Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1770645
Pitschnuann , 
Joseph. 
Pitteri , 
Giovnnni 
Marco. 
395 
PlliScllmün, JOSBPh, Maler, ein vorzüglicher Künstler, hielt sich 
zu Anfang unsers Jahrhunderts in Galizien, Russland und Polen 
auf, und gewann besonders durch seine Bildnisse Beifall. Seine 
Färbung ist sehr angenehm, und besonders täuschend in den Stof- 
fen. Im Jahre 1316 wurde er zu liriemieniec in Volhynien a]; 
Professor der Malerei angestellt, und ist wahrscheinlich noch (1841) 
am Leben. 
Pittalvga, Antonlo: Maler von Genua, war Schüler von G. B- 
Merano, und arbeitete für Kirchen. Blühte um 1700. 
Plttßfl, GIOVEIHIII Marco, Zeichner und liupferstecher, wurde 
1705 zu Venedig geboren, und von giuseppe Baroni und A. Fal- 
doni unterrichtet, denen er aber vi "weniger verdankte, als sei- 
nem eigenen Talente. Dieses spriehtsich indessen in einer ganz ei- 
genen Weise aus. Er arbeitete nicht, wie gewöhnlich, mit Strichen, 
die sich in Verschiedenen Richtungen hrc-uzen, er stach auch nicht, 
wie C. Mellan mit einer einzigen Lage von Taillen, sondern über- 
zog seine Platten mit leichten perpendicularen oder diagonalen 
Strichen, die er dann durch kleine Drucker des Grabstichels mit 
einer Art verlängerter Punkte überarbeitete, um den Contour und 
Schatten und Licht seines Gegenstandes zu bestimmen. Er lieferte 
in dieser sonderbaren Manier eine bedeutende Anzahl von Blättern, 
die mit grossein Beifalle aufgenommen, und nachgeahmt wurden. 
Die Wirkung seiner Blätter ist in einer geringen Entfernung vom 
Auge nicht unangenehm, strenge Bestimmtheit der Form und des Aus- 
clruches darf man aber darin nicht suchen. Es herrscht viel Glanz 
in diesen Blättern, es fällt aber wohl_ keinem Stecher mehr ein, 
den Pitteri nachzuahmen. Er blieb stets in Venedig, und starb 
daselbst 1786. Einige lassen ihn irrig 1767 sterben, in noch gräs- 
serem Irrthume ist aber Ticozzi, wenn er den Künstler 1605 gebo- 
ren werden lässt. Seine Blätter sind zahlreich. Er stach fiir das 
floreritinisehe Galleriewerk, für die Dresdner Gallerie, fiir Mona- 
co's Storie sacre etc. Piazetta hat an ihm einen besonders frucht- 
baren Stecher gefunden. 
1) S. Ignatii Loyolae Soc. Jes. fund. effigies, nach eigener 
Zeichnung, gr. fol. 
2) S. Franciscus Xaverius S. J. Indiarum Apostolus, nach ei- 
gener Zeichnung, gr. fol. 
5) Gie. Maren Pitteri, Iiupferstecher , nach Piazetta, gxu. ful. 
4) Gio. Baptista Piazetta, Maler, nach diesem, gr. fol. 
5) Carlo Goldoni, Dichter, nach Piazetta, gr. fol.  
Ö) Gio.f lälocenigo, ein venetianischer Nobile, nach Pxazetta, 
gr. o  
7) Giuseppe Nogari, Maler, nach Piazetta, är. fol.  
3) Joannets lßrogadeuus, Patrinrch von Vene ig, nach Longhi, 
s. gr. o   
9) Feldmarschall Graf vun Schulenburg, Iiniestuck nach C. F. 
Rusca, gr. fol.  
10) dßllaftlllleS Bcttino Cignaroli pictor Venetus, nach F. Lorenzx, 
r. o . 
11) Sgcipio Mlalfei, Eccoli i] grau Maffei  nach eigener Zeich- 
nun , fo . 
12) Der Fillardinal Quirini, Bibliothekar des Vatikan, nach eige. 
ner Zeichnung. fol. 
15) Antonius Patavinns, nach Piazetta. gr- fül- 
14) Glara Isabella Fornari als Abtissin, nach J. Meus, gr. ful.
        

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