Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Passe, Simon de - Powle, G.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766577
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1767775
108 
Pärignon , 
Alcxis 
Nicolas. 
Anderwärts heisst es, dass Perignon zu Paris 1802 im 56- Jahre 
gestorben sei. Diess muss ein anderer lfiinstler gleichen Na- 
mens seyn, vielleicht ein Blumenmaler; von welißhßm Wir einige 
Spuren haben. Was das Monogramm anbelangt, dessen sich l'e- 
rignon bediente, bemerken wir, dass selbes mit jenem des Nico- 
laus Pcllicr nicht verwechselt werden darf.  
Guyot stach nach seinen Zeichnungen sechs kleine runde Land- 
schaften mit Ruinen, in Lavismanier.     
1) Pcrignon hat selbst mehrere Blätter radirt, besonders Land- 
schaften mit Banernhiiusern und Figuren, die in sechs Hef- 
ten erschienen, je zu sechs numerirten Blättern, die Hefte 
mit den Buchstaben A. B. C. D. E. F; bezeichnet. Auf meh- 
reren stehen die Jahrzahlcn 1768, 1771, 1772, 1775 und 
l 1775, auf den meisten der Name N. Perignon fecit, auf 
einigen die Buchstaben N. P., getrennt und verschlungen. 
Die Blätter sind ziemlich von gleicher Grössc, qu. 4., ohn- 
gefähr 4 Z. hoch, (i Z. 6 L. breit. 
 2) Landschaft mit einer Brücke in Mitte derselben. Diese hat 
zwei Joche, qu. fol.  
5) Une partic de la ville dc Fribourg et de la maison des Je- 
suites, kl. fol. 
4) Vne de la cascade de Pissevache dans le Valais, kl. fol. 
Diese beiden Blätter entstanden unter Le Bas' Direktion. 
Es gibt auch Abdrücke ohne Schrift. 
P5115110", AlGKIS NICÖIÜS, Maler, wurde 1785 zu Paris gebo- 
ren, wie Gabet (Dict. des artistcs etc. 1351) behauptet, und von 
Girodet unterrichtet. Er widmete sich der flistorieixmalcrei, lie- 
ferte aber nur wenige streng historische Werke, da er mit noch 
ärösscrer Liebe das Feld des historischen Genres bebaute. Aussor- 
em malte Pcrignon auch etliche Laxnlscliaften und Architektur- 
stücke. Ein Gemälde, welches 1819 auf der Pariser Iiunstausstel- 
rlung mit besonderem Beifalle betrachtet wurde, stellt Tasso vor, 
wie er in Rom ankommt, um auf dem Capitol gekrönt zu werden. 
Es ist diess überhaupt eines der vorzüglichstcil Werke des Künst- 
"lers, auch durch einen Iiupferstich von Buhierre bekannt, wel- 
cher 1857 zu Paris bei Rittner und Goupil erschien. Im Jahre 
1824 wurde sein Bild des Michel Angele, wie dieser den von ihm 
gefertigten Arm eines Cupido vergräbt, mit einer goldenen Mc- 
daille beehrt. An diese Werke reihen sich verschiedene andere, 
und unter diesen ist jenes, welches die Ehebrechcrin vorstellt, wie- 
der zu den rein geschichtlichen zu zählen. Es wurde auch im Kunst- 
blnue von 1353 S, 190 besprochen, und da hcisst es, dass dem 
Gemälde Freiheit des Vortrages, Geschmack in Anordnung, Ge- 
fiihl für Composition, glückliche Details, namentlich einige aus- 
drucksvolle Köpfe in der Gruppe der Schriftgelehrten, nicht ab- 
Zllsprechen seyen; es wird aber bemerkt, dass es dcr Zeichnung 
an Styl fehle, nicht eben an Grazie und Correktheit, und das 
Colorit fand der Referent zwar blass, aber harmonisch. 
Ob das Geburtsjahr des Künstlers "richtig sei, möchten wir fast 
bezweifeln, denn in den Fremdenbuchern der k. Polizßitlirelstion 
in Miixlchen ist der Iiiinstlcr 1855 alS Mann von 52 Jahren einge- 
tragen. In jenen Büchern wird auch seines Sohnes Alcxis erwähnt. 
der 1805 geboren wurde, und ebenfalls Maler ist, so dass eine 
Verwechslung zwischen Beiden stattfinden könnte. Den jiixigercn 
Künstler dieses Namens kennen wir nicht näher. Der ältere ist
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.