Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766173
536 Parmensis etc. - Paimentier, Philipp. 
Hauptstatue des Sernpia bei, während sie bei Clemens Protr. p. 14 
als Werk des Bryaxis erklärt wird. 
Pzlrmensis oder Pnrmegiano, nannten sich F. Mazzeoli,  
Baroccio, F. Simonini, E. Vicus, L. Carteron. 
Parmensis, nennen sich auch die oben unter Parma aufgezählten 
Künstler.  
Parmenucrs Jacques, Maler. lernte zu Paris bei seinem Onkel 
S. Bourclon, und hatte da Qchon verschiedene schätzhare Bilder 
geliefert, als ihn die Widerrufung des Ediktes von Nantes zur 
Flucht zwang. Er ging nach England, und arbeitete mit Ch. de 
la Fosse zu London im Hötel llrlontague, führte aber auch für Kir- 
chen und andere öHcntliche Gebäude Werke aus, doch ohne sein 
Glück zu finden. Um weitere Arbeit zu suchen, ging der Iiiinst- 
ler nach einiger Zeit nach dem Haag, doch kaum hatte er im Pal- 
laste Loo drei Declaenstiiclie vollendet, so verleiclcte ihm der Pal- 
lastinspektor dermassen den Aufenthalt, dass Pnrmentier nach Lon- 
don zttriickging. Hier fand er aber nichts mehr zu thnn, und 
auch in Yorlsshire, wohin er sich begab, niihrte ihn dieilrlunst 
dürftig. lm Jahre 1721 ging er wieder nach London, in der Holi- 
nung, nach Lnguerrds Tod Aufträge zu erhalten, allein auch jetzt 
mehrten sich diese nicht, und so beschloss er endlich, 1750 nach 
Amsterdam zu reisen, woran ihn aber der Tod hinderte. Damals 
zählte er 72 Jahre.   
P. van Gunst und Baudran stachen nach ihm das Bildniss von 
St. Evremont, und J. Gule jenes des Architekten D. Marot. 
Parmentier, Phlllpp, Bildhauer von Feluy bei Nivelles, er- 
hielt den ersten Unterricht von seinem Vater, einem berühmten 
Verzierungs-Bildhauer, er selbst aber strebte nach höherer Aus- 
bildung, und ging nach Paris. Hier besuchte er die Akade- 
mie, studirte fleissig nach den damals noch in Paris versammel- 
ten antiken Hauptwerken, zog unter Bridan's Leitung auch die 
Natur zu Rathe, und war bei solchen Bestrebungen in kurzer 
Zeit im Stande, in eigenen Schöpfungen sich zu zeigen. Im 
Jahre 1818 vollendete er eine vier Fuss hohe Statue des Anacreon, 
. welche bei der damaligen Ausstellung in Brüssel allgemeine Aner- 
kennung fand, und von der königlichen Societät mit einer Me- 
daille beehrt wurde. De Bast hat dieses Werk für die Annales du 
Salon de Gand p. 51 abbilden lassen. Im Jahre 1825 stand seine 
culussale Statue des Jasun vollendet da. die als Meisterstück der 
modernen Sculptur gepriesen wurde. Dieses durch Schönheit und 
Adel der Form ausgezeichnete Standbild ist in einem'Saale zu Am- 
sterdam. Hierauf fand er in Gent Gelegenheit, auf umfassende 
VVeise sein Talent zu erproben. Hier zierte er unter Leitung des 
Architekten Ptoelandt das herrliche Universitätsgebüude mit Sculp. 
UJFCTI, führte Statuen und Büsten in Marmor aus, wie jene des 
Augrr Busbec im Universitätsgarten u. a. In den Besitz des Kö- 
nigs kam 1326 die meisterhafte Statue einer Badenden, in Marmor 
ausgeführt. In einer Kirche zu Brüssel ist seine Statue der Reli- 
gion, von welcher 1853 C185 Modell vollendet war, und in der 
Kirche zu Laecken wurde die Statue der Wohlthätigkeit aufgestellt, 
als ehrendes Denkmal des 1350 verstorbenen Bortier. Alle diese 
Werke wurden bewundert, es gibt aber deren noch mehrere an-
        

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