Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Müller, Jan. [vielm. Jens Peter] - Passe, Wilhelm de
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1760661
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1764874
F06 
Qßtade, 
Adrian 
Yilll. 
 Qie zweiten Abdrücke haben im Grunde und in den Schat- 
tentheilen der Figuren einen viel kräftigeren Ton, als die 
früheren. 
40) Die Zwei alten Iilatschweiber, im Grunde links am Strauche 
einige Binder. Links unten: A. v. Ostade, H. 5 Z. 9 L., 
   
(H) Der Bauer, welcher vor der Hütte das Schwein schlachtet, 
CleSSän Blut die Bäuerin auffängt. Dabei steht noch ein andrer 
Mann, und eines von den drei Kindern leuchtet, da die 
Handlung "zur Nachtzeit vorgeht. Unten nach links der Na. 
me. Durchmesser 4 Z.;2 L. 
Es gibt von diesem Blatte dreierlei Abdrücke. Die ersten 
sind reine Aetzungen. Die Haube des links stehenden Bauern 
ist fast weiss, derselbe zur Hälfte beleuchtet, in der Mauer 
eines Hausgiebels sieht man zwei Fenster übereinander, und 
der Himmel ist rechts theiltveise weiss. In Holland heisst 
dieser Abdruck met de breede lighten. Ein solcher bei Wei- 
gel 4 Thlr.  
Im zweiten Drucke ist der Himmel vollendet, die Fenster 
 des Giehels sind häum mehr zu erkennen, aber die Licht- 
seite der Mütze und die ganze rechte Seite des links stehen- 
"(lettßauern sind noch so wie im Aetzdrucke. 
Beim dritten Drucke wurde die Platte mit dem Stichel iiber- 
gangen. die Mütze des Bauern schattirt, und diese Figur 
'hat nur auf dem Gesichts, auf dem rechten Arm und Schen- 
  kel einen leichten Lichtstreifen. 
42) Das Innere einer Schenke, wo der Bauer der Wirthin die 
Zeche bezahlt Im Grunde rechts sind drei Bauern im Ge- 
spräche, ein vierter schürt das Feuer an, und der fünfte 
 blickt in seinen lirug- Vlißßhts unten steht der Name. H. 
" SQZJQILV, BP- 5 71- 2    
Im zweiten Drucke steht man unter der Bank, wo der 
Krug steht, und im Schlagschatten keine Contre-Täiillen. 
45) Der Marhtsehreier rechts vor dem Zelte stehend, und auf 
 einem Fasse seinen Bram ausbreitend. Vor ihm steht ein 
Mann, ein Weib mit Korb und Stock und sechs Kinder. 
Rechts unten: A-V. Ostade, links leicht eingeritzt 1648. Diess 
ist eines der schönsten und seltensten Blätter des Meisters. 
Oben abgerundet. H. 5 Z. 6 L., Brflt AZÄ 6 L. 
 Im, RigaVschen Cataloge werden viererlei Abdrücke be- 
schrieben.   
Im ersten Drucke ist links i'm Grundeum Bauernhause ein 
Mann mit seinem Iiiitde, und die Einfassungslinie fehlt 
uuch-  
"Im zweiten Drucke sind diese bßiflß Figuren 11ml das Haus 
durch eine Grugpe von vier Kindern ersetzt, und die Ein- 
{ztssuitgslinie ist gezogen. 
 im dritten Drucke helherlit man an der Tlerasse, vorzüg- 
lieh rechts, wo derNalne steht, Iißuß Ußbßrarbeitungexi, 
 linhslalll Himmel Wollten.    
Beiutvierten Drucke wurde die Platte ganz retouchirt, 
"aber ditfwolhcn und die Ueberarbettungen an der Terasse 
Sind nicht mehr sichtbar". 
44) Dev-bucklichtti Violinspielerl vqr dem Hause, -unter' dessen 
  "Ihüre ein Weib Imitdemiliinde"steht. Daneben sitzt der 
 Bfltlßvilxnit der PFÖilIat-autTder Bank. Linkswintcn steht der 
Name. H. 5 Z.,ß L., ßr. 4 Z. J
        

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