Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766354
554 
Pasion. 
Pasquali , 
Domenico. 
netianischen Schule liennen zu lernen und zu studiren; ein Glei- 
ches that er in Rom mit jenen der römischen Schule, und da er 
 aufsolche Weise bei seiner Rückkehr nach Parma mit vielen Kennt- 
nissen ausgerüstet war, konnte es ihm in der Irleimath zu seinem 
weiteren Fortkommen nicht fehlen. Er war bereits 180g Professur 
an der Aliademiedaselbst, und unsers Wissens ist der Iiiinstler 
noch gegenwärtig in Parma thätig. Pasini hat zahlreiche Bildnisse 
gemalt, und auch historische Darstellungen. Im Dome zu Parma 
ist eine Grablegung Christi von seiner Hand. 
P6151011, wird von Raoul  Rochette unter die griechischen Stempel- 
schneider gezählt. Sein Name kommt auf einer Silbermiinze von 
Cydunia vor, da aber der Name, wenigstens auf einem Exemplare 
des k. Miinzkabinets in München , so gross geschrieben ist, dass 
er das ganze Feld neben dem Kopfe der Diana einnimmt, so scheint 
dieser Name nicht den Graveur zu, bedeuten. 
Pasiteles, Bildhauer (Erzgieisscr und Toreut) aus Grossgriechenland, 
bliihte in Rom als römischer Bürger zur Zeit Pompejus des Grus- 
sen, bis gegen _50  Ch., wie Sillig in der Amalthea III.  
dargethan hat. DiePliniamseheil l-{ailclschrilten nennen ihn balclPasi- 
tcles, bald Praxiteles; 'I'hiersch, Sillig und Qberlin erklären sich 
aber für Pasiteles. Diesen Namen liest man auch in einer Ant'- 
schrift an einer Statue des Stephanus, welcher sich darin als Schii- 
ler des Pasiteles legitirnirte. Pasiteles zeichnete sich als ein sehr 
fleissieer und sor_ l'iiltivei' Künstler aus, der nie anders, als nach 
genaua vollendeter? Blluuclellen arbeitete. Er erklärte die Modellir- 
kunst als die Mutter aller übrigen liiinste, wie wir aus Plinius 
wissen. Er ferti te zahlreiche Werke, deren man zu Rom im Tem- 
pel der Juno eälige sah. Für den Jupiterstempel des Metellns 
fiihrte er die Statue des Jupiter in Elfenbein aus. Dann spricht 
Plinius auch von einem Löwen, Welchen Pasiteles nach der Natur 
mudellirt hatte. Diess hätte ihm fast das Leben gekostet; denn 
als er vor dem Käfige des Löwen arbeitete, brach ein Panther los, 
welcher dem Künstler das Modelliren fast für immer verleidel; 
hlitte. 
Dann lieferte Pasiteles auch viele getriebene 'Arheiten in Silber. 
Er scheint dieselben vornehmlich mit mythologischen und heroi- 
schen Darstellungen geziert zu haben, so wie Zopyrus und Men- 
tor; s. Winckelmann. Ciceru erwähnt eines solchen Werkes in 
Silber, welches den berühmten Coinicus  Roscius vorstellt, wie 
ihn in der Wiege seine Amme von, einer Schlange umwunden sah. 
Geschätzt waren auch seine fünf Bücher, in welchen er über die 
berühmtesten vVerke der ganzen Welt handelte. 
Ein anderer Pasiteles .war [Lehrer des Colotes, welchen Pli- 
nius von dem Obigen unterscheidet. 
Pasquah, FIlIPPO, Maler von Forli, war Schüler V01! C. Cignani 
und Franceschinfs Gefährte, welchem er um sein grosses Bild in 
Rinllni eine schöne Verzierung malte. In der Servitenhnlle zu Bu- 
lngna sind einige seiner ersten Arbeiten; ein besseres Werk von 
ihm hat die St. Vietuvlairclne zu Ravenna, WO er schon in älteren 
Jahren eine Altartnfel malte, die ihm grosse Ehre machte, wie 
Lanzi versichert. Das Todesjalnr ist unbekannt. 
Pusquali, 
Domcuico , 
Maler 
von 
venllßdig, 
dessen 
Bassaglia 
in
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.