Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1765115
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Ouret. 
O utkyn , 
Nikolaus. 
Ouretp Bildhauer zu Paris, ein jetzt lebender geschickter Künstler. 
 Von ihm ist die Statue Christi am Altare der lYIagdalenenkix-che zu 
Paris. f 
Ouerrat Oder Qveradt, Peter, Hunsthändler, und vielleicht auch 
 Iiupferstecher, der im töten Jahrhunderte zu Cöln lebte, bis um 
1600. _W1r erwähnen hier seiner, weil folgende drei Blätter unter 
 dem Namen der Ouerratfschen Copien nach Dürer bekannt sind. 
1) Maria von ZWGl Engeln gekrönt, nach Dürer": Stich von 
1518, von der Gegenseite cupirt. Sie sitzt auf einem grossen 
Steine, etwas nach links gewendet. Unten links steht: P. 
Ouer. exc. H. 7 Z., Br. 5 Z. Es gibt auch Abdrücke mit 
vier lat. Versen im Bande: Virgo parens etc. H. 7 Z., Br. 
7 Z. Dieses Blatt ist selten. 
2) Die säugende Maria, nach dem Stiche _von 1505, von der 
Gegenseite copirt. Siesitzt verschleiert auf einer Rasenbank 
nach links gewendet. Diese Copie hat auch das Zeichen 
Diirer's und die Zahrzahl 1505 , der Copist brachte aber im 
 Grundeieine Landschaltymit Bergen und einem Schlosse an. 
 'H. 7 Z. Ö L. , Br. 5 Z. Von diesem seltenen Blatte gibt es 
auch Abdrücke von der Adresse Ouerrafs, die zweiten haben 
links unten: Pet. Ouerrat. elxcu. 
5) Die grosse Fortuna, eine beflügelte nackte Frau, nach linlu 
gewendet, weil dasBlatt von der Gegenseite copirt ist. Dann 
ist auch die Landschaft verändert  in der Entfernung sieht 
man das Meer, links die anfgehenclelSonne, im Vorgruucle 
zwei Schlösser, und unten links steht: Peter Oueradt ex. 
Im Bande liest man: 
j Opvlenta ne te decipiat etc. Höhe mit dem zwei Zoll 
grossen Rand 7 Zoll 7 Lin., Br. 5 Z. 
(s) Seine Namen tragen ferner die Blätter mit S; Theresia und 
Catharina, von M. Somer. jener der heil. Cäcilia von P. 
Iselburg, ein solches mit Christus am Kreuze von E. Nu- 
vellanus, einige Blätter nach A. Brun mit der Geschichte 
des Tobias. 
Ours , 
Paul 
de Saint, 
Ours. 
s. Saint 
011515, Peter, Maler und Iiupferstecber, wurde 1720 in Seelanöl ge- 
boten, und arbeitete einige Zeit in Holland, bis er endlich nach 
England sich begab, wo er: nach R. WeigeYs Angabe 1770 starb. 
VVir haben eines P. Oets erwähnt, welcher mit diesem Künstler 
Eine Person seyn könnte, obgleich es in Van Eynden's Geschiede- 
nis etc. II. S. 146 heist, dass er 1790 in Amsterdam als Iiunsthänd- 
1er gestorben ist.     
Es findet sich ein Blatt in schwarzer Mäuler, welches mit ei- 
nem Monogramme versehen ist, das man dem P. Oets oder Ous 
beilegt, betitelt: Ostadds Mother, Brustbild. Ostade pinx. H. 5 
Z-BL, Bxzlgz.  
Outkyn, NlkOläkIlS, Kupferstecher, Direktor der Iiupferstecher- 
Sßbüle im der k. Akademie der Künste zu St. Petersburg, genoss 
yiaselbs! den Unterricht des Professors Hlauber, und mächte in 
kurzer Zeit S0 erikeuliche Fortschriile, dass ihm der Kaiser Unter- 
stützung verlieh, um sein seltenes Talent in Paris weiter auszubil- 
den. Er stand da unter Leitung des berühmten Bervic, und die
        

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