Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1765325
Pacheco , 
Cristobal. 
Facher, 
Blichael. 
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lein in Sevilla, sondern auch in "Madrid, wo er 1623 mit seinem 
Schwinger-sehne D. Velasqnez de Silva zum zweiten Male seinen 
Besuch erstattete. Mit besonderem Vertrauen beehrten im: Jdie Je- 
suiten in Scvilla, und das Inquisitions-Tribunal übertrug ihm das 
Amt, über Reinheit und Decenz der Bilder für Iiirchen und öf- 
fentliche Feierlichkeiten zu wachen. Im Jahre 1615 malte 'er in 
der Iiirche St. Isahel zu Sevilla ein jüngstes Gericht, wovon er 
selbst eine gelehrte theologische Beschreibung gibt. Im Kloster 
St. Hermenegildo sind von ihm zwei Bilder auf Achat gemalt, und 
ein Gemälde, welches St. Joseph vorstellt, wie ihm ein Traum 
denArgwohn gegen die ihm angetraute Maria benimmt, sieht man 
(oder sah man) in der Capelle der Verkündigung in jenem Colle- 
gium. In S. Clemente el Real ist von ihm die Versuchung des 
Herrn in der Wüste. und- in der Cartbause daselbst Johannes der 
Täufer. Zu Alcala de Guadeyra sieht manden heil. Sebastian in 
dem diesem Heiligen geweihten Kloster u.  An diese Werke 
reihen sich eine Anzahl Bildnisse, unter welchen jenes seiner Gat- 
tin und des Miguel de Cervantes die schönsten seyn sollen. i Pa- 
checu starb zu Sevilla 1654. w  
Dieser Iiiinstler hat auch Gedichte und artistische Schriften hin- 
terlassen. Erstere, besonders seine Epigramme, sind voll Witz 
und Laune, und in letzteren sind schätzbare historische Nach- 
richten und tretiliche Vorschriften über die Malerei. Höchst selten, 
besonders mit der Vorrede, ist sein Tratado de la pintura, Sevilla 
161g, in 4. Sein 'l'ratado de las pinturas sagrados soll ein Werk 
der Jesuiten seyn. Aeusserst selten ist ferner: Antiguedad, y 
grandezas de la pintura. Cumpucstu par F. Pacheco. Sevilla par 
Simon Fajardo 101,49, 4. YVeigel werthet ein Exemplar ohnevTi-tel 
auf 8 Thlr.   
PÜClIECO, CITISÜOIJQI; Maler, der um die Mitte des 16. Jahrhun- 
derts iu Spanien seinen Ruf gründete, besonders durch seine höchst 
ähnlichen und meisterhaft behandelten Bildnisse. Er malte deren 
viele, grösstentheils von spanischen Grossen, die sich beeiferten, 
ihr Portrait von Pacheco zu besitzen. Um 1562 malte er im Pal- 
laste des Herzogs von Alba Bilder in Frcsco und in Oel, die aber 
alle durch Brand zu Grunde gingen.  1 
PilCllClbBin , Amalia, Malerin , wurde 1683 in Nürnberg geboren, 
und hier erwarb sie sich durch ihre Blumenstiicke in Wasserfarben 
Beifall. Auch in Kupfer hat sie mit Geschick radirt. .Starb'1725. 
Facher, Mlühßßl, Maler und Bildhauer, ein wenig bekannter, 
aber sehr guter Iiiinstler, vfurdc in der ersten Hälfte des 15. Jahr- 
hunderts zu Bruneck in Tirol geboren. SOIHE Familie hatte da 
das Biirgerrecht, erlosch aber am Ende des 10. Jahrhunderts, Sein 
Daseyn beurkundet ein herrlicher Altar zu St: Wolfgang 1m Salz- 
gamma-gute, mit folgender gemalter Inschritt, die uns den Du- 
natgr und das Jahr der Entstehung nennt: Benedictus Abbas de 
Monsee hdc opus fieri fecit ac complevit per magistrum Michaela!!! 
Pßßher de Brauneck anno 1484. 
Der mittlere Theil des etwa 50 Fuss hohen Altares besteht aus 
drei Abtheilunqen. Die unterste stellt in kleinen erhoben aus Holz 
geschnitzte" Figuren die heil. drei Iiönige vor, in einer schönen 
mit Eugelfiguren höchst fleissig und hunstreich geziertun Elnrah- 
mung. Im oberen Theile, der sich pyramidenliirmig in Thürin- 
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