Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1765774
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Palmezzano, lNIarcc). 
Palmieri , 
Pietro. 
Tapete abgezeichnet. Die Stecher sind nicht immer angoge- 
ben, und so könnten auch etliche von ihm selbst herrühren. 
1) Allegorie pour Mr. Machault qui a pröscrvd Paris de la fa- 
mine 174g. 
2) Le Triumphe de la religion, Allegorie sur le Mandement cle 
Mr. PArcheVÖque cle Paris.  
 5) Le Cocq et Leupard, Allegorie ßur la bataille cYHastenbm-g 
911 1757. 
Palmezzano, Marco, Maler von Forli, wurde um 1490 geboren, 
und von lllelozzo da Forli unterrichtet. Er gehört zu den guten 
 Künstlern seiner Zeit, doch scheint ihn VHSnri wenig gekannt zu 
haben, da er sogar seinen Namen in Parmegiano umgestaltete. 
 Lanzi, Ticozzi u. a. nennen ihn gewöhnlich Palmcgiani oder Pal- 
meggiano, der Iiiinstler scheint aber Palmezzano gelteissen zu ha- 
ben, da er sich so und Palmezaxius auf Bildern der ktlnigl. Pina- 
kotheken in, München und Berlin nennt. Auf anderen Bildern un- 
terschreibt er: Marcus Pictor Foroliviensis oder Marcus Palmasa- 
nus P. Foroliviensis. Es finden sich auch in Italien noch mehrere 
"  Bilder von Murco da Furli, von welchen die früheren noch in 
der VVeise des 15. Jahrhunderts gemalt sind, höchst tleissig, mit 
Anwendung von Vergoldung. Die Werke seines zweiten Slyls sind 
nach Lanzi kunstreicher in den Gruppen, breiter in den Umrissen, 
grösser auch in den Verhältnissen; zuweilen aber freier und min- 
der mannigfaltig in den Köpfen. Er pflegte dem Hauptgegenstande 
auch Episoden einzumischen; wie in der Hreuiigung zu Agoslino 
in Forli, wo er auch den Besuch des, heil. Antonius bei St. Paulus, 
und den heil. Augustin mit dem Engel am Meere vorstellte. In 
diesen kleinexnBilderna die er manchmal in den Sockeln an- 
bringt, HndEtHlhXl-ILGIIZI u_bcrau_s vollendet und anmuthig. Auch 
 in der Landschaft ist er heiter, in Bauwerken reizend; seine Ma- 
 dannen und andere Gesichter sind nach Lanzi's Ansicht schöner, 
 als die von Costa, nicht so schön, als die von Francia, welchen 
er in der Färbung weniger nachahmte, als den Ilondmello. In der 
Pinakothek zu Miinchen ist ein schönes, wiirdevolles Bild derlVlia- 
donna auf dem Throne, rechts St. Petrus und Franciscus, links 
Anton der Einsiedler. und St. Paul. Unten am Fussgestelle spielt 
ein Engel die Violine. Bezeichnet: Marcus Palniezanus P. Foru- 
livianus faciebat 1515. In der ltiinigl. Gallerie zu Berlin sind drei 
Bilder von ihm, siimmtlieh mit dem Namen des Künstlers: die thro- 
nende Madonna mit Heiligen, der auferstandene Christus und ein 
kreuztragender Christus, nach Iiugler (Besch. d. Gall. S. 77) iwiiv 
insgesammt nicht von sonderlich tiefer Bedeutung, doch in einem 
ernsten, würdigen, ebenfalls zugleich strengen Styl ausgeführt. 
 Lanzi fandbis 1557 Nachrichten von lllarco da Forli; im Jahre 
1540 oder um diese Zeit ist er gestorben. 
Palmieri, Pietro, Zeichner, Maler und Iiupfcrstecher, wurde um 
"1740 in Parma geboren, und nachdem er die Anfangsgründe der 
Kunst in seinem Vater-lande erlernt hatte, begab er sich nach Pa- 
riS. {Im daselbst seine Ausbildung weiter zu verfolgen. Er fertigte 
da eine bedeutende Anzahl von Zeichnungen, deren mehrere im 
Cabinet Paignon Dijonval beschrieben werden. Darunter ist eine 
heil. Familie auf der liuhe lin Aegyfiten, mehrere Landschaften und 
drei Genrestiieke. Seine Zeichnungen sind entweder mit der Feder 
und in" Bister- behandelt, oder aquarellirt, theilweise von grosser
        

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