Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1769846
Pinacker. 
Pinaigricr , 
Robert. 
315 
am Hofe des Vizelaönigs Carpio zu Neapel, und dann an jenem 
des Grosshcrzngs Ferdinand von Florenz. Sein grösstes Verdienst 
war seine liunsllsennerschaft. Starb H18 im TÖ- Jahre. 
Seine Gattin- Eleunura unalte Blumen und Früchte, und Küchen- 
stücke.  
Pinackcr , 
Pynacker. 
Plnalgrler, Rüben: Glasmaler, einer der ausgezeichnetsten 
Iiiinstler seines Faches, Nebenbuhler des Jean Cousin, wurde um 
1490 geboren. Seine Lebensverhältnisse sind unbekannt, man 
weiss nur, dass er in Italien ewesexi, und die Schule des Leo- 
nardo da Vinci besucht habe. äqach seiner Rückkehr führte er in 
Paris und in andern Städten Werke aus, die eben so gut gezeich- 
net, als trefflich und glänzend von Färbung sind. 
In ersterer Stadt waren ehedem viele WVerlte von ihm, doch 
sind sie grösstentheils zu Grunde gegangen. Die vorzüglichsten 
waren in Saint-JacquesJa-Boucherie, in la Madeleine, in Saint- 
Cruix, in Saint Etienxie-tlu-Mont, in den liirchen Saint- Barthelemy 
undSaint- Mery. Aus S. Etienne -du -l.VIont brachte A.,Lenuir einige 
der herrlichen Bilder in das von ihm mit Gefahr des Lebens ge- 
gründete Musee des Petits-Augustins, wie das Ende der XVelt, 
und die Auferstehung der Totlten. Die Zerstörung der Malereien 
von Saint Croix konnte er leider nicht hindern. In St. Gervais 
stellte Robert nicht weniger glänzende Werke auf, die jenen des be. 
rühmten J. Cousin nicht nachstehen. Hier malte er die Geschichte 
des Gichtbriichigen, jene des Lazarus, den- Fischteich etc. In 
der Capelle St. Michel jener Iiirche ist das gepriesene VVerls, wel- 
ches den VVeltlanf junger Wallfahrter vorstellt, die, nachdeln sie 
den Gipfel des Felsens der Abtei dieses Heiligen erklimmt haben, 
dem Tanze und andern Freuden sich ergeben. In der Capelle St. Clair 
in derAbtei St. Victor sah man von ilnn die Geschichte des verlernen 
Sohnes. des Lazarus u. a., nach Dürer und Vigncn gemalt. Diese 
Malereien gingen zu Grunde, sie wurden aber für die schönsten 
in Paris gehalten, besonders der herrlichen Iiöpfe wegen. 
tßei St. Paul sind die Fenster des Todtenhauses von Robert Pi- 
naigrier, seinen Söhnen und A. gemalt, wie es scheint, in der 
letzteren Zeit seines Lebens. Zu seinen früheren Werken gehö- 
ren die prächtigen Fenster in St. Hilaire zu Chartres, 1527 und 
 1530 gemalt. Eines dieser Bilder, welches die Wohlthat der Erlö- 
sung vorstellt, wurde auch von andern lVhlern copirt. Im Tod- 
"tenhause von St. Etienne-du-Mont sieht man diese Darstellung 
ebenfalls. Die letzte Zeit seines Lebens verbrachte Robert in 
Toni's, wo er sich überhaupt öfter aufhielt, und VlCllßlCht auch 
starb. '  
In Tours lebten auch seine Söhne Nicolaus, Louis und 
Jean. Diese Künstler, besonders der erstere, halfen dem Vater 
bei seinen Arbeiten, wie in St. Paul u. s. w. Zwei Fenster in 
der Kirche von St. Aignan, mehrere im Chore der Saints-Peres 
 und die in deriuntern Kirche zu Chartres, und der Tradition zu- 
folge von Nicolas Pinaigrier, cupirt in Villemain's Monumens fran- 
cais ineditä- Die Schönheit der Glasgemälde von Chartres, gibt 
die höchste Vorstellung von Robert's und seiner Söhne Kunst. 
Aus dein Schlosse von Briffe erwarb Lenoir 7 Grau in Grau-Ge- 
mälde für das MuSÖe francais. Es sind diess Allegorien auf die 
liiinste, welche Nicolaus 1600 nach den Gemälden des Franz Flu- 
ris_ copirt hatte.  Die Oelbilder des genannten Künstlers besass 
 Nicnlaus Songhcling. C. Cort hat sie gestochen. 
        

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