Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1765857
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"Panacrnygs. 5- 
Panaeus. 
PanaenusWMat-i- vop-IAthen, _dei:iNÄeffe des "berühmten Phidias; wi 
der genanerei-Strabo benachrichtet"; während Pl-inius und Pausani: 
 ihn Brudßrudgsselben. neulien. Die Bliithiezeit dieses Biinstler: 
welchen Einige den C-irnabucßder ültercnßathenisehen Malerschul 
genannt haben, setzt Plinius in Ol. 83, und O. Müller dehnt dig 
selbexbis Ol- 863.15. Er malte die Schraukenmdbs Tlirones,"5au 
welchem Phidias Olympischrar Zeus ruhte, so wie die Blumen de 
(ioldgewandesr, wie O. lllriillerialusß alten QuellenV schliesr-t; löiitti 
gar, in der Archäologie der lYlalerei, dehnt diese Thiitiglscit 'noc 
weiter aus", indem er den Panlinus als denjenigen Gehiilfen dr 
 Meisterstbezeichnet, der theils dessehvSculpturieri intHolz undYPfl 
fenbein mit Farben anmalte  theils! die in Metall gegossenen Bild 
werke mit Schmelz ausziertc. vNach Böttigerk Ansicht dürften di 
ilsleinerxi Figuren und Lilien s-aufnclen Gewändern in metallische 
Schmelzarbeit:ausgcfiihrtagewesen seyn. Dann wissen wir aus Pli 
nius,w das-sdieser Künstler auch das Innere das Schildes der: Mi 
 nervas inwElis gemalt hnbe,_-1md da dieser von Erz war, so könnt 
 sich Paniinusihier-ebenfalls der Schmelzmalerei bedient haben. 
Dann" gab es vbn Panaehus anchWVantlbiyltlery deren Slfül)! 
bochTmehi-ere sah, Vielleicht waren alle aul"'Stucco gemalt; vve 
nigstens" istirliess von Einigen nachweisbar,- während andere au 
 .'Holztäfeln""ausgeführt gewesen seyn dürften. Thiersch, Miille 
 u. a. siiidiianich der vollen Uelierzeugnng, dass die Alten uhuiit 
telbar auf die, Wand gemalt haben, nur Baoul-Rochette (Peinture 
antiques inedits etc. die Reccnsipn im; Iiunstblatte _1857),li,iss 
 durchaus keineitllfanrlniälerei: gelten;      ' ' 
 Panaenusyxialte im 'I'einp_el der Pallas zuwI-Zlis auf einen Grund 
der mit Milch und Sßlixtan Agemischti war. Plinius "erzählt zsvar nur 
dass deri1{iihSl1erfeipenÄpArivvurf' (Bach dervgbiröhnlicheren Annahl 
mie)" auf die Mauer geinaclithabe, es bleibt aber "doch kaum eii 
Zweifel übrige dass Palnänus darauf ein Gemälde ausgeführt habe 
 weil Pliniussagt, dass man noch den Saffran riechei wenn mai 
 mit,d_em,Eiiiger reibe." Ilm Tempel des Jupiter zuOlympia an der 
 5 Wänden, lyvo der Thron des Gottes stand, malte er mythologische 
 "Bilderfdereni Pausanias einige beschreibt; das berühmteste Werl 
des ilfiiinstlers nenxit aber der Pericget die Schlacht bei Maragthon 
 welche Panänus in der Pölgilefzuuiithen" gemalt haben soll. doch aucl 
 Micqri und {Pqlygnotiwerden als Meister genannt, Für Paniinu: 
 ist aiuichtßrvirklich der Umstand, dass darauf die Bildnisse der Haupt 
persbneni angebracht waren, etwas bedenklich; denn die Schlauch 
 fiel  vor, mehr wiedo" Jahre friiherf als Panänus arbei 
  t fete; "und sotnüsste er denn die 'Helden nach d'en schon vorhande 
nen Bildnissen, oder blos nach der Ueberlieferung gemalt-haben 
Es waren, da mehrere Momente der Schlacht aufgefasst, Göttei 
i und"Härherfeingemischftf ausscrdem auch die Fluch! Zu den Schiit 
fen  dargestellt. Ptaouli Rnchette hält diess für ein Tätfelgemälde 
 weil erglaubt, die zu einem Wandgemälde erforderliche Eileunc 
Sicherheit gestatte keinefikonisehei Darstellung der Heerfiihrer bei 
der Parteien. Die Geschichte sagt indessen nicht, dass der liiinstt 
19.1? dieses Bild auf Holz gemalt habe, und somit scheint es, das: 
Übe!" die Ar]: de? Ausfiihrufig- dieser Werke kein eiltscheideride": 
Uflheil zu fällen ist. Das scheint siehe-r zu seyn, dass die Alten 
häufig auf Stuccobewurf, und selbst auf Marmor gemalt haben. 
PBUQEUS, wurde irrig auch der obige Iiiinstler genannt, so wie Pan- 
taeus. Es gibt indessen einen Edelsteinschneider Pnnaeus, ivoh
        

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