Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766206
Paroli  
Carlo. 
Paroys 
Comte 
539 
Püfßll, CHPlO, Maler von ßassand, war anfangs Schüler von G. 
Gulini, und spilßer jcnexjdes C. Bianconi zu Bologna, wo er als 
Jüngling von' zwanzig Jahren den ersten Preis der Clementina er- 
hielt. Blühte um 1775. 
Pafüllnl, GIEICOITIO, Maler von Ferrara, genoss zu Turin den 
Unterricht Pcruzzixifs, bis er in Bologna an C. Cignani einen 
zweiten Meister fand. Diess merkt man auch an seinen Werken. 
1 Lanzi findet darin zwar nicht die Eicht cignanische vollendete Aus- 
 fiihrung, doch hielt Parolini durch zierliche Zeichnung, Eigen- 
heit und Fülle seiner Cumpositioiaen, liebliche Farbe, besonders 
des Fleisches, den Namen seiner zweiten Schule aufrecht. Da er 
sich sehrstark in diesem schwierigen Theile der Malerei fühlte, 
so brachte er gerne Nackte in seinen Bildern an, besonders Hin- 
der, an deren Haltung Kenner oft den Meister erriethen. Seine 
Baechanale, seine albanischen Reigen und Launen waren in Fer- 
rara zu LanzYs Zeit so häufig, dass man eher die Sammlungen 
zählen konnte, wo sie fehlen, als die, wo sie befindlich sind. 
lxn Dome sind drei Altarbilder von ihm, besonders berühmt macht 
ihn aber die Apotheose des heil. Sebastian an der Decke in der 
Iiirche des Heiligen zu Verona, xiaeh Lanzi ein reizendes und 
wolilverstandenes Werk. Parolini ist der letzte gute Maler der 
 fBXTHTlSClICD Schule. Starb 1755 im 70. Jahre. 
A. Bolzoni stach das geriihmte Bild della Cintura, U. L. F. un- 
ter mehreren Heiligen, meist des Augustinerordens, und die Ent- 
hauptuug des Tiufers Johannes. Von ihm selbst geätzt ist: 
Die Madonna mit dem Binde von zwei Engeln gekrönt, schö- 
nes Blatt, Oval iu 4. 
Parone, Francesco, Maler von Mailand, der Sohn eines uns 
unbelianntcäu Malers, bildete sich in Rom, und suchte den Carra- 
vaggio nachzuahmen. Er malte da für Kirchen und Private, starb 
aber in jungen Jahren 1634.   
PQPOY, JilCqUeS de; Glnsmaler von Pourcaint-sur-Alier in der 
Provinz Auvergne, einer der vorzüglichsten Hiilmstler des 17. Jahr- 
hunderts. Er besuchte in" Rom die Schule Dominichimfs, ging 
dann nach Venedig, führte da mehrere Werke aus, und kehrte 
endlich ins Vaterland zurück, wo sich in Bälde sein Ruhm ver- 
breitete; denn J. de Paroy war nicht nur ein geschickter Maler, 
sondern auch Schriftsteller. Er malte im Schlosse Calignac meh- 
 rcre Fenster, dann die Chorfenster von St. Mery zu Paris, und zii 
Gannat, in der Nähe seines Geburtsortes, sieht man in der grus- 
sen Capelle der Colleglatklrche die vier Iiirchenviiter auf Glas ge- 
malt, St. Ambros und Augustin als Bildnisse zweier Herren Filhnl, 
von Welchen einer Erzbischof zu Aix war. Die letzte Zeit seines 
Lebens brachte er zu Moulins zu, und starb da in einem Alter 
von 102 Jahren, Das Jahr seines Todes scheint unbekannt zu 
seyn; seine Blüthezeit fällt u1u,1(j60. 
Paroy, Gomte de, ein französischer Iiunstliebhaber, der in der 
zweimn Hälfte des vurigen Jahrhunderts im Radium, 11115 58501? 
ders in einer eigenen Lavis- und lireidemaniei" Vcrsußilß lmwiliß- 
Er war auch Mitglied der Akademie zu Paris. "Starb nach 1804.
        

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