Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1765553
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Palea , 
Fi-a 
Giuseppe. 
A-Palencia , 
Gasparo 
terrieht ertheil-tm- Die .Fi1rts_chritte,- welche er hier in kurzer Zeit 
machte, Waren so überraschend, dass ihn einige Iiunstfreunile 
ermunterten, die k. ls. Akademie in Wien zu besuchen. Hier 
nahm sich Bibiena seiner an, und- da er schon im Ewanzigsten 
Jahre mit einem Gemälde, welches Judith und Holofernes vorstellt, 
den grossen Preis gewann, so wurde sein Talent allenthalben ge- 
priesen. Hierauf reiste er nach Italien, um die Werke- der yene- 
tianischen Schule zu studiren, besonders auch, um Crespi und 
Spagllolet zu cupiren, und so nun kam er mit dem Bu-feeincs 
vorpügliehen Künstlers nach Pressburg zurück. Die hohen Herr- 
schaften überhäuften. ihn jetzt mit Arbeiten, cliein Altarblättern 
und Gabinetstüchen bestehen. Von den ersteren sieht manzu Da. 
tis, Gotsehecls, Igmar, Tallosch, Eperies und zu Pressburg. Bei 
 Trinitariern daselbst ist das Ilochaltarblatt mit den Erlösung 
Ader Gefangenen sehenswerth. Auch zu Iireinsicr und zu lärüm; in 
Miihren führte er mehrere Gemälde aus. lYIan glaubte, _Palclao 
habe sich damit unsterblichen Ruhm erworben, und so konnte es 
nicht fehlen, dass auch auswärtige Höfe seine Jlunstjn Anspruch 
nahmen. Palclsu wurde nach Dresden berufen, um in der katho- 
lischen Hofkirche die Johanneslaapelle und das Altarblatt derselben 
zumalen. Er stellte auf diesem den Heiligen dar, wie er aus dein 
Wasser gezogen und von der Cieistlichkeit getragen wird. Diese 
Malereien erwarben dem. Iiünstlcr den vollen Beifall des Königs, 
und 1752 ertheilte er ihm das Dccret eines la. sachsiscb-poluischcx1 
Hofmalers, Ausscrilcm malte er für diepelnisehe Nationalcapelle 
"in Ilom den heil. Casimir, und für den Grafen von Brühl mehrere 
Cahinetsstücke. Spiiter begab sich der Künstler nach Miixxehexi, 
und wurde 176.1 churliirstlich bayrischer Hulmnler. _Doch blieb 
Palcko nicht__immer {in München; er lebte thcilwcise auch in Prag, 
..Wo er in der Jesuitenlairche einige Frescobililer"ausführte. Im 
Jahre 1767 starb er, nach Einigen in Miinbehen, nach Andern in 
Prag, wahrscheinlich in letzterer Stadt. J. Arnold, Bartolozzi, J. 
G. Ilaid, Jnngwirth, Sueelaler, Schniutzer, Schmittner, Balzer, 
Pitteri, Salncr, Oesterreich und Gaillarcl (Gaillard exCÄ), haben 
nach. ihm" gestochen"   
wDann haben wir von Paleko selbst einige geistreich radirte Blät- 
ter, im frühen Drucke vor der Schrift. 
1) Christus am Brunnen bei der Samariterin. _Car0lus Pnlclio 
Fee, gr. 8.   
 2) Die Madunna mit dem Iiindc. Fr. Carolus Palelao inv. et 
fccn, 8. Schönes Blättchen.    
5),Adam erhiilt "durch Gott das Leben. Palcläo l'ec., gr. 8- Sehr 
selten sind die Abdrücke mit den durchs Aetzen verderbe- 
"  nen Stellen.  
4) Adam und Eva fürchten sich vor dem ewigen Vater, Xav. 
 Palcko feo, gr. 8.   
P 81811, Fra Gilläßmlö, Architekt von Palermf). fertigte im 1-1. 
Jahrhunderte verschiedene Risse- zuMI-Iiiuscrn, Iunchetl und Allärcn. 
J- 3- Falda hat einen clexj letzteren gestochen.  
Palencxag Gasparo de, Maler, arbeitete um 1509 in Valladolid, 
imd gmg dann nach Astorga, um Q1311 Hüüptaltar dCr_C;gthedrnle 
21111101211. Seine Werke sind sehr selteh; sei es, dass er in frü- 
 hen Jahren Starb, oder dass seine Bilder andern Meistern beige- 
legt vverdexr. Einige tragen seinen Namen.
        

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