Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766443
Passarolti, 
Prosp. , 
 etc. 
Pass avant , 
J 0h. 
Dav. 
563 
Passarotti , 
Prospero , 
und" 
Passerotto , 
s. Venturafafssarotti. 
Passßvant,  DüVld, HistorienmialerlundSucliriftstellcr, wur- 
 _de 1787 zuFi-anltfurt am Mairy-gcboren, und zumllaudelSSl-Ilntlß 
  erzogen, Er hatte indessen schon frühzeitig Neigung zur Malerei, 
 {aber erst in Paris, wohin er im, ßefreiungskriege als Militair kam, 
fing er an, .._unter' David sich dexäMztlerei mit Ernst zu widmen- 
Hierauf besuchte er die Schule von Gros, und endlich ging er 
inach Italien, wodamals Koch, Cqrnelius, OverbeclgTVeit, Scbrlßrl" 
 u. a. einen Verein gebildet hatten," der auf dieneuerclrlunstrich- 
  tung entscheidenden Einfluss übte." "Auch Passavant 'Wi1"rdG Vvll 
dem Streben jener Künstler-beseelt; und er suchlte daher abzustrei- 
fen, was er aus der Französischen Schule mitgebracht hatte; denn 
die Bestrebungen der französischenliiinstler waren jenen der ge- 
 nannten Meister entgegen. In der "deutschen Kunstwelt Üwar da- 
: "mals der Sinn für die liunst des Mittelalters, zunächstfiir die 
Werke ältererdeutscher Maler, und dann in Rom besonders fiir 
jene der älteren italienischen Meister geweckt. und das 'l'alent, so wie 
die Mittelmäissigkeit sah nur Ein Zierl zu erreichen. "Allein nur das 
erstere ging siegreich aus dem Hampfe hervor, letzterifblieb an 
der alten Scholle kleben. Auch Passavant folgte mit aller Liebe 
 der bezeichneten Richtung, und er ist noch immer-"eiirwarmer 
Verehrer der neudeutschen Schule. Die Erzeugnisse jener-Schule 
fanden allgemeinen Beifall, und so auch die Bilder unsers Iiünst- 
 lers, gegenwärtig aber ist das! Au e verwöhnt. Ällassnvanl hat 
auch bedeutenden schriftstellerischen lduhm. Sein ÄerstesWerk hat 
den Titel: Ansichten über die bildenden Künste, undrnarstellung 
des Ganges- derselben in Toscana zur Bestimmungdes Gesichts- 
 yunktes, aus welchem die neucleutsche Malerschule zu betrach- 
ten ist. Von einem deutschen Künstler in Rom, Heidelberg 1820- 
Er suchte wlarin mit allem Feuer- die: angefochtenenVßestrebungen 
der Schule zu rechtfertigen, und derselben allgemeinere Anerken- 
 nung zu verschaffen, Der Wille 'war gewiss derbesie) und der 
Enthusiasmus des Schriftstellers riss auch viele hin. t-Später sind 
bekanntlich die Naturen etwas kälter geworden. 
Passavant hatte seine schriftstellerische Laufbahn mit Glück be- 
 treten, und er durfte daher auf seinem" Wege aufwiederlrolten B01- 
 fall denken. Duclrverlor er die Kunst nicht aus den Augen, und 
als er nach sieben Jahren wieder in seiner Vaterstadt angekßmmen 
war, führte er verschiedene Bilder für Privatpersonen aus, bis es 
 ihm endlich zur Zeit der Anlage des neuen Guttesackers in den 
  "Sinn kam, Entwürfe zu Grab- Denkmälern herauszugeben, um 
 auch in "der monumentalen Architektur seine Kräfte zu versu- 
 chen, In der Folge sah man: auch wieder hie und da ein histori- 
sches Gemälde vtin seiner Hand, in Frankfurtysb wie auf auswär- 
 tigen Kunstausstelldngen,   immer wusste-waren die 
 {äimstblüghgn denneudcutschexrSchule zu pflücken. In neuester 
Zeit fand er auch Gelegenheit. durch ein-öffentliches Werk mit 
 anderen Künstlern an wetteifern-h _Die Stadt Frankfurt beschloss 
"nämlich die Ausschmiickung des liaisersaales daselbst,  und mehre- 
ren Künstlern wurden liaiserbilder übertragen. Passa-vant malte 
Heinrich  den heil. Erbauer des Domes in Bamberg.   
Inzwisghen havttevider Iiünstler auch in Zeitschriften verschiedene 
Aufsätze über Iiuust veröffentlicht, und als Resultat einer Reise 
folgendes Werk herausgegeben: Kunstreise durch England und 
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