Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1761215
QU 
Murillo , 
Don 
Bartolomc 
Estävan. 
Auch im Helldunlsel leistete er Gutes. Sein Hauptwerk 
heil. Franz de Paula bei den Observanten zu Bajadoz. 
Mures starb 1761. 
ist 
d 
Mllrlllo, DOII 133110101110 Estävün, eingp der arßgezgichng 
sten spanischen Maler, geboren zu Sevilla 1618,'gesturben daselb 
1682- Palamino lässt diesen Iiiinstler zu Pilas bei_Sevilla gebure 
werden, allein C. Bermudez (Diccionario hist", de 'los masilustri 
protesores de las bellas artes en Espanna. Madrid 1800) fand d: 
'l'aufzeugniss.Murillo's, aus welchem erhellet, dass letzterer in S1 
villa das Licht der Welt erblickt habe. Hier ertlieiltc ihm Jua 
de Castillo, der Verwandte seiner Eltern, den-ersten Unterricht i_ 
der Iiunst, er wurde aber unter Leitung' dieses Meisters nur i: 
Zeichnen gut, das Colurit Castillcfs war zu trocken, als dass ei 
Zögling hierin Fortschritte machen konnte. Diese waren indesse 
bei Murillo jedenfalls sehr bedeutend, denn er war von Natu 
aus mit einem ausserordentlichen Talente begabt, und dieses wirkt 
in kurzer Zeit. Schon als Iinabe fing er nämlich in Cadix, wi 
sich sein Meister niedergelassen hatte, auf eigene Rechnung Z1 
malen an, und zwar für den Jahrmarkt. Es besteht noch heut Z1 
Tage in Spanien die Sitte, auf offenem Markte Gemälde zu ver 
liaixfen, wie auf dem Donnerstag-Marine zu Sevilla. Damals he 
dienten sich die Gemäldehäindler seiner Iiunst, und Murillo malt 
ihnen, was sie gerade verlangten. 
Noch finden sich in Sevilla drei Gemälde von ihm aus diese 
Zeit, wovon das erstere in einem Winkel des Iilosterganges in 
Cullegio de Beginn, das zweite ebenfalls in einem Winkel de 
 Hauptganges im Iiloster des heil. Franciscus, und das dritte übßl 
dem Altar der Kapelle Unserer Frauen vom Bosenkranz im Colle 
gio zum heil. Thomas steht.  
Murillo wird nicht älter als 24 Jahre ewesen seyn, als der Ma 
1er Peter von Moya, der aus London den von Van Dyck erlern 
ten Geschmack und dessen schönes Colorit nach Granada zurück 
brachte, nach Sevilla kam. Barthulomäus bewunderte die Sanft- 
heit und Annehmlichkeit seines Styls, und wurde von dem Wun- 
sche. ihn nachzuahmen, heftig ergriiTen; allein Maya hielt sicl: 
nur kurze Zeit in Sevilla auf, und Murillu blieb unschlüssig und 
schwankend, welchen Weg er einzuschlagen habe, um ein grossei 
Meister zu werden. Van Dyck war gestorben, und nach Italien 
zu kommen fehlten ihm die Mittel. Endlich tand er einen Aus- 
weg, den er nur seiner Tugend undlseinem Fleisse verdankte. 
Er kaufte Leinwand, theilte sie in mehrere Stücke. bereitete sie 
selbst zu, malte darauf andächtige Gegenstände, verkaufte sie 
sodann einem der vielen Unternehmer, die damals nach Indien 
handelten, und daher kommt, es wohl, dass Sandrart, Orlandi u, a. 
den Künstler selbst nach Westindieu gehen liessen. Mit dem Er- 
trage davon ging Murillo im Jahre 1643 nach Madrid, ohne gigh 
von Jemanden beabschiedet oder seinen Vorsatz irgend einem der 
Meister mitgetheilt zu haben. In Madrid übte sein Landsmann 
Don Diego Velasquez viele Gefälligkeit fiir ihn aus, und verschaffte 
ihm die Gelegenheit, alle Gemälde, die cr wünschte, aus der 11.5- 
nigl. Sammlung und aus jener des Escurial zu copirexi. Zwei 
Jahre copirte er jetzt mit Flciss und {Beständigkeit die XVu-lic 
'.l'itian's, Rubens, Van Dyclifs, Riberas und Vclnsquez. Nachdem 
er also im Jahre 1045 nach Sevilla zurückgekehrt war, wo {im 
L nur wenige Iiiinstler vermisst hatten, wunderte man sich jetzt all-
        

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