andere glänzende
        

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