Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1768115
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Perlizzini  
Domenico. 
ausdrücklich in einer auch Lanzi bekannten Handschrift genannt, 
und zwar als Pesareser, von Geburt und als Schüler von Pandolli. 
Auch die unten folgenden Blätter, besonders N0. 5, geben Zeug- 
niss von einem'Domenico, der zu Ancona arbeitete , so dass seiiie 
Existenz erwiesen ist. Die Anconitaner, sagt Lanzi, wissen nur 
von Einem Peruzzini, in welchem wir demnach unsern Künstler 
erkennen. So dürfte von ihm jenes Bild der heil. "Theresia seyn, 
welches Lanzi bei den Carmelitern sah, und nicht ohne Nachah- 
mung des harrocischen Stylcs ist. Sehr schön fand Lanzi die Ent- 
hauptimg des Johannes im Siechhause, die 'ihn als Anhänger der 
Bologner" Schule kund gibt. Die Blüthezeit des Iiiinstlers fällt 
um, 1640  106i.  
Die Blätter dieses Künstlers wurden gewöhnlich dem Dom. Piola 
uiidanderen Kuiistlern zugeschrieben, Bartsch P. _gr. XXl. 158 H. 
vindicirte sie aber dein rechten MeisteiawDeni Piola können sie 
in keinem Falle angehören, denn dieser Iiunstler, der 1628 gebg- 
ren wurde, konnte 1646 mit dieser Vollkommenheit noch nicht 
gearbeitet haben; dann ist in diesen Blättern die Zeichnung von 
jenerePiolzfs ganz irerschieden, lind in der Arbeit nähern sie sich 
Jenen desVS. Cantarini da Pesaro, dessen Schüler Dumenico gewe- 
sen Seyn könnte. Bartsch schwankt zwar zwischen den Geburts- 
orten Pesaro und Ancona, wir glauben aber, dass der Beisatz  
Aconae" auf- einem Paar Blättern nur den Ort bedeute, wo Peruzzinl 
das Blatt radirt hat, indem er sich me einen Anconitaner nennt. 
i) Die heil. Jungfrau, halbe Figur, mit dem Iiinde auf dem 
Schoosse, rechts im Grunde Joseph. Linlis oben: D. P. 
 1661. VAUSSGTOTÖOIIlIllClI leicht und geistreich radirt. H. 5 Z. 
     
2) Die heil. Jungfrau sitzend umschlingt das Kind "auf dem 
Schoosse mit dem linken Arme. Stmloseph rechts im Grunde 
sucht Früchte vom Ast zu pflücken. Ainßauiiistamme sieht; 
  D. P. 1661. In- gbleicheniGeschmaclie radirt, wie das obige. 
    j 
5) Christus vom Dämon versucht, letzteirernnter der Gestalt 
eines Alten, der auf einen Stein zeigt." Links unten: D. P. 
1642.' H. 10 Z. 101... Br. 3 Z. 19 L_.  
4) Die Kreuztragung. Christus, nach links gerichtet, ist von 
drei Henkel-n begleitet, halbe Figuren." Rechts oben stehen 
die Buchstaben D. P. P. F- (D- "Pßrllllini Pesarese Fece  
 Bund, Durchmesser 5 Z. 10 L.     
5) Die heil. Familie, links St. Anton von_ Paclua, und in der 
Mitte die andern. Heiligen des FPQIIZISlQKIINQPOIQlOIIS, halbe 
Figuren. Rechts oben steht: Dom. us Per. nus Aiiconae 
1661, H. 5 Z. 6 L-, Br._4 z- 8 L. (Heinecke legt diese: 
Blatt dem G. Dom. Cerrini Cav. Perugino bei.  
6)" S_t. Anton von Padua vor dem Ältere betend, über welchem 
das Kind in" einer Wolke herabsteiget, von Cheruhim be- 
gleitet. Rechts unten ist ein Engel mit der Lilie, und links 
 einten steht: Dom. P. F. H-  Z. Ö L., Br. 5 Z. 5 L. 
 Im Winklefschen-Catalog wird dieses Blatt irrig dem Dom. 
Cresti Passignano beigelegt.   
7) Eine Mordscene. Ein Mann Wirdauf einennßettcfvdn drei 
Soldaten getödtet. Links steht ein Ungar mit dem kaiserli- 
chen Adler auf dem Schilde. Der eine dieser Soldaten durch- 
bohrt den Mann iiiitdem Spiese. (Wallensteins Tod?) In 
5'" ider Mittewaben steht: D. P. 1640. H. und Breite 5 Z.
        

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