Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1766077
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Pavia, 
F rances co"; 
Parigi  
VAlfbnso. 
Pavia, Frßneeseß, neunte-sei; in Italien r; reiner. 
Parlbenlus, Jßßlntus, Kupferstecher, dessen; Lebensverhältnisse 
unbekannt sind. Wir kennen nur ein einziges Blatt von ihm, fol- 
genden Inhalts:  
Eine heilige Familie, wie Joseph und Maria kniend das auf 
einem Kissen liegende Jesuskind anbeten, nach Rafael. Ja- 
cmtus Paribenins sc. 1662. Rund, gr. fol. 
Pürlgl, AIFQUSO, Architekt, der ältere dieses Namens, war Schü- 
ler seines Vetters B. Ammanati, und nach Milizzizfs Unheil ein 
bIosseiVPi-alstilier. Er baute das von Vasari begonnene Gebäude 
 degli Uflici nuovi aus. Starb 1590.  
Parigi, GXUIIO," Zeichner und Architekt, der Sohn des Obigen, 
 besuchte die Schule des B. Bilontalenti, und gelangte zu gressein 
Buhme, nicht allein in der Civilbaukuust, sondern auch als In- 
genieur und Mechaniker. Der Grossherzog von '1'0skana nahm ihn 
1n seine Dienste, vertraute ihm verschiedene Bauten an, und selbst 
 den Unterricht seiner Prinzen. Parigi hatte auch eine öfientliche 
Schule, in welcher Sühne des hohen Adels und von Offizieren un- 
terrichtet wurden. Als Architekt hatte er die Aufsicht über die 
Cathedrale zu Florenz. Er bunte auch den Pallast Marcelli, und 
 dann leitete er die Festlichkeiten. Alle Deecorationen, die man 
dabei brauchte, wurden nach seinen Zeichnungen ausgeführt. 
Proben dieser Art sind in einem Iiupferwerke bekannt, Irvelches 
Theatersccnen, Ballets, Aufzüge und andere Dinge bei den Hof- 
festen des Grosstierzogs von Toskana enthält, 1606, 1608 und 
i 1615" von R. Canta-Gallina, J. Callotr, Stpde la Bella und Parigi 
radirt. Zwei Blätter von ihm sind in einer Folge von sieben De- 
corationen einer Oper, welche bei der Vermählung des Grossher- 
zogs Cosmo de' Medici mit der Erzherzogin Maria Magdalena v. 
Oesterreich 1608 gegeben wurde. Sie sind nach der Erfindung von 
Parigi, fünf Blätter von Canta-Gallina und zwei von unserm Ar"- 
chiteltten selbst radirt. Im Jahre 1655 Starb der Künstler. 
1) giargino di Calipso. Intermedio terzo. Giulio Parigi I. et 
- l 08- ' 
2) 'l'empio della pace. Intermedio Sesto. Giulio Parigi I. et F. 
Diese beiden Blätter gehören zur oben erwähnten Samm- 
lung, qu. fol.   
5) Eine Landschafßnach R. Cantagallina, mit einem grossen 
Baume-zur Rechten, links Gebäude und ein breiter Weg. 
Octoägon, mit einem Monogramme und der Jahrzahl 1625, 
qu. . 
Pßrlgl, AHOIISO, der Jüngere, Sohn und Schüler des Obigen, 
war ebenfalls ein berühmter Ingenieur und Architekt, so wie Me- 
chanikus. Er zog als Ingenieur mit der Armee flach Deutschland, 
vollendete nach seiner Rückkehr mehrere von seinem Vater begon- 
nene Arbeiten , und zeigte dann auch in eigenen Erfindungen seine 
 Geschicklichkeit. Er übernahm es, den Palazzo Pitti wieder in's 
Blei zu stellen, da dieser mehr als eine Drittelelle vorwärts gesunä 
lsen war. Milizzia erzählt, was der Iiiirlsller dabei für Mittel an- 
gewendet habe. Dann baute er den drei Stockwerke hohen Pallast 
Scarlatti, und seine letzte Arbeit war die Eindämmung des Arno,
        

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