Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1761538
v2 
Musi, 
Agostixlo 
Dieses Blatt nennt man in Italien Stregozzo, in Frank- 
reich la Carcasse, la sorcellerxe oder le spectrc. 
Lomazzo glaubt, es sei nach Michel Angela's Zeichnung 
gestochen, Während Andere selbe dem Rafael zuschreiben. 
Auch in Bezug auf den Stich herrschen verschiedene Anga- 
hen. Einige legen das Blatt dem Marc-Anton bei, und sie 
glauben, dass Augustin der Venediger spiiter die Buchstaben 
A- V. hinzugesetzt habe, als er die Platte rctouchirte. An- 
dere nteitlen, beide [iiinstler haben miteinander (larztn gear- 
beitet, und wieder Andere halten die Abdriicise ohne A". V. 
als die ersten von Marc-Antoxfs Platte, und sie glauben, 
der spätere Besitzer der Platte hätte nur aus Irrthnm die 
Buchstaben A. V. hingesetzt; Bartsch kam aber nach ge- 
nauer Prüfung zu der Ueberzeugung, dass Augustin die 
Platte allein gestochen habe, und dass die Abdrucke ohne 
die Buchstaben A. V. die ersteren seien. 
115) Der lesende Philosoph am Fenster sitzend. angeblich von 
Augustin, und wahrscheinlich nach der Zeichnung eines flo- 
rentinischen Meisters gestochen. Ohne Zeichen. H. 5 Z. 
5111., Br.2Z SL. 
114) Die zwei alten Philosophen im Streite, jeder sein Buch fas. 
send. Im Grunde ist eine Arkade. Von Augustin gestochen, 
anscheinlich nach BanclinGlli_'s Zeichnung. Ohne Zeichen. 
   
115) Ein nackter Alter mit der Knicke in der Rechten sucht ei- 
nem Manne vom Boden aufzuhelfen, anscheinlich nach Ban- 
dinelli's Zeichnung. Links oben sind die Buchstaben A. V, 
H. 4 2.? Br. 2  L.? 
116) Ein bärtiger Philosoph am Fenster sitzend, links vor-n der 
 Himrnelsglobus. Oben stehen die Buchstaben A. V. Anschein- 
lichI nach Bandinellfs Zeichnung. H.  Z. 5 Lt, Br. ZIZ. 
10 4- i  
1174) Ein Soldat haut mit dem Säbel auf einen zu Boden liegen- 
(im nackten Mann , den Grund bildet eine Nische. Heinecke 
Sagt, Augustin habe dieses Blatt nach Michel Angelds Car- 
ton vun Pisa gefertiget. Das Blatt 1st indessen ohne Zei- 
chen , aber man legt es dem A. Venetiaxio bei. H. 4 Z. 4  
Br. 2 Z. 10 L. 
Ein Monogratnmist hat dieses Blatt 1550 von der Gegenseite 
co irt.  
11g) Eiili alter Mann sitzt mit der Leyer- in der Rechten auf einem 
Hügel, hinter welchem sich ein Baumstamm erhebt. Weiter- 
zuriick sieht man den Theil eines Poticus mit einem Pfeiler und 
einer Siiule- Ohne Zeichen, aber von dem. Venedigep, und 
anscheinlich nach, ß. ßnndinelli gestochen. H. 4 z, 3 1.„ 
   
11g) Ein nackter Jüngling auf eiiiev Erderhrihung sitzend, mit 
beiden Händen (las rechte Bein haltend. Vom Rücken herab 
füllt ihm eine Draperie. Am Hiigel erheben sich zwei Biiume, 
Ohne Zeichen, aber dem Augustin beigelegt, was Bartsch 
nicht unterschreiben will. H. 4 Z. 4 In, Br. 3 Z. 
121)) Ein nackter Mann mit der Heule auf" einem Stamme sitzend, 
in der Ferne 6 Figuren, die miteinander nach dem Grumlß 
zu gehen. Dieses Blatt ist im Gesehmacke AugustinXs (Festu- 
chen, ob aber von ihm selbst, will Bartsch geradeonicltt 
llüllilllptctt. Ohne Zeichen. H. 4 Z. 4 14„ ßn 5 [p
        

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