Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1765489
Piljßll, Augustin, Bildhauer; geboren" zu Paris 1750, gestorben, 
.dnselbst 1809. Dieser vortreffliche Künstler bildeteesich in der 
SchuleLeinuinäs, der damals auf diese Iiunst den grössten Ein- 
fluss übte, erhielt als achtzehnjiiihriger Jüngling den grossen aka- 
demischen Preis, und setzteghierauf s'eine"Studien in Rom fort. 
Eine lilarmorgruppe, Pluto mit dein Höllenhunde, verschalite ihm 
in- seinem dreissigsten Jahre die Aufnahme in die Akademie. 
Päfijii hielt sich an die Natur, und war der erste, welcher ei- 
nen bessern Pfad bezeichnete, die um die" Mitte des verflossenen 
Jahrhunderts gcsunliene Bildhauerliunst wieder zuhcben. Zu sei- 
nen vorziiglichstcn Werken geliiiren die Statuen von Deeartes, Pal- 
cal, Turenne, Bossuet und Buffon. Er behandelte die Drapcrie 
mit Einsicht und Geschmack, und gab seinen Personen edle und 
passende Stellungen. Bleibendes Verdienst hat auch seine Psyche, 
in dem Augenblicke dargestellt, wo der Gott der Liebe ihr ent- 
 floh, jetzt" in der Gallerie des Luxembourg. Von Pajou sind fer- 
 ner die drei Najaden an" der Fontaine des Innocens, die er ver- 
fertigte, als 1788 die Fdntaine auf den" "Platz "der" Unschuldigen 
versetzt wurde. Die Herzögiii von Mazarin liess durch ihn eine 
lebensgrosse Statue in Blei fertigen, Amor "_als Besieger der Ele- 
 mente vorstellend, und für das Palais royal führte er vier neun 
Fuss grosse Statuen in Marmer" aus: Mars," Apollo, Prudentia 
und Libcralitns. Iin Jahre 1802 wurde seine Biistewzles Cäsar in 
der Gallerie der Consuln aufgestellt. Sein Werk sind auch die 
Frontonsdus Hofes dpslfalais royal, jvo die Statue Ludwig XVl. 
aufgestellt wurde. Danmferiigtc er die Sculpturen des grossen Thea- 
tersaales iin Sclilusse ziiiVc-rsriilles, die Ornamente im Palais Bour- 
bon, die neuen Zierwerlse in der Cathedralc zu Orleans u. s. w. 
 "Die von ihm gefertigten YVcrhe in Stein, lilei, Holz und Zeich- 
nung belaufen sich auf mehr denn 200;" Iiir Jahre 1767 wurde er 
Mitglied und Professor an der alten Altadeinic zu Paris, und spü- 
ter Mitglied des Instituts. Auch auswärtige Akademien ixiililten ihn 
unter dieZahl ihrer Mitglieder, denn  war europäisch. 
 Dann" gendss er auch als Mensch allgemeineAchtiing. Im Pausa- 
nias Fmnqags, wf, S, ['62  74 die Biographie mitilem Verzeich- 
nisse (lerWcrhe des Kiinsitlcrs zu lesen, heisst es, dass seine Seele 
inaclacllos gewesen, tfiieIAiÄges "gedacht,  und sein Auusseres jene 
Ehrfurcht eingeilösst halrer," die man der. Tugend schuldig ist. Da. 
isLatich das Bildniss des Künstlers, nach Holand's Büste gestu- 
clien; '"Cl'l3l'PGniiCl' stach nach ihm Lyctitig, der den Sparta-nein 
  ihren iietigeliornen König zeigt; Martini: _die- Einnahme von Ve- 
jus durch die Römer,- und Albinusß, wie erden Vestalinnen sei- 
ngn Wagen überlässt.   
PEQOU, JQCQUES AUVgUSlIH, llisttiriennialeiä, der Sohnsdcs lie- 
riihmten Bildhauers, wurde 1766 zu Paris gebisren , und von Vincehg 
in' der Kunst unterrichtet. Auch dieser Künstler gehört zu den 
 vorzügliehsten lYlcistiern- der früheren französischen Schule, man 
muss aber gestehen, dass sich die Verhältnisse, unter welchen er 
zur Celebrirlit gelangte, geändert haben. Man gibt den Werken 
 der neuen Schule du; Vorzug, hat aber die Werke Pqjoifs iiidht 
vergessen. Dazu gchiiret _eiue _gro_ss_e _Anzahl von, Billdnissen, 
 Wiejßpes des Kaisers unddß! Kaläßrltrvoii Frankreich, cgS Mal'- 
scliallsßcrihiey, dgrylßildhaußfß  J. David u. s. w_ psim malte 
Pajouimehrere kleinere Cabip8ISSti1Cli0, und grössere"Darstellungen 
aus der heiligen Geschichte, der Legende, Mythologie und Zeit- 
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