Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766293
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Parrocel , 
Charles. 
Zweifelhafte 
Blätter. 
Brustbild eines Knaben in Dreiviertelansieht, wie er den 
Löffel über dem Napfe hält. Gestochen, ohne Zeichen. H. 
  
Bildnisse zweier Türken, en buste, ohne Zeichen. H. 5  
11 L., Br. 5IZ. 9 L. 
Parrocel, Charles, Maler und Badirer, Joseph's Sohn, wurde 1688 
Qder1Ö8Q zuYaris geboren, und vonCh. delaFosse unterrichtet. Hier- 
auf begab er sich nach Italien, verweilte da etliche Jahre, und 
nachdem er nach Paris zurückgekehrt war, suchte "er als Schlach- 
tenmaler den Ruf seines Vaters zu behaupten. Diess gesteht ihm 
indessen die Nachwelt nicht zu, denn er erreichte den Vater we- 
der im Ausdrucke, noch in Wärme des Colorits. Dieses fällt öf- 
ter in's Grauliche, und nur selten durfte es ihm gelingen, an 
Wahrheit der Färbung den Vater zu erreichen. Auch in den 
Umrissen soll er nicht genau seyn. Er malte die liriegstha- 
ten Ludwigs XV., den König zu Pferde, auch Jagdstiiclse und 
öffentliche Feste. Sehr geschätzt wurde ein Gemälde, welches den 
Einzug des türkischen Gesandten vorstellt. Diese Darstellung wurde 
in der Manufaktur der Gobelins in Tapeten nachgebildet. Parrocel 
starb 1752. 
Dupuis und N. Cochin haben sein Bildniss gestochen; Thomas- 
sin stach nach ihm ein grnsses Blatt mit dem Beiterbilde Ludwig XV.; 
N. de Larmessin ebenfalls; Desplaces: die Löwen- und Tiger- 
jagd; Juquier, le Bas, Crepy, Demarteau, J. Ch. Wille, L. Cars, 
N. Tardieu, Beauvais, Audran, M. de Guy, Preissler und Du- 
puis eine grosse Anzahl von nxilitiirischen Figuren und Scenen. 
Jiobert-Dumesnil, P. gr. freue. II. 208 PR, verzeichnet 57 gefsg- 
reich ratlirte Blätter von seiner Hand: 
1)  18) Die Vignetten, welche folgendes VVerk zieren: Ecole 
de Cavalerie, par M. de 1:1 Gueriniere, öcuyer du- roi. 2 
Voll. 8. Paris, Guerin 1756. Diese Vignetten sind bezeich- 
net: C. Parroccel inv. et sculp. Selten sind die reinen Aetz- 
drücke, und die Abdrücke ohne Schrift. 
19)  24) Studien von Soldaten, Folge von 6 Blättern im Ge- 
 schmacke des Salv. Rosa, auch unter dem Titel: Differen- 
tes ätudes de Soldats dessind et grave par Charl. ParrOSsel 
Peintre du Boy. C. Parrossel Pinxit Sculp. H. der drei 
ersten Ö Z. 10 L., H. der anderen 7 Z., Br. 4 Z. Y-QL. 
Die ersten Abdrücke sind vor der Schrift. Bei Weigel 
2 Thlr.    
a) Zwei Krieger, der eine mit dem Turban. C, Parrocel 
Pinx. Sculp. 
b) Der ruhende Chef. C. Parrocel Pinx. et-Sculp. 
c) Die Ruderer. „ „ „ n „ 
d) Der sitzende Cuirassier. „ „ „   
e) Das Pferd im Nothstall. „ n „ „ 4_ 
f) Die Fischer, eben so bezeichnet.  
25) Der Musquetier zu Pferd. U.nten_ am Rande sind die Buch- 
staben C. P. f. H. (J Z. g L., Br- Ö Z. 2 L.  
26) Der Pauker der Musquetierer, im Grunde Vdie-Compagnie 
und ein Trompeter. Rechts unten: C. Parrocel; In gleicher 
Grösse.    
        

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