Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1768632
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Fetter , 
Franz. 
Xavier. 
Hoheit der Erbin von Burgund ist in ihren Bliclsen reizend ver- 
schmolzen mit dem zärtlichen Wohlgefallen an diesem ersten Bit- 
ter seiner Zeit. Diese Figur -allein würde hinreichen, Fetter als 
einen ausgezeichneten Iiiiustler zu verewigen. Der erste Entwurf 
zu diesem herrlichen Gemälde ist in der ausgezeichneten Hofbauer- 
scheu Gemäldesammlung; und eine treffliche Skizze in der Samm- 
lung des Apotheker Wirth. Die Vortrefflichlaeit dieses Gemäldes 
hatte die Bestellung eines anderen Werkes von Seiten des liaisers 
zur Folge. Dieses neun Schuh hohe und zwölf Schuh breite Ge- 
mälde stellt die Heirath Marions und lVlaxen's vor, und wurde 
1321 vollendet. Die Composition ist voll Leben und Bewegung, 
an Max alles Ebenbild, und die holde Maria, eine unnachahm- 
liche, dem Originale der Ambraser-Sammlung nachgebildete (je. 
stalt. Alle (lebensgrossen) Figuren sind nach der Natur ausgeführt, 
und den meisten Böpfen ist ffortraitähnlichlseit gegeben. Unter 
dem Gefolge des Kaisers hat sich der Itunstler selbst im Iinappen 
abgebildet, der Maximiliaxfs Pferd hält. 
Ein anderes auf Befehl des Kaisers verfertigtes, g Schuh hohes 
und 12 Schuh breites Gemälde, das die Ausstellung von 1822 zierte, 
stellt Max I. Einzug in Gent nach dem Siege bei Guinegate vor, 
jetzt im Belveclere zu Wien. Seine Gemahlin, die hurgundische 
Maria. bringt dem geliebten Sieger sein Söhnlein Philipp entge- 
gen. Ein zweites grosses Bild, das Fetter zu derselben Zeit voll- 
endete: Budolph's von Habsburg Begegnung mit dem Priester auf 
der Jagd, welches für weiland Herzog Albert von Sachsen-Teschen 
bestimmt war, bildet das Gegenstück seines für denselben erhabe- 
nen liunstfreund gemalten Schluchtmoments von Aspern, wo der 
Erzherzog Carl die Fahne eines wanhenden Bataillons ergreift. 
Andere treffliche Gemälde dieses ausgezeichneten Meisters sind: 
die heil._Theresia im lireise ihrer Ordenssehwestern im himmli- 
schen Entzücken, ein Altarblatt;  die schöne und liebegliihende 
Königin Johanna mit ihren liintlern am Sarge ihres Gemahls Phi- 
lipp, vergebens getröstet durch ihren Vater, Ferdinand den Iia- 
tholischen;  Karl V. Iiranhenbesuch bei seinem erhabenen Ge- 
tangenen, dem französischen Könige Franz 1.;  Prometheus die 
Pandora zuriiclsweisend, 1354 gemalt, so wie der Alpenjäger. der 
Weib und liind rettet;  der Erzbischof d'Aphon, wie er einer 
Mutter zwei Kinder aus den Flammen rettet;  ein grosses Altar- 
bild im Dome zu Ollmütz u. s. w. 
 Das Bildniss dieses Iiiinstlers, 1855 V0" Kßnißwslsy in Wien ge- 
zeichnet, ist in der bekannten Sammlung des Hofmalers C. Vogel 
von Vogelstein in Dresden. 
J. A. lilein stach nach ihm das Bildniss des Hof- Antikencnbi- 
netszeichners J. G. Mansfeld; Iiolb: die Zusammenkunft de; Kai- 
sers Max mit seiner Braut Maria von Burgund in schwarzer Ma- 
nier, und B. Höfe]: Rudolph von Habsburg an Ottoliafs Leiche, 
reiche Composition, ein Hauptblaü V01! 1825. 
Pettcr, Franz Xavxer, Zeichner und Maler, wurde um 1730 zu 
Wien geboren, und an der Akarlexnie daselbst von Drechsler in 
der Blumenmnlerei unterrichtet, Worin er gegenwärtig zu den vor- 
zügliclistezi Meistern gezählt werden muss. Seine Bilder zeigen in 
sinnreicher Zusammenstellung Blumen, Früchte, Vögel und an- 
dere Thiere. Fetter ist Professor der Blumenzeichnung an der k.
        

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