Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1765417
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Pagani , 
Vincenzio. 
Pagani, 
Paolo. 
Anfang unsers Jahrhunderts ein schönes ßildniss des Künstlers, 
wie er die Skizze dieses Gemäldes in der Hand hält. Auch in 
Privatsammlungen zu Florenz findet man noch etliche Bilder von 
ihm, und wenige im Auslande. Dann hat Pagani auch nzodellirt, 
namentlich etliche Basreliefs beim Gusse der Pforten der Cathedrale 
zu Pisa, wo er die Arbeiten leitete. Selbst in der Baukunst war 
er erfuhren.   
G. B. Cechi, oäer Eredi, stach den Tod der heil. Helcna in 
Gegenwart des aufgefundenen wahren Kreuzes; vortreßliclvxe Com- 
lmsilirm, das Gemälde der Carmelitenkirche- Lasinio und Vascel- 
lini stachen das Gemälde des Pallastes Qundagni in Florenz, Mu- 
ses vurstellend, der Wasser aus dem Felsen schlägt. Lastri 
Pittrice Nro. 51.  
Pagilül, VIÜCCUZIO, Maler von Monte Ilubbiano im Gebiete von 
Piceno, wird für RafaePs Schüler gehalten. In der Cnllegienkirehe 
zu Monte Rubbiano ist von ihm ein schönes Bild der Himmelfahrt 
Mariä, und eine zweite Darstellung dieser Art in Fallerone. Zwei 
andere Gemälde zu Saruana nennt Colucci in den Memm-ie di Monte 
Bub. p. 10 schiitzbar und Rafaeliseh. Lanzi fand in Picene bis 
 1529 Nachweisungen von diesem Künstler, und um 1535 fand er 
in Ümbria seine Spur wieder, wp Pagani bei den Cunventualen das 
Bild der Capelle Oddi gemalt zu haben scheint. Paparelli sollte 
ihm helfen. So viel ist gewiss, dass der Künstler noch 1555 ge- 
malt hat. Ticozzi dehnt seine Lebenszeit bis 1563 aus , was Wulll 
nicht möglich ist, da 1555 sein Sohn schon Stadtvogt in-Perugizl 
war.  
Pagani, MBULIO, Fnrmschneiclcr, der um die Mitte des {Ölen Jahr- 
hunderts in Venedig lebte. Seiner erwähnt Papillon im TH-aetate 
über die Holzschneidkunst und nach ihm Füssly und Heller, alle 
aber wissen nur anzugeben, dass Pagani nach J. Gastaldcfs 
 Zeichnung Landkarten geschnitten habe. 
Paghni wagte sich auch an Höheres. aber seine Blätter scheinen 
gelten zu seyn. Folgendes ist sein Werk: 
Der Doge von Venedig mit den Gesandten und dem Gefolge 
durch die Stadt gehend. Oben im Cartouche stelrt: lu Ve- 
netia per Matthio pagano in Frezzeria al segne de la Fede. 
Sehr gr. qu. F01.  
Pagam, PBOlO, Maler von Valsolda im Mailändischen, wurde 1661 
(geboren, (nach Ticozzi 1656), befliss sich im Mailand der 
 "Irluust, und führte daselbst auch seine ersten Bilder aus. Zanetti 
giebt ihm nicht das rühmlichste Zeugniss. indem er sagt: Pagani 
habe im Zeichnen nach dem Nackten einen neuen, doch gute Wil-k. 
ung thuenden Geschmack eingeführt, (den .ab.el' P11!" die damalige 
Zeit erträglich fand.) Pagani ist ein Mafllßflfit 1m hohen Grade, 
der Uebertreibung für Ausdruck, Ünnaturnfur Wahrheit nahm. 
In den Kirchen zu Venedig sind etliche Gemälde von ihm; in den 
Kirchen und Gallerien zu Mailand die meisten. Zu Iiremsiei- in 
Mähren malte er den erzbischöllichen Saal in Frescn aus, und in 
 der Stifiskirizhe Zu Welehrad war eine Himmelfahrt Christi yuu 
ihm als Altarbild. In der Dresdener Gallerie sieht man das Bild 
der hiissenclen Magdalena in der Grotte, wie sie mit Ungestüm das 
Kreuz, küsst. J. Tardieu hat dieses Bild für das Galleriewerk ge- 
stochen. 
        

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