Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1768877
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Pflaum  
Ludwig, 
PH egel", 
Nicolaus. 
Pnaum: Llenharda. Zeichnen, Maler unrl Bildhauer in Ulm, der 
 xzrkundlich um 1550 arbeitete. bSeiner fand Yveyerxnagm erwähnt. 
Pflaum,VLudw1g, Maler und Lithograplx, wurde 1809 zu Bay- 
reuth geboren, und daselbst in den Anfangsgründen der Zeichen- 
liunst unterrichtet, bis er 1832 zur weitern Ausbildung nach Mün- 
 chen sich begab. Er malt-Bildnisse und andereDarstellungeu. 
Von seinen lithographirlen Blättern lsennen wir   
i) Die Verlobung der heil. Catharina, nach Rhomberg, fol. 
 2) Die _H_auptperso_nen in Walter Scott's Quentin Durward, 
dargestellt in eme: Quadxfille vom Adel voi- Seln-er Majestät 
dem Könige Ludwig zu München im Februar 1835, ge- 
zeichnet von J. Iiiirzinger, 11b Blätter von Pflaum lithogm- 
phirt, lsl. fol. Schwarz und colorirt.  
Pfleger, Carl NlCOlaUS, Maler, einer der vorzüglicheren Künst- 
  ler, welche in der zweiten Hälfte des I7. Jahrhunderts in Mün- 
chen arbeiteten. Was wir durch Westenrieder uncfRittershausen 
von ihm wissen, ist sehr-ungenügend, und somit fügen wir hier 
bei, was sich urkundlich iiber ihn findet; da dies zugleich auch 
einen Blick in das damalige Zunftwesen gewährt. Er war der 
 Sohn des Caspar Pfleger, churfiirstlichen Baths und Salzmayers zu 
Relchenhall, und früher zu Iiirchberg ansässig; da er aber daselbst 
 seine Nahrung nicht fand, so verkaufte er 1'653 sein Haus und 
 bat in seiner Eingabe, dass ihm zu München der Titel eines Hof- 
malers schondarum verliehen werden möchte, weil sein Vater den 
"grossen schatz-aund gnadenrcichen Salzbrunnen im Jahre 1624 
durch Erhebung eines Holzes oder Brets mit Gefahr Leib: und 
Lebens in einen gar nutzbaren Stand gerichtet." Er fiigte auch 
bei, "dass Seine Churfiirstliche Durchlaucht selbst und sdnderlich 
Thails deren Iiaxnmerriithc noch gar gute Wissenschaft, insonder- 
heit W355 nur die 29 Jahre hero an Sudholz erspahret worden, 
weil man auf zwei Pfannen so vielSalz sieden kann, als man zu- 
vor mit vier in sechs sieden konnte." Die vom Vater geleisteten 
Dienste nahm also der Sohn in Anspruch, und der churfiirstliche 
Hofrath schloss daher dem Magistrate dies Anlangen zu, mit dem 
Auftrage, die Maler zu vernehmen. Nach geschehenern Bericht 
 wurde der Supplicant abgewiesen. Er schrieb desshalb an den Ma- 
 gistrat, dass er in München geliefert Sei. __daselbst gelernt, drei 
Jahre in Italien gearbeitet, schone Altarblatter und andere Bil- 
 der gefertiget habe. Der Magistrat vernahm hierüber die Zunft 
wieder, und diese sagte, Pfleger hätte keinen Lehrbrief aufzuweisen, 
seine Kunst sei nicht gross, und er sei nur 7 Vierteljahr-e in Ita- 
lien gewesen. Der Stadtunterrichter schloss ihm daher zu: "Weil 
der Maler 'albereit in München genug. e? üucb- schon zu Hof ab- 
gewiesen worden, so solle er auch diessorts abgewiesen seyn." Im 
Jahre 105g wurde aber Pfleger doch als Meister aufgenommen , da 
er das Probestiicls vorgelegt, und bei der Zunft bittlich eingekom- 
men war. Jetzt durfte er ungehindert arbeiten, und selbst Lehr- 
linge annehmen; so dingte er 1662 den Johann Simpirger, der spä- 
ter in Landshut Geistlicher wurde. In der Capelle U. L- Frau von 
Altenötting in der Metropolitankirche zu München sind von ihm 
die. lebensgrossen Figüfßn, Welche die Familie Jesu vorstellen. In 
der ehemaligen Carmeltterlsirche daselbst sah man von ihm ein Al- 
tarbild, welches die heil. Jungfrau zwischen Heiligen auf Wolken 
vorstelln In der Pfarrkirche zu Wasserburg ist von ihm das jüng-
        

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