Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1769428
Picenardi , 
Gius. 
Ottav. 
Pichler , 
Jos. 
Ant. 
273 
Picenardi, Giuseppe und Ottaviano, Zeichner und Maler von 
Cremona, hatten als solche Huf, und dann auch ihrer Kenntnisse 
in der Architektur wegen. Sie bauten das schöne Landhaus Torri 
de' Picenardi, welches sich in einer englischen Gartenanlage er- 
hebt, als das erste Muster dieser Art in Italien. Ottaviano starb 1813. 
PiChl) GiüVannl Mama; Möncb und Maler von Borgo S. Sepol- 
cro, war Schiller von G. Carrucci, und nach VasarVs Versicherung 
ein guter Künstler. In der Kirche zu Borgo und bei S. Stefano 
zu Florenz sind Gemälde von ihm. 
PlChl Üder Plchler; 0-, Maler, dessen Lebensverhältnisse unbe- 
 kännt sind. Es finden sich ltleine Gemälde mit biblischen Darstel- 
lungen, auf welchen ein Monogramni und die Jahreszahl 1661 etc. 
steht. Manchmal liest man neben dem Monugramme noch die 
 Silbe "ichl". 
Plchler, JOhaIIII, Bildhauer, das älteste bekannte Mitglied einer 
liiinstlerfamilie, welche viel Ausgezeichnetes geleistet hat. Johann 
war von Moos in Tirol, man vveiss aber nur, dass er sich gegen Ende 
des 17. Jahrhunderts durch äusserst zarte und correlst geschnitzte 
kleine Figuren aus Holz und Elfenbein Ruhm erworben hatte. Er 
äusserte schon als Hirtenjunge grosse Anlage zum Schnitzen, und 
daher nahm sich ein Geistlicher seiner an, der ihn zu einem Bild- 
hauer in die Lehre gab. Später ging Piehler nach Rom. um sich 
in seiner Kunst zu vervollkommnen, was ihm bei seiner Fecht- und 
Kauflust auch in bedeutendem Grade gelang. Nach einiger Zeit 
begab sich der Gladiatore, wie ihn die Römer nannten, nach Wien, 
wo er die Engel der Dreifaltiglieitssiiule ausfiiltrte , dann nach Ve- 
nedig, und zuletzt, mit etlichen Hundert ersparten Dukaten nach 
 Meran, um sich daselbst hiitislich niederzulasseit. Hier heirathete 
er die reiche Wittwe Deprida aus Lana; die Ehe war aber un- 
glücklich, da Deprida, eben so lebenslustig, als Müller miirriseh 
und linauserig war. In Meran arbeitete er für d'en Freiherrn von 
Flugi sehr viele Figuren, theils in Elfenbein, theils von Elfenbein 
und schwarzem Holz zusammengesetzt. Zu Botzen sieht man von 
ihm in der letzten Capelle des Calvarienberges die lebensgrosse 
Statue des Heilandes, und über der Pforte der Terzianerinnen den 
Leichnam Christi auf dem Schoosse der Mutter in ltailbcrhabenei- 
Arbeit. Zu Insbruclt- sieht man viele Figuren aus Elfenbein und 
Holz. 'Als seine l-lauptvverke gelten vier grosse Gruppen von Gauk- 
lern und Bettlern aus Elfenbein, die Kleidung und Nßbenwerkc 
von Holz, ehedem im Besitze "des IianzlereFrexherrn von Hor- 
mayr. Der Name des Urhebers soll nie auf diesen Bildwerlteil ste- 
hen. Das Todesjahr dieses Iiiinstlers istunbekanut, man wetss nur, 
 dass er zu Botzen gestorbem- In den Slqfbmßlstem (lasßlbst iSt 
1719 und 1751 der Todfall eii1es,.lohaun Pwhlßfnbßmßrltt, aber der 
Stand desselben nicht angegeben; NaChriCltIen uber diesen Künst- 
ler und dessen Nachkommen gibtPrinnsser in Ilortnayfs Archiv 
1821, Nr. 17; andere Notizen, s. TirQler ltunstler-Lexilton. 
Plchler; JOSBPlI ADIZOH, Edelsteinschneitler, ein vorzüglicher Künst- 
ler seines Faches, welchen man als den Wiederltersteller derStein- 
Schneideliuitst bezeichnete. Er wurde 1697 Zll BMW?" geboren, lllnd 
von seinem Vater, einem Arzte, zur lianfniannscltaft bestimmt, wg- 
fur aber der junge Pichler gar keine Neigung hatte, so dass er 
Zuletzt seine Condition in Nizza verliess, und nach Neapel sich 
begab. Hier bßßßhiifligte sich einer seiner Freunde etwas mit Stein- 
schneiden, und bald hatte auch Pichler für diese Arbeit solche Vor- 
lYrlglez-Äs Iiiinstlcr-Ißx. Bcl. XI. 18
        

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