Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1770714
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Plans 
Plas , 
Mich. 
Place , 
Franz. 
Br. 6 Z. B; L. Sehr seltenes Schwarzlsunstblatt. Bei Wei- 
gel 2 Thl. 12 gr. 
Eine Folge von 6 radirteux Blättern mit verschiedenen Grup- 
pen und liinderspielexx. P.v. d.Plaes inv. et fec., kl. qu. fol. 
6 Blätter Studienüguren: zwei Scenen aus der Geschichte 
Adams, Ceres und Pomona, Vßnnr- und Adonis, Venus und 
Amor, Diana und Callisto. Ohne Namen, gr. 8. 
Plaas oder Plas, Michael van der, Maler, wahrscheinlich mit 
den Obigen verwandt, ist nach seinen Lebensverhältnissen unbe- 
kannt. Wir kennen ihn aus einem Blatte, welches das Bildnis: 
des Joachim von Winrlhag etc. vorstellt. Vielleicht hat es v. d. 
Plas gestochen, da selbes nur seinen Namen trägt. 
P1311725, s. den obigen Artikel.  
P1306, Franz, Maler und Kupferstechcr, wurde 1650 zu Dimsdale 
in der Grafschaft Durham geboren, und mit glücklichen Anlagen 
ausgerüstet, bestimmte ihn der Vater, ein wohlhabender Edelmann. 
zur Rechtsgelelirsamlieit. Place wurde Procurator in London, sah 
sich aber, der Ketzerei verdächtig, bald genöthigt die Stadt zu ver- 
lassen, und zugleich eine andere Bahn einzuschlagen. Jetzt ent- 
deckte er in York eine Erclart, die ihm zur Porzxellainhereitung 
tauglich schien; allein er hatte balcl grosse Summen aut die Fabri- 
catiori verwendet, ohne zu glücklichem Resultate zu gelangen. 
Für den schlechten Erfolg tröstetcn ihn jetzt die schönen Iiiinste, 
es ist aber zu bedauern, dass seine Ausdauer nicht seinem Talente 
 gleichkam. Er hinterliess eine Menge unvollencleter Zeichnungen, 
kam von einem Versuche zum anderen, und liebte es in solchem 
Grade Herr seiner Zeit zu seyn, dass er unter Carl II. ein Jahr- 
geld von 600 Pf.  ausschlug. welche ihm angeboten wurden, um 
die Schiffe des Königs zu zeichnen. Als Iiupferstecher haben wir 
von ihm mehrere Blätter in schwarzer Manier, die zu den ersten 
Werken dieser Art in England und überhaupt zu den schönsten 
Erzeugnissen der Schwarzliunst gehören. Nur sind sie alle sehr 
selten. Dann radirte Place auch mehrereBlätter. In der Radir- 
lsunst ertheilte ihm W. Hollar Unterricht, und er leistete auch 
hierin Gutes. Seine Landschaften mit Vögeln sind mit besonderer 
Freiheit behandelt, mit Bäumen von herrlichem Blätterwerk ge- 
ziert. Dann haben wir von ihm auch Marinen. Place starb 1728., 
1) Richard Thomsnn. Medaillen, nach G. 3m, F. Place l'e- 
cii, ein merkwurdiges Hauptblatt__in schwarzer Manier. H. 
9 Z_ g L., Br. 7 Z. g L. im fruhern Drucke vor Smith's 
Adresse und ohne Thompsonäi Namen. Bei Weigel ein Ab- 
drucli vor der Adresse 5 Thlr. , ohne Namen 7 Thlr. 
2) Bichardus Sterne firchiepiscopiis Eboracensis F. Placc fec. 
P. Tempest exc., ein ausdruclisvoller Kopf, ebenfalls in Mez- 
zotinto. H. 11 Z- 9 L., BF- 8 Z. 10 L. 
3) Sr. Ralph G01? Barr. P. Lely pinxit. F. Plece fecit, in 
schwarzer Mamfr- H. 11 Z- 2 L., Br. 8 Z. 5 L. 
4) Petrus Lelly liques Pictor Caroli 245 Magnae Britanniae 
Franciae et Hiberniae Begis. P. Lelly Eques pinxit. Sold 
by J. Smith et y Lyon etc. Schönes Blatt, nach Weigel 
eher von Place, als von Becliett. H. 12 Z. 8 L., Br. g Z. 
5 L. 
5) The Countess of Middleton. P. Lilly pinx. F. P. fec- 
Mittelmässige Arbeit in schwarzer Manier. H. 11 Z. 1  
Br. 8 Z. i L.
        

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