Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1768591
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Petrus. 
des Petrus, oder eines seiner Schüler, zunächst aus dem Grunde, 
weil Abt Richard de Ware, der den Künstler nach England he- 
rufen haben soll, auch diesen Boden fertigen liess, wie man aus 
dessen Grabsclu-ift ersehen kann; 
Abbas Ricardus de Wara, qui requiescit 
Hie, portat lapides, quos hic portavit ab urbe. 
Diese Annahme hat immerhin einige Wahrscheinlichkeit, irrig- 
ist aber die Behauptung Vertue's und Walpole's, welche unter 
diesem Petrus Romanusklen Pietro Cavallini vermuthen. Letzterer 
lebte ein Jahrhundert später. Auch ein Schüler des Giuttu kann 
er nicht gewesen seyn, und mit A. Tnfi ist er gleichzeitig. Aus- 
führlichere Angaben über englische Meinungen s. Fiorillu V. 
107 E. 
PBIPUS, der Sohn des Johannes, lebte als Maler zu_Bologna, viel- 
leicht zur Zeit des Florentincrs Nicola Petri. Auf dem Kloster- 
hofe S. Domenico u Bologna sieht man von Ihm ein schönes Fres- 
cohilrl, welches ager lllQilWClSQ beschiidiget ist. Es ist in der Dar- 
stellung den WVerlsen des genannten Nicole etwas verwandt, und 
mit: Petrus Johannisvlüzzeiclanet. 
 In der Pinakothek zu Bologna ist jetzt cin Bild aus der Salu-istei 
"i von S. Girolamo di Miramontc, die Madonna mit dem Iiinde, von 
S. Hieronymus und S. Petronius umgeben, über ihr Seraplnim mit 
der Iirone, unten bezeichnet; Petrus Lianoris p. 1.155. Lanzi be- 
hauptet, dass sich dieser liünstler aucirPetrus Johannis unterzeich- 
nethabe, was wohl möglich ist, aber man darf ihn doch mit dem 
 obigen Künstler nicht für Eine Person halten, da das Gemälde 
 der Bologner Gallcrie mit dem Fresco von S. Dumenico nicht über- 
einstimmt. Ersteres ist hart und streng gemalt, und auch in der 
Färbung mit jenem nicht z'u vergleichen. 
Petrus, ein Bildhauer und ein Maler dieses Namens, die um die 
Mitte des 14. Jahrhunderts in Prag lebten. Sie kommen beide in 
einem Ilflalerprotolsulle von 1548 vor, worüber Rieggex- in derSm- 
tistik von Böhmen, Heft VI. 154, Außkunft gibt. Der Maler hat 
den Beinamen Ventmsus. 
Eih Jahrhundert später (1465 ff.) lebte zu Königgrätz ein kunst- 
fertiger Zinngiesser Namens Petrus, und zu Hohenmaut 1456 ein 
Erzgiesser.  
Petrus; Medaillen!" vnn Mailand, ein HÖIISÜCP flßS länlahrhunrlerts, 
dessen Lebensverhältnisse unbekannt Zl1_ svyn scheinen, Ticuzzi 
nennt von ihm eine Medaille auf PabstSixtus "IV. von'1472. Diess 
müsste nun die Denlsmünze auf dessen 1471 erfolgte Virahl zum 
Pabste seyn, welche aber den Namen des Künstlers nicht trägt, 
auch mit den beiden folgenden gegossenen Meclaillons in der Ar- 
beit nicht übereinstimmt, wie aus den Abbildungen im 'l'rösnr cle 
Nnmismatique et Glyptique, lYIed- Iiöl. Lp-tie pl. XXll. N0. 3; 
 IIptie. pl_ XV. 2, 5 zu ersehen 1st. {tut letzter Tafel sind die bei- 
den folgenden Werke dargestellt, mit den Umschriften: 
 1) Renatus. Dei. Gracia. Jhertxsalem. Et. Sicilie. Rex. 
 Et. Cetera. Bev. MCCCCLXI. Im Abschnitte: Opus. 
 Petrus. (sic)DeMediolanu.  
Der Medaillen, welcher jetzt im florexztinischen Cabinete
        

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