Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1764946
Ostendorfer 
Hzmns. 
lNIichael. 
Osten (lorfer 
413 
liche Wappenmeister Hanns Schenlah, der das Ganze angab. Die- 
ses letzte Blätt ist mit 1545 datirt, und fast scheint es, dass 11er 
Name des Malers von Fremden auf das erste Blatt geschrieben sei. 
iletäentälls wird Osteudorfer" nach 1541 nicht lange mehr gelebt 
1a en.- 
Das erwähnte Turnierbuclr Wilhelms IV. befindet sich auf der 
k. Huf- und Staatsbibliothek zu München. Bei Lipuwsky u. Fiissly 
liest man, dass sich selbes auf der Hofbibliothek zu Gotha be- 
finde. Das Werk wurde nämlich dahin entführt, aber im ersten 
Decennium unsers Jahrhunderts wieder nach München gebracht. 
Schlichtegrullt, Iiiefhaber und Sennefelder besorgten die Heraus- 
gabe in litliographirten Abbildungen.  
OSIBIIdOIÄBP, HBIIS, Maler und Sohn des Obigen, war ebenfalls 
einer der berühmtesten Munchner Künstler seiner Zeit. Er war 
1531 schon Meister, denn Wll' fanden seiner unter diesem Jahre in 
einem bljtenLadzettel der Zunft der Maler etc. in München erwähnt, 
und später erscheint er in den Akten der Zunft öfter als Führer. 
Er bildete viele Schüler, deren wir mehrere in "den Papieren des 
Handwerks erwähnt fanden. Von 1545-49 lernte Andre Strein, 
dann Wolf Ilafner, 1566 dingte er den Jörg Weinmeister, 1574 
den Hanns Ebersperger, und 1585 nahm er ClBIIIBBFlZl Reiter in die 
Lehre. Diesen Iiiinstler, der auch durch radirte Blätter bekannt 
ist, konnte er nicht mehr lreisprechcn, denn er starb um 1587. 
Hanns Andre Henenberger zählte 1589 Ößll Reiter von dem Hand- 
werke los,   
Hans Ostendorfer wurde um 1550 Hofmaler des Herzogs Albert 
V. Er malte mehrere Bilder für die Franzislianerkirche und für 
die neue Veste, aber von allen diesen ist vielleicht wenig mehr 
übrig. Die Malereien der Veste gingen durch Brand zu 
Grunde, und ob jene der Franziskaner- und Georgen-Kirche bei 
der Destruirnng der Gebäude theilweise noch gerettet wurden, ist 
uns unbekannt. 
Üstendorfer, Michael, Maler und Formschneider, ein alter bayer- 
ischer Iiünstler, den Einige mit Martin Ostendorfer fiir'Eine Fer- 
son halten, wass nicht begründet werden kann, da wir von einem etwas 
älteren Münchner Hofnialer, Martin Ostendorfer, Kunde haben, 
während Michael Ostendorfer immer in Regensburg gelebt zu ha- 
ben scheint, erweisslich von 1522 an bis nach 1560, als Bürger 
und Meister. Heller, Beiträge I. 100 sagt,_Ostendqi-fer sei von He- 
mau gebürtig, und dass er nicht von einem Munchner liünstler 
dieses Namens abgtamme, scheint auch der Umstand zu beweisen, 
dass er inTlenAkten der Zunft nicht genannt wird. In München hat 
er also nicht gelernt, und daher findet die Angabe, dass ein Mi. 
 chel Ossinger oder M. Ostcndorfer in der Schule des Albrecht Al- 
{opfer sich gebildeg habe, auf ihn sehr wahrscheinliche Anwendung. 
Ostcndorffär hatte mit Noth und Hindernissen zu kämpfen, und an. 
fangg scheint epgigh mit gefllfgßß Arbeiten behelfen 7.1.1 l'laben_ so wig- 
sen wiraus Gumpetzhaiincrs Geschichte von Ilogensburg Il. Abili. 
5- 720 (Regensb. 1857), dass er 1522 eine Abbildung und Beschrei- 
bung der Wundei-zeichen der Schönen Maria von Regensburg her- 
fmsgegeben habe. Schon 1519 und 1520 erschienen ähnliche Werke, 
jenes vnn Ostendorfer ist aber das schönste. Die schöne heilige 
Mama 185 auf den Regensburger StChlfiSSeln ruhend dargestellt, 
Voll whwebenden Engeln umgeben. Seine Hauptneignng ging in.
        

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