Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1765384
Paidnlli , 
Gibvanni", 
Graf 
Paelinck , 
Jos. 
457 
Püdllni, GiOVBHIIi, Graf V01], Kunstliehhaber in Mailand, der 
aber zu den vorziiglichsten italienischen Landschaftsmalern unsers 
Jahrhunderts gezählt werden muss. Wir fanden von Seiner Halld 
auch drei lithographipte Blätter erwähnt: 
Ansichten von Mailand, von Sicilien ünd der Umgebung 
Roms.  
Paelinck, JOSBPlI, Ilistorienmaler, wurde 178i in Oostacker bei 
Gent geboren, und schon in früher Jugend iiusserte er entschie- 
dene Neigung zur Isiunst. Desswegen schickten ihn seine Angehö- 
rigen" auf die Akademie in Gent, wo ihn Professor Verhaegen zu 
seinen lleissigsten Schülern zählte, und bereits mit den Mitteln sei- 
 Der Kunst vertraut, ging er dann nach Paris, um die damals 
hochberiihmte Schule avid's zu besuchen. Hier machte sich Pae- 
linck bald bernerklich, da selbst der Meister die Bilder des jun- 
gen Künstlers mit Beifall lohnteyund seine Vaterstadt erkannte 
bald darauf sein , auch durch Landdus Umriss bekanntes, Gemälde 
mit dem Ürtheile des Paris als des ersten Preises würdig. Es ist 
dieses eine graziöse Compusition im Geiste der damaligen franzö- 
sischen Schule, von deren Fesseln sich Paelinck nie mehr losma- 
chen konnte. Hierauf malte der Künstler den heil. Culetus, wie 
er zu Gent die Urkunde zur Stiftung seines Iilosters emptiingt. und 
dann haben wir von ihm auch ein ähnliches Bildniss der Kaiserin 
Josephine, welches sich im Saale der k. Gesellschaft der schönen 
liiinste zu Paris befindet. Das Bild der Hlostergriindung kam in 
die Kirche des heil. Bavo zu Gent.    
Nach seiner Rückkehr ins Vaterland malte er das Bildniss des 
 Präfekten Faipoult, blieb aber nicht lange daselbst, da ihm eine 
königliche Pension zu Theil wurde, um in Rom seine Studien 
fortzusetzen. Paelinck verweilte; da über drei Jahre, und führte 
mehrere Werke aus, die zu den vorziiglichsteu Erzeugnissen da- 
maliger Iiunst gezählt wurden. Ein grosses" Gemälde, welches die 
Verschönerung Roms durch Kaiser Augustus vorstellt, wurde im 
Quirinal auf Monte Cavnllo aufgestellt. Im Jahre 1811 malte er 
in Rom den Landmann aus der Campagna di Boma, und die Skizze 
zu einem Altarbilde, welches der Künstler 1317 der, Kirche in 
Oostacker schenkte. Es stellt Christus am Kreuze dar, und ein 
 anderes Hauptwerk aus jener Leit, die Findung des heil. Kreuzes, 
jetzt in St. Michael zu Gent, ist in de Basfs Annales du Salon de 
Gaucl p. 27 abgebildet.     
Nach seiner Rückkehr malte er in Gent mehrere kleine Bilder 
und Portraite, auch jenes des Königs und der "Königin, der Prin- 
zessin Marianna etc. Im Jahre 1315 wurde er in Brüssel k. Hof- 
 maler, Mitglied des k. niederländischen Institutes, und 1820 auch 
Ritter des belgischen Löivenordens. In demselben Jahre Wurde sein 
Bild der schönen Anthia gekrönt, und de Bast hat es in den An- 
nales du Salon p. 35 in Abbildung gegeben. Daselbst ist im Jahr- 
gan e 1825 p. 25 auch das Bildniss Wilhelnfs l. gestochen, 50 wie 
p. ä; das 16 Fuss hohe Gemälde der Jünger in Emaus in de; Kir- 
che zu Everghem bei Gent. Dieses Werk erwarb dem Künstler 
grossen Beifall, so dass er sich bewogen fand, die Darstellung in 
kleinerem Formate zu wiederholen, um damit seinem "besonderen 
Gönner H. de Loose de Folter, der das Talent des Künstlers er- 
mflmßüß, seine Dankbarkeit auszudrücken. An diese Werke rei- 
 11611 sich verschiedene andere. Bildnisse und Historien; auch die
        

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