Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1769770
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Pilizotti , 
Johann. 
Pillement , 
Plllzßtna J-a Lithograph zu Wien, ein jetzt lebender geschickter 
Künstler, dessen Blätter alle Beachtung verdienen. Er sucht sein 
Vorbild getreu wieder zu geben, und dies: mit grosser technischer 
Fertigkeit. 
1  2) Scenen aus Tasso's befreitem Jerusalem, Gruppen und 
Züge gelämgener Christen, F. Overbeclis Graugenxälde in 
der Villa Massimi zu Rum, 2 Blätter mit Ton gedruckt, 
ruy. qu. fol.  
5) Litluographirte Copnen von Originalhandzeichnungen berühm- 
ter alter Meister aus der Sammlung des Erzherzogs Carl 
von Oesterreich (ehemals im Besitze des Herzogs Albert von 
Sachsen-Taschen). 2te Auflage, herausgegeben von L. Für- 
ster. Wien 1854, gr. ful. 
P1113115, Fl- g ein englischer Zeichen- und Seemaler, welcher in der 
zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts thätig war. Er malte die ru- 
hige und stürmische See mit Fahrzeugen, Uferansichten mit Fi- 
schern, Hüten mit Thiirnien etc. Aelinlichen Inhaltes sind auch 
seine Zeichnungen, meistens in Farben ausgeführt. 
Pillement, ÄlOlIäIIIII, Maler und Radirer von Lyon, genoss den 
ersten Unterricht in seiner Vaterstadt, ging aber dann zur weitern 
 Ausbildung nach Paris, und endlich nach London, ivo seine Werke 
 grossen Beifall fanden. Er malte Landschaften und lVIarinen. 
Genrebilder und Blumenstiicke, in Oel und in Pastell. Er liebte 
glänzende Farben und-grelle Gegensätze von Licht- und Schatten. 
und öfter glaubte man auf der Bühne beleuchtete Decorationerl 
vor sich zu sehen. Diese Bilder gefielen aber damals in England. 
und so fand Pilleineiit seine Rechnung damit mehr, als mit seinem 
Titel eines hönigl. polnischen Hofmalers. In London Wurden 
viele seiner Bilder gestochen. Die letzte Zeit seines Lebens ver- 
brachte Pilleinent in Frankreich, meistens zu Lyun, wo der Iiiinst- 
1er 1808 im 80. Jahre starb. So gibt Fiissly nach französischen 
Blättern an , in Benartlfs Cabinet de Paignon Dijenval heisst e! 
aber, dass der Künstler noch 1809 im 90. Jahre zu Lyon geleb 
habe. P. Canot stach nach ihm einige Genrestüclse, Landschafter 
und Marinen. mit Massen und Woollet die vier Jahreszeiten unf 
ihre Annehmlichkeiten, mit Elliot die vier_ Tagszeiten , eine Folgt 
von ßßlättern mit Blumenstriiiissen, und eine andere von 12 ßlüt 
tern im chinesichem Geschmacke- Auch Norton, J. Meisen, W 
Elliot, Godefroy, LemPerellr, Lläßf, J- Peack, Ilavenet, Piobertz 
Sherlock, Visprä. Bßllaäech, AVehUß,  Peale, W. Sniith u. I! 
haben Landschaften, Mannen und Qenrestuclie nach ihm gestochen 
deren wir in. den Artikeln Jener Iiunstlcr mehrere erwähnt haben 
Die Eberjagd und leS SgPQIIICPIS de 1' Etö, the Shephercless von 
Woollet gestochen; de? Slßlkllcllß flml der unglückliche Fischzul 
von Benazech; die Iiartenspieler, die lustigen Bauern. die Gaune 
u. a. gehören zu den bessern Werlien des Künstlers. Ohne N11 
men der Stecher haben Wflf nach seinen Gemälden und Zeichnun 
gen eine Folge von  Blattern mit Ansichten englischer Paclithöll 
1761 erschienen; Cm LlVTeflv paysages de fantaisie; 8 klein 
Blätter vor und Illiffler Schuh, 1701; eine Folge VOI! 12 kleine 
Bluinensträussen, mit Le Bas exc. bezeichnet; eine andere Fulg 
von verschiedenen Blunien nach der Natur, 16 kleine Blätter. 
Pillement hat selbst einige Blätter raclirt, nemlich: 
1) Eine Folge von iÖdilülllßll Blättern mit Blumensträussel 
 nach der Natur gezeichnet.
        

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