Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1770784
Planer, 
Ignaz. 
Platzer , 
Joseph. 
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noch die Festigkeit der Hand nachliess, musste er durch eine M3- 
_schine dieHand etwas fester machen. Die Gemälde, welche er in 
dieser Lage ausfiihrte, sehen gleichsam gedupft aus. Im National- 
museum zu Innsbruck sind zwei" solcher Bilder. Im Jahre 1755 
kehrte Platzer ins Vaterland zuruck, und starb zu Eppan 1707, 
Die Angaben bei Fiissly sind grösstentheils unrichtig. 
Platzer, Ignßz, Bildhauer, wurde 1717 zu Pilsen geboren, und 
nachdem er da etliche Jahre gearbeitet hatte, begab er sich nach 
Prag, wo sich sein Ruf weithin verbreitete. Er zierte Kirchen und 
Palläste mit Statuen und anderen Bildwerken, wie die k. k. Burg 
in Prag, den Pallast Picolonxini und die erzbischöfliche Residenz 
daselbst, das Damenstift auf dem Prager Schlosse und das Golzische 
Haus. In der Strahöwer Kirche sind alle Statuen von ihm, sowie 
die grosse Statue des heil. Nicolaus, die vier Iiirchcnlchrer und 
andere Heilige in der Jesuitenkirche, die Statue des heil. Johann 
von Nepomuk an der Metropolitankirche, die Statue des hl. Nor- 
bert auf der Pragerbriiclse, die grosse steinerne Bildsäule auf der 
Hauptstiege des Czernin'schen Pallastes auf dem Hradschin , meh- 
rere Statuen in den Schlössern Horzin und Mieschitz, viele Al- 
täre etc. Die Kaiserin Maria Theresia berief ihn auch nach Wien, 
wo er für das Lustschloss Schönbrunn vier colossale Statuen fer- 
tigen musste. Reich belohnt kehrte er nach Prag zurück, und" 
starb daselbst 1787 als k. k. Hofbildhauer. 
Platzer, Chrlstüph, Maler zu Passau, arbeitete in der ersten Hälfte 
des 18. Jahrhunderts. Er malte für Kirchen und Klöster heilige 
Darstellungen und andere Bilder. Er war um 1720 fürstbischöf- 
licher Hofmaler. 
Platzer; Ignatz, der jüngere, erlernte von seinem gleichnamigen 
Vater die Bildhauerei, und erwarb sich ebenfalls Beifall. Er führte 
für die herrschaftlichen Häuser in Prag viele Bildwerke aus, und 
auch auf dem Lande finden sich deren. Lebte noch 1816. 
Platler, JOSßPh, Architektur- und_Theatermaler, der Sohn des 
berühmten Bildhauers Ignatz Platzer, wurde 1752 in lä-ag geboren, 
 und nach beendigten Humanitätsstudien widmete er sxch unter Lei- 
tung des F. Wolf sechs Jahre der Zeichnungskunst, besondersim 
Fache der Architektur. In der Oelmalerei war er sein eigener Leh- 
rer; aber es gelang ihm bald so wohl, dass er selbst die_Gunst des 
Fürsten Haunitz erwarb. Durch die giitige Aufnahme seiner ersten 
Arbeiten aufgemuntert, begab er sich bald darauf nach Wien, und 
da gelangte er nach einem sechsjährigen unermudeten Streben be- 
reits so weit, dass er die Aufmerksamkeit der Kaiserin Maria The- 
resia auf sich zog. Er erhielt auch die Zusicherung, in Rom seine 
Ausbildung vollenden zu können; allein der Tod der Monafehlll 
raubte ihm diese Hollfnung. Platzer war indessen in seiner Kunst 
 schon zu grosser Reife gelangt, und so Sllehteßr in größeren ei- 
genen Cornpositionen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. All- 
gemeine Bewunderung erwarb ihm ein sechs Blaiter hoher Triumph. 
bogen, der bei einer Feierlichkeit arn Johanmsspitale aufgestellt 
wer, und eben dieses Werk gab die Veranlassung, 11855 ihm 1781 
die Decorationen des neuen National-Theaters in Prag anvertraut wur- 
den, welche dem Kaiser Joseph II. so wohl gefielen, dass er ihm den 
Auftrag ertheilte ähnliche Arbeiten am k. k. Hoftheater in Wien 
zu iibernehmemÖAllein Platzer fand ,da verschiedene Hindernisse, 
obgleich es ihm nicht an Geschicklichkeit fehlte, und er sah sich
        

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