Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766426
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Giacomo zu Bologna die Madonna mitmehreren Heiligen, worin 
er mit den Carracci wetteiferte; undpvon ihnen gelobt ward. Auch 
.ein Titius wurde gepriesen; allein der Fleiss war nichtimmer seine 
Sache, er nahm es sich nicht gerne streng, ist aber nach Lanzi's 
Urtheil doeh noch schulgereehter, als Cesari. In Bildnissen zählte 
ihn Guido unter die ersten nach Titian, und zog ihm selbst die 
Carracci nicht vor, deren Namen seine ßildnisse in manchen Samm- 
lungen führen. Vor allen werden die für die Familie Legnani ge- 
fertigten Bildnisse gelobt, ganze Figuren, denen er einen histo- 
rischen Charakter zu geben suchte. Dadurch empfahl er sich bei 
pressen und Reichen , und liess die" Carraeci hinter sich, W810i": 
.1hm aber an liunst vorzuziehen sind. Dann rühmt manihn auch 
seiner Federzeichnungeii wegen. Agost. Carracci besuchte ilesswe- 
gen seine Schule, was ihm spateij für die Slecherltunst zu statten 
kam. Lanzi sagt ferner, dass Passerolti auch ein Buch verfasst 
habe, worin er von Symmetrie und Anatomie handelt. G. v. Qunndt, 
zum Lanzi III. 47, glaubt, dass sich Lanzi hierin geirrt haben 
lsöxmte, und dass dem Aurelio Passarotti jenes Buch angehören 
diirfte, da im Catalcige der Bücher des Grafen Cicognara von die- 
sem ein Buch mit verschiedenen Zeichnungen erwähnt wird. Dann 
bemerken wir noch, dass der Iiünstler auch Passerotti geschrieben 
wird, weil er sich aber auf seinen Blättern selbst Passarotti nennt, 
ist), folgten wir dieser Lesart. 1m Jahre 1592 starb der Kiitistler, 
man weiss aber nicht, wie alt er geworden. C. Gregori stach sein 
in der Gnllerie zu Florenz befindliches Bildniss. N. Dupuis und 
N. Cochin haben ebenfalls sein Bildniss gestochen.  
Bartsch P. gr. XVIII. 2 (f. beschreibt die schnell und kühn be- 
handelten Blätter dieses Künstlers, die im Ganzen selten geworden 
sind. Sie haben "fast das Ansehen von Holzschnitten. In friiheren 
Verzeichnissen sind sie oft mit jenen des B. IBassari vermischt. 
1-) Joseph von Putiphafs Frau briinstig umfasst. Links unten 
. B. P. 11.5 z., 8134-2. 10 L.  
 2) Der Besuch der heil. Jungfrau bei Elisabeth, grosse Compa- 
 sition, im Oratorio von S. Giovanni della Misericordia zu 
 Bon: in Fresco gemalt, aber verdorben. Fran. Salvialus 
 pinxit. Passarotus imitavit. H. H Z. 6 L., Br. 16 Z. g L. 
Bartsch sagt, dass man immer schwachc; Abdrücke finde, 
was irrig ist; denn R. Weigel iand einen Abdruck von er. 
 ster. Schönheit. Diesen werthet er auf 5 Thlr. 12 gr. 
3). Die heil. Jungfrau mit dem Iiinde auf dem Schoosse, wel- 
ches der kleine Johannes uxnarmt. Links untenP. F. H. 
  j 
lt) Die heil. Jungfrau mit dem Jesuslsinde, wie sie die rechte 
 Hand auf den Nacken des kleinen Johannes legt. Links un- 
tenAB. P. 11.10 Z. g L.? Br. 8 Z. 6 L.?   
5) Die heil. Jungfrau mit dem Iiinde auf dem Boden sitzend, 
auf dem Giebel des Hauses zwei Engel. B. Pasarot. H. 11 Z. 
5  Br._ 7 Z. 1_0 L-    
6) Jesus Christus mit dem Siegeszeichen. Rechts unten: B. Pa- 
sarot. H. 10 Z- Ö 14-,  5 Z- Ö L-  
Dißgßs Blatt und die funf folgenden dürften zu einer groß- 
Seren Folge geboren.   
7) St Peter mit Buch und Schlussel. B. P. H. 10 Z. 6 L., 
Br. 5 Z. Ö L.   
8) St. Andreas mit dem Ixreuze. B. Pasnrot. H. I0 Z- Ö I". 
Br. 5 Z.   
Naälffs 
Künstler  Lax. 
36
        

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