Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1767915
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Perricr , 
Frangois. 
welcher 
worden. 
1825 vom Blitze beschädiget wurde, wieder 
Im Jahre 1856 war die Arbeit vollendet. 
ausgebesser 
Ferner, FPQIIQOIS, Maler und Hupferstecher, wurde 1590, odei 
um 1590 zu Magen (Saöne et Loire) geboren, und von der Natui 
mit einer solchen Portion Leichtsinn versehen, dass er Zeitleben: 
iclaran genug hatte. Sein Vater war Goldschmied, bei Welchem ei 
als Iinabe die Zeichenlsunst erlernte, aber kaum hatte er einigt 
iAhndung von der Welt, so zog es ihn hinaus in dieselbe. Da ex 
keine Unterstützung fand, begleitete er einen Blinden nach Rom, 
hier aber nahm sich ein Iinnsthiindler seiner an, der durch ihn 
gute Gemälde zeichnen liess. Die jungen Maler gebrauchten ihn 
ebenfalls zur Ausbesserung der Zeichnung. bis endlich der gravi- 
tätische Lanfranco von dem jungen Franzosen hörte. und ihm 
Unterricht in der Malerei gab. Perrier hatte grosses Talent, aber 
sein Geist war ungeregelt, und so trifft man selten eine edle, wohl- 
geordnete Composition. Gault de St. Germain sagt, dass dieselben 
gewöhnlich ein Gemisch von grosseil und trivialen Ideen seyen. 
und nur bisweilen fänden sich Werke, die von einer Stärke der 
Seele zeugen, welche der edelsten Gedanken empfänglich war, wie 
 in dem Bilde der Giustinianisehen Sammlung, welches den Tod 
des Cicero vorstellt. Auch in S. Pietro zu Perugia ist ein würdiges 
Gemälde, den Tod Samsons vorstellend, und angeblich von Per- 
rier's Hand. Gewöhnlich tragen aber die VVerlae dieses Künstlers 
das Gepräge seiner schlechten Erziehung. Sie sind leichtsinnig 
componirt, nicht sehr richtig gezeichnet, das Colorit geht in's 
Schwarze, die Gestalten sind unedel, und die Köpfe ohne An- 
muth. Das erste Mal blieb Perrier nicht lange in liom, er ging 
aber 1655 wieder dahin, und zeichnete und radirte jetzt mehrere 
antike Kunstwerke. die aber in Zeichnung und Ausdruck hein 
ganz treues Abbild geben, nur im Allgemeinen Stellung und Be- 
wegung festhalten; es bieten aber seine Werhe dennoch Interesse, 
weil man aus denselben erkennt, welchen Reichthum von antiken 
Iiunstschätzen Rom damals noch besass. In Italien nannte sich 
Perrier häufig F. Paria. Was er in Rom gearbeitet hat, folgt 
unten im Verzeichnisse, und so fügen wir hier nur bei, dass seine 
vornehmsten Malereien in der Cathedrale von Lyon zu suchen 
sind. Auch zu Paris, wohin sich der Künstler von Lyon begab, 
sah man mehrere Werke von seiner Hand, da ihm S. Vouet Ar- 
beit verschaffte. Besonders gerühmtl wurde Acis und Galathea, 
welche der König besass. In letzterer Zeit seines Lebens erhielt 
Perrier die Stelle eines Professors der Akademie. Um 1660 oder 
1665 erlöste ihn der Tod von seiner Armuth. 
Einige seiner Werke wurden gestochen, und dann haben wir 
von diesem Iiiinstler selbst eine bedeutende Anzahl radirter Blät- 
ter, die mit kühner Nadel, aber etwas leichtfertig behandelt sind. 
Auch Holzschnitte lieferte er. Er War in Frankreich der erste, der 
nach Hugo da CarpiÄs Manier in Helldtinkel arbeitete. Eine Probe 
dieser seiner Hunst bietet die N0. 2. Im zweiten Drucke haben 
die in Italien gestochenen Blätter L8 BloncPs Adresse. Mariette 
veranstaltete ebenfalls von einigen Elllßn zweiten Abdruck. 
1) Das Bildniss _des Simon Vouet, in ovaler Einfassung, zu 
jeder Seite 81118 Fama, kl. fol. Schönes und kräftiges 
Blatt. 
2) Die Zeit, welche dem Amor die Flügel beschneiden Omnia
        

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