Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1764991
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Jacob. - 
OH n 
Okt. 
Ignatz. 
verschaffen, und als Ott auch in der lirliniaturmalerei Fortschritte ge- 
macht hattc, unternahm ereine Reise nach Italien. Im Jahre 13g]; 
kehrte er wieder in die Heimath zurück, und verlebte die längere 
Zeit in Zürich. 
Ott erwarb sich durch seine Bildnisse in IWIiniatur gFOSSBII Bei- 
fall, da diese von grosserAehnlichkeit, und mit Zartheit ausgeführt 
bind. Er befindet sich wahrscheinlich noch am Leben. 
01212, 339013, Miniaturmaler, wurde 1762 in Zürich geboren, und 
hief übte er auch seine Iiunst, grösstentheila nur zu seinem Ver- 
gnugen. Starb um 1818.  
Ott, Jüllantl GOQTg, Maler, geboren zu Schaffhausen 1732, ge- 
sterben zu Zürich 1808. Sein Vater bestimmte ihn zur Handlung, 
allein seine Neigung ging zur bildenden Iiunst, und so zeichnete 
er lieber ßoldatenscenen, deren er um 1799 in seiner Umge- 
bung mehrere sehen konnte. Er versuchte es auch, einzelne 
Gruppen zu radiren, und da ihm diese seine ersten malerischen 
Versuche ziemlich gut gelangen, fing er 1'801 an, die Kaufmann- 
schaft mit der Kunst zu vertauschen. lm folgenden Jahre ging er 
mit dem Kupferstecher lVlerz nach Wien, wo er glückliche Studien 
in der Pferdemalerei machte, aber schon nach drei Monaten nahm 
er wieder den VVanderstab. Ott bereiste jetzt einen grossen Theil 
von Deutschland, Holland und Frankreich, und als er um 1305 
wieder in Schallhausen heimisch geworden war, verlegte er sich 
mit Eifer auf die Schlachtenmalerei. Die Werke, welche erlie- 
ferte, befriedigen in vielen Dingen, und sie zeigen, dass er es bei 
 längerem Leben auf eine bedeutende Stufe von Vollkommenheit 
' gebracht hätte. Füssly- gibt von ihm einen sehr ehrenden Nehm- 
log. ln der Sammlung .des Antxstes und Dekan Veith waren viele 
Zeichnungen von ihm, m Tusch und weiss gehiiht, in" Bister, in 
Dechfarben und in Umrissen mit der Feder. Von ihm radirt waren 
in dieserSammlung: Zwei Blätter schweizerische Truppen bei einem 
Wirthshause, und ein Lager von k. k. deutscher Cavallerie, Um- 
risse. qu. Fol. 
Ott, 151'132, Kupferstecher: der in der zweiten Ilälfte des vorigen 
Jahrhunderts zu Gradlitz in Böhmen mit Beifall arbeitete. Dlabacz 
verzeichnet Blätter von seiner Hand, von denen mehrere in Bin- 
nenbergßs Geschichte der Stadt Höniggratz, und in dessen 17T8 her- 
ausgegebene Alterthiimer gehören. 
1) Die Ausspendung der Sakramente, nach einem alten Gemälde 
der Kirche zu Opoczno, 4. 
2) Der Maehtbrief, den die Stadt Hiiniävgratz von Przemysl 
Omkar 1225 erhalten hat, mit den Sigi! en- F01. 
3) Ein Ring des Pabstes Pius II. und das Brave, welches Paul 
V. an Sylvius Piccolomini sandte von 1610. 4. 
4) Abbildung verschiedener in Iiöniggratn gefundener Urnen, 
und verschiedene Urnen aus den Zeiten des böhmischen 
l-leidenthums. 
5) Die Stadt Iiöniggxatz vor der Tßbqritenverwiietung. 
Ö) Wahre Abbildung des Johann Zisska von Trocznow, Heer- 
fuhrers der Taboriten. 8; 
7) Bildniss des berühmten Raphael Mischowslcy von Sebuzynm
        

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