Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766279
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Parrocel , 
Pierrei- 
Beim zweiten Drucke wurden clie Platten überarbeitet, und 
jetzt liest man auf dem ersten Blatte: et Chez PAuteur. 
Der NameeAudran steht am läande des 13. Blattes. 
Diese Blätter sind theils mit dem vollen Namen des Künst- 
lers, theils mit dem abgeliiirzten, die wenigsten mit den 
Initialen bezeichnet, wie die folgende Suite. 
 80) Die Wunclerwerke Jesu Christi, Folge von 40 nu- 
merirten Blättern. H. 5 Z. g L.  6 Z. 2 L., Br. 6 Z. 
6  10 L. 
Die ersten reinen Aptzclriicke sincl selten; vor dem zwei- 
ten Drucke wurden die Platten mit dem Stichel übergangen, 
und auf einigen Blättern steht Audran's Adresse. 
Eine felsige Landschaft, links eine Baumgruppe, rechts im 
Grunde ein hoher Berg, auf welchem Christus sitzt, wäh- 
rend Belzebub davontliegt. J. Par. in. et f. H. 5 Z. 2 L., 
Br. 6 Z. 6 L.   
 85) Die vier Tagszeiten, bezeichnet: Aurora, Merides, 
Vesper, Nox, und mit dem Namen des Künstlers. H. 5 7.. 
 BP. 5Z. g--10 L. 
Die ersten, sehr seltenen Abdrücke sind vor. der Schrift, 
die zweiten haben dieselbe. 
Ein öffentlicher Platz, links mit Soldaten im Bivonae, rechts 
solche um den Chef versammelt. Ohne Zeichen. H. 5 Z. 
3 L., Br. Ö Z.  _ 
 90) Folge von vier Blättern, unter eigenem Titel: Diuers 
Sujets cle Gnerre Dediö ä Monsieur Titun Cons" et Seere- 
taire du Boy  - par son trös humble serviteur Parrocel. 
Das zweite Blatt enthält die Schlacht von Senef 1614, das 
dritte die Schlacht von Cassel "1677, und das vierte das Ge- 
feeht bei Bagnols 161-1. H. 1 z. 4  5  Br. 10 z. 5 
blS 8 In. 
Die ersten sehr seltenen Abdrücke haben keine erlslärene 
den Aufschriften, die zweiten sind mit solchen versehen. 
 
Brixlliot schreibt diesem Künstler ein Blatt zu, au? wel- 
chem vor einem Zelte Soldaten trinken und sich belustigen, 
bezeichnet: J. P. L. fecit. Dieses Blatt erklärt Robert-Du- 
rnesnil nicht als Arbeit ParrocePs, erkennt hierin vielmehr 
die Hand des J. Pillement sen. 
PQITOCCl, PIBITC, Maler und Radirer, wurde 1'664 zu Avignnn 
geboren, und von seinem Onkel Joseph unterrichtet, bis er nach 
Rom sich begab, um in MarattVs Schule seiner weiteren Ausbil- 
dung obzuliegen. Später arbeitete er viel in'Langueduc, in der 
Provence und in der Grafschaft Venaissin, sein betriiehtlichstes 
Werk ist aber in einer Gallerie des Hötel Noailles in St.  Ger- 
main-en Laye, wo Parrocel die Geschichte des Tobias in sechzehn 
Gemälden darstellte. Fiir sein Meisterstiick färlvilärt Fontenay die 
Krönung der heil. Jungfrau durch das JGSüSklUd in der Kirche der 
Nonnen von Sainte-Marie zu Marseille. in der Capelle der weis- 
scn Biisser zu Avi-gnon sind ebenfalls drei grossc historische Bil- 
der von ihm. P. Parrocel war Mitglied der k. Akademie zu Paris, 
und starb 175g; s. auch Barthelemy Parrocel. 
Bobert-Dumesnil P. gr. fran. II. 174 ff. beschreibt 18 Blätter von 
diesem Künstler, von welchen 14 radirt, die übrigen mit dem
        

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