Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1770102
Piombo , 
Fra 
Sebnstiano 
nun 
Piotfi  Pirola , 
841 
sein Leiden zur hintmlischen Wohllust geworden ist, soll hier mei- 
ßterhaft, wie kaum einmal dargestellt seyn. 
Sebastian del Piombo verlebte die grösste Zeit seines Lebens in Rom, 
und es tragen auch die meisten seiner Gemälde den Charakter der flo- 
rentinisch-röntischen Schule. Nie aber erloschseine venetianische Ihr- 
bengluth, die er als Erbtheil seiner ersten mit sich in seine zweite Va- 
terstadt brachte. Sein Colox-it zeichnet sich aber vor dem anderer Ve- 
nediger durch breite Lichter und eine mehr ins Oclierfarbige, als Ro- 
the fallende Mischung aus. Auch glaubt v. Quandt, zum Lanzi II. 
63, dass der Künstler mehr aufs erstemal seine Gemälde ferti ge- 
macht, als selbe durch Lasuren vollendet habe, was vielen Bildern 
des Titian und Bordone einen reizenden Schmelz gibt. In der 
letzteren Zeit seines Lebens malte er. wenig mehr, denn Clemena 
VII. gab ihm die einträgliche Stelle eines Frate del Piombo, wo- 
her ihm der Name geworden. Er lebte jetzt, durch seine reiche 
Pfriinde aller Sorgen enthoben, ein gemächliches Leben, bis ihn 
endlich 1547 im 02. Jahre der Tod seines Amtes entsetzte. In St. 
Maria del Popolo ruhen seine Gebeine. Mehreres über diesen 
Künstler findet man in dem Werke: Sopra la vita ed i dipinti di 
Fra Seb. Luciani sopranominato del Piumbo. Saggio dcll' P. 
Biagi, trattato dal I tom. dclle esercitazioni scientifiche e lcttera- 
rie dell' ateneo di Venezia 1827. C. van Dalen hat das Bildnis! 
del Piombds gestochen, nach dem Bilde des Cabinet Beynst.  
Gestochen nach diesem Künstler kennen wir noch folgende Blätter. 
Gase, N. della, Bildniss des Michel Angele Buonarotti. 
Iiniestiiclt.  
uHollar, W. Ilittrato de S. Vittoria Colonna, 1650. 
Lfaunay, B. de , die Hreuzabnehmung und Begräbnis: 
Christi, nach dem Bilde der Gallerie Orleans. 
Larmessin, N. de, das Bildniss des Gardinals Polus, für 
den Recueil de Crozat.  
Thomassin, S., die Heimsuchung Mariä- Kniestiick. Die- 
selbe Darstellung hat auchQueverdo geiitzt, und Pigeot 
mit dem Grabstichel vollendet. 
Vendramini, die Erweckung des Lazarus, (las herrliche 
Bild in der englischen National-Gallerie, 1828- Die For- 
men des Lazarus sind in diesem Stiche viel Colßssaler und 
übertriebener, als auf dem Bide, und daher erwecken sie 
eine eben so ungünstige als unrichtige Vorstellung. 
Vicus, E., das Bildniss des Baccio Bandinelli. 
Folgendes Blatt wird von Einigen dem S. Clßl 5011150 Selbst bei- 
gelegt:  
Die Ruhe auf der Flucht in Aegyplßn . Mafia Techß, im 
Vvrgrund nach links Joseph sitzend, oben m den Lüften 
ein Engel mit der Tafel: Pin Alto Non etc. Unten 
rechts: Sebastiano d' Vl. Sehr geistreich radirt; und 
Sehr selten, k]. fol. , 
P1011,  de, Iiupferstectier, der um 1656 zu Avignon arbeitete. 
Von ihm kennen wir folgendes Blatt: 
1) Das Weib mit der Glutpfanne, aus welcher ein Knabe eine 
lühende Kohle nimmt, nach Rubens. H. 6 Z. 5 L. Br. 
ä Z. H L. 
PlOItI-PIrOlG, Gatarma, Kupferstecherin zu Mailand, genoss da-
        

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