Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766256
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Parrilla , 
Miguel. 
Parrocel , 
Joseph. 
paTrlnas Mlgllßl; Maler von Malaga, wurde um 1620 geboren, 
und anlhngs von einem Dorhnaler unterwiesen, bis endlich sein 
eigenes Talent siegte. Seine ersten Arbeiten sind unbedeutend, 
doch auch die späteren nicht von sehr grossem Belange, da der 
Künstler sich besonders auch mit der Vergoldung befasste. Er be- 
sorgte die reichen Vergoldungen in (ler Calhedrale zu Sevilln, 
welche 200,000 Realen kosteten. Starb nach JÖBS. 
PÜITIS, E- T-p Genremaler zu London, ein ausgezeichneter engli- 
scher Iiiinstler unserer Zeit, dessen Ruf schon seit mehreren Jah- 
ren gegründet ist. Seine Blätter zeichnen sich durch Anmuth der 
Motive, durch Eleganz der Form, durch Glanz der Färbung und 
durch zarte Vollendung aus. Im Jahre 1851 bewunderte man (lag 
Bild der Braut, eine der lieblichsten Gestalten, die je ein Pinsel 
schuf. Doch sind nicht alle seine Werke dem Gebiete weiblicher 
Schönheit entnommen; in einigen andern sprechen sich auch kräf- 
tigere Naturen aus, und ächter Humor. Es herrscht auch hierin 
charakteristische Wahrheit, und wenn der Gegenstand es erfor- 
dert, so ist das Ganze kräftig behandelt. Seine Bildnisse sind 
nicht minder trefflich, als die Scenen. J. C. Bromley und T. Lup- 
ton stachen zwei schöne Blätter nach ihm, ersterer: Le serment 
trahi, letzterer: Le premicr Amour. Wagstaif stach nach ihm das 
Bildniss der Königin Victoria in schwarzer Manier. Andere Bilder 
sind für Almanache gestochen. 
PEXITIS, E.  Maler und Architekt zu London, ein jetzt leben- 
der Künstler, beiliss sich anfangsmit Vorliebe der Malerei, ergab 
sich aber endlich fast ausschliesslich der Baukunst. Er malte ei- 
nige grosse Gemälde aus der heiligen Geschichte, und dann ist 
von ihm auch das grosse Panorama von London gemalt, welches 
im Coliseum aufgestellt wurde. Im Jahre 1829 machte er den Vor- 
schlag, die prächtigen Malereien von James Thornhill in der Hup- 
pel der St. Panlskirche zu London zu reinigen und aufzufrischen, 
und 1856 kam die Sache wieder zur Sprache. Damals zeigte Par- 
ris eine Vorrichtung, mittels deren der in einem Kerbe sitzende 
Arbeiter mit der grössten Leichtigkeit nach jedem Punkte der Kup- 
pel bewegt werden kann. 
Parrouel: J95ePh; Maler undiRadii-er, wurde 1648 zu ßrigno]- 
IesV geboren, und von seinem Vater Barthelemy in den Anfangs- 
giiinden der Kunst unterrichtet; er war aber erst 12 Jahre alt, als 
dieser ihm durch den Tod entrissen wurde. Jetzt nahm sich der 
ältere BrudenLouis seiner an, unter dessen Leitung unser Künst- 
ler im historischen Fache glückliche Studien machte, und Pm-ru- 
cel hatte auch schon mehrere Bildnisse und geschichtliche Scenen 
gemalt, als er in Ilomudurch _Bourguign0u auf einen andern Weg 
gebrachtwurde. Er fuhlte sich von den Werken jene; Meister; 
S? angezogen, dass er fortan nur Schlachtbilder malte, und hierin 
Iiut erwarb, wenn er dein Meister auch nicht in allen Dingen zu 
Vergleichen ist. Palrrneel compunirte mit Feuer, er wugate seine 
Hßlflfiu in der geti-ihrlichsten Lage charakteristisch darzustellen, 
U"? 15! er_ma_nchmal plump und zu steif, besonders in seinen Pfer- 
dell- F38 ist indessen auch Bourguigiion nicht durchaus cum-cm in 
da? Zeslähllllngt und Parrncel hat_diess mit ihin gemein. Sonst 
ü er lll C man in seinen Bildern viele gute Parlhien. Seine Werke 
fvui-Iilefi daheiä z_ii seinen Lebzeiten ausserordentlicli geschätzt. selbst 
in m ien un in England, wohin mehrere wanderten. In Venedig
        

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