Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1761645
M uxel , 
Joseph. 
Muxel , 
Joh. 
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den Erwiirger des Nemäischen Löwen, und wie Herkuies den Cen- 
taur erschlägt. Auf dem Gottesackex- zu München sind mehrere 
Grabcienknxälex- von Muxel geiueisselt, und darunter zeichnen sich 
das lbePsche und Iiendlbaclfsche besonders aus. Ueher dem Ein- 
gange der Kirche von Berg am Laim-niichst München ist die Sta- 
tue des Erzengels Michael sein Werk, und im k. Hofgarten zu 
Nymphenburg sind die eolossalen Marmorstatuen desAyollo und 
der Flora von ihm gefertiget. Die zwei colussalen Löwen aus 
Sandstein an der Strasse von Abach nach Iielheim fertigte er aus 
Auftrag des Churfürsten Carl Theodor, und zur Belohnung er- 
nannte ihn dieser Fürst zum Hufbilcihauer. Eine Ansicht dieser 
Löwen und der Umgehung ist in A. v. BiedePs Sltromatlas. 
Illuxel, JOSCPh, Maler, wurde 1786 zu München geboren, und 
von seinem gleichnamigen Vater in den Anfangsgründen der Iiunst 
unterrichtet. Nachdem er sich geraume Zeit im Zeichnen geübt 
hatte, fing er an, in der Malerei seine Kräfte zu versuchen; al- 
lein er hatte dabei mit unsäglichen Hindernissen zu kämpfen, in- 
dem die Mittellosiglaeit seiner Eltern der gründlichen Ausbildung 
des Sohnes bei einem tüchtigen Meister hinderlich war. Einigen 
Unterricht in der Oelinalerei ertheilte ihm der Maler Weiss, allein 
dieser Meister konnte sich über die Manier der "alten Schule nicht 
erheben, und so war der Vortheil, welchen Muxel aus dem Stu- 
dium der Natur und der Werke guter Meister zog, immerhin der 
erheblichste. Er brachte es auf solche Weise im Portraitfache zu 
nicht geringer Stufe, wie die Bildnisse der hohen Herrschaften 
beweisen, die er in München malte. Im Jahre 1819 malte er auch 
den Iiönig Maximilian I., und nach dem 1820 erfolgten Tode des 
Hufmalers Ettlinger erhielt er den Rang und den Gehalt desselben. 
Im Jahre 1822 ward Hofmaler Muxel nach Carlsruhe berufen , um 
daselbst mehrere Bildnisse zu_malen, welche allgemeinen Beifall 
fanden, so dass er Besuche von den höchsten Herrschaften erhielt. 
 Später nach München zurückgekehrt, errichtete er eine Maler- 
schule, welche schon mehrere junge Künstler nicht ohne Vortheil 
besuchten.   
IEUXCI, Jüllann Nßpümllli, Historienmaler und Radirer, wurde 
1790 geboren, und anfangs wollte er sich der Theologie widmen, 
bis ihn seine Eltern in Folge der zu Anfang unsers Jahrhunderts 
herrschenden Wirren in geistlichen Dingen zur bildenden Kunst 
bestimmtem. Die Anfangsgründe lehrte ihn sein Vater. Joseph, im 
Jahre 1805 trat er aber in die Schule des Direktors von Mannliuh, 
und verblieb da, bis endlich König hrlaximihan 1809 (lurch P. v. 
Langer eine neue Akademie der bildenden liiinste gründete. Muxel 
war einer der vier ersten Eleven, und so erhielt er die zweite 
Pension von 150 fl. jährlich. Bei der später erfolgten Errichtung 
des adeligen Eäüiuleiniimstitutes 1n München wurde er als Zeich- 
nungslehrer angenommen, und nebenbei besuchte er noch immer 
die Akademie, bis ihn endlich ein Zerwürfniss zwischen Direktor 
V- Langer und ihm wieder in v. Mannlicirs Sehnle führte. Letz- 
 ferer wollte es bei dem Könige vermitteln, dass Muxel auf 
Staatskosten seine Studien in Italien fortsetzen dürfe, starb aber 
Q UEICh ehe sein Plan reif wurde. 
Im Jahre 1815 ernannte ihn Prinz Eulgen, Herzog von Leuchten- 
berga zum Zeichnungslehrer seiner Prinzen und Prinzesslnnß". 
und neun Jahre später vertraute ihm die Herzogin die Alllälßlll 
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